
Vorträge und Diskussionen zum Sterben, Tod und Anderswelten
Auch wenn in diesem Semester der Titel des Frauenkurses auf der Wiener Urania "Die Tödin tanzt(e)" lautet, nimmt Kursleiterin Ruth Devime den Ausgangspunkt bei Marija Gimbutas. Ihr Symbolsystem "Die Sprache der Göttin" stellt unsere Zivilisationsgeschichte auf andere als herkömmliche Weise dar.
Doppelaxt, Spirale, Labyrinth, Kreise, Monde, Sterne, aber auch Besen, Kessel etc. stellen unterschiedliche Lebenszusammenhänge in einen Kontext, der immer ein weiblicher ist. Marija Gimbutas, die amerikanische Archäologin mit Herkunft aus Litauen (1921 - 1094), war eine Pionierin der Erforschung der symbolischen Bildkunst der frühesten Ackerbaukulturen in Europa.
Tausende von anthropologischen und zoomorphen Skulpturen, eleganten Gefäßen und Kultgeräten der alteuropäischen Kulturen - besonders in Südosteuropa - legen von den rituellen Aktivitäten im Jahreszeitenzyklus des agrarischen Lebens - Zeugnis ab. Ohne schriftliche Quellen ist jedoch ein angemessenes Verständnis der nicht-materiellen Aspekte einer Kultur aus der Beschreibung der Artefakte allein nicht möglich. Deshalb entwickelte Gimbutas die Methode der "Archäomythologie", ein interdisziplinäres Vorgehen, das Archäologie, Mythologie, Ethnologie, Volkskunde, Paläolinguistik, aber auch die Erkenntnisse der Medizin, das Wissens über den Frauenkörper und die Kenntnis der historischen Quellen vereint.
Vorträge
Kurse jeweils 19:00 bis 21:00 - Nur für Frauen! (red)
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... wo sich vor lauter angestrengtem weiblichen Realitätssinn = "das Starke" im Gegensatz zum vermeintlich schwachen Weiblichen doch auch wiederum alles nur um die eigene Achse dreht. Ja, wir Frauen müssen und sollten kämpfen. Aber wir sollten dabei nicht dauernd gegen das, was ursprünglich menschlich und nicht bloß weiblich gewesen sein mag, angehen. Ich hoffe, man versteht, wie ich das meine.
P.S. Kindischsein ist manchmal schön! Ab und zu zumindest, eben weil die Welt so verdammt real geworden ist...
nur ganz kurz, weil es mich schon etwas gerissen hat - wie definiert man denn genau "Wirklichkeit"? Was ist das sogenannte "Wirkliche"? Kann man das angreifen, in eine Tache stecken, "zum Mitnehmen" einpacken lassen?? Ich will jetzt keine philosophischen Grundsatzdiskussionen anzapfen, aber die Wirklichkeit ist doch letztenendes immer nur das, was man selber dafür hält und annimmt, bzw. eine Gruppe oder Kultur. Esoterik hin oder her. Und träumen tut wohl jeder, ganz egal ob "schwaches Weibchen" oder reale "Powerfrau". Darin finden wir uns meistens wieder, in unseren Träumen und Gefühlen, und sind uns gleich bzw. werden dadurch "gleich" gemacht. Soviel auch zum mittlerweile schon etwas mehr als schwerfälligen Thema "Emanzipation"...
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