Wien - Die Grünen, die NGO TransX und die SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) fordern für Transsexuelle Änderungen im Personenstandsrecht. Derzeit müssten Menschen, die sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, eine operative Geschlechtsumwandlung vorweisen, damit in allen Dokumenten das gewünschte Geschlecht anerkannt werde, erklärte Marco Schreuder, Sprecher der "Grünen Andersrum", am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Dies sei eine "menschenrechtswidrige Situation".
Gerichtsurteil im Innenministerium ignoriert
Ein Erlass des Innenministeriums aus dem Jahr 2007 gebe vor, dass Änderungen des Personenstands nur dann genehmigt werden könnten, wenn sich die Betroffenen einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hätten, so Schreuder. Der Verwaltungsgerichtshof habe aber in einem Urteil vom Februar dieses Jahres festgestellt, dass eine Operation nicht die Voraussetzung für eine Anerkennung sein könne. Innenministerin Maria Fekter (V) habe den Erlass trotzdem nicht zurückgezogen, sie "ignoriert ein Gerichtsurteil", kritisierte Schreuder.
Kein OP-Zwang durch Gesetze
Es werde nicht nach den Bedürfnissen von Transsexuellen gefragt, meinte auch Eva Fels, Obfrau von TransX. "Wir wollen, dass die gesetzliche Lage nicht dazu zwingt, Operationen vorzunehmen." Weil in den Dokumenten von Transsexuellen, die sich keiner Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, das biologische Geschlecht angegeben sei, "zwingt uns der Staat dazu, bloßzulegen, dass wir transsexuell sind".
Dies habe auch bei Ulli Roßmann, die seit zwei Jahren als Frau lebt, schon öfter zu Diskriminierungen in der Öffentlichkeit geführt: "Ich werde beim Arzt als Herr aufgerufen", erzählt die Betroffene. Auch sei ihr schon passiert, dass ihr bei der Post ein Paket nicht ausgehändigt wurde, weil sie aufgrund ihres Ausweises "nicht eindeutig identifizierbar" sei. Sie würde einige Transsexuelle kennen, die sich nur für die staatliche Anerkennung einer Operation unterzogen hätten und es jetzt bereuen würden.
Verpflichtende Therapie soll ebenfalls fallen
Schreuder und Fels forderten deshalb, dass das juristische Geschlecht dem "sozialen Geschlecht" angeglichen werden müsse. Psychotherapeutische Befunde sollten nur notwendig sein, wenn die "Lebenspraxis", etwa durch Befragung des persönlichen Umfeldes, nicht nachgewiesen werden könne. "Eine Operation darf kein Kriterium sein", betonte Schreuder. Fekter könnte durch einen Erlass "ganz rasch Abhilfe schaffen". (APA)
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Hier scheinen einige die Diskussionen der letzten 40 Jahre zum Thema Transidentität verschlafen zu haben. Ähnlich wie Frau Fekter.
Hallo wir leben AD 2010, das Jahr 1966 ist schon lange vorbei!!!!
"Egal was er zwischen den Beinen hat" - unglaublich. Es scheint, dass mann hier im Standard über "Transen" in übelster Weise herziehen darf. Scheinbar sind Transthemen eines der letzten Refugien, wo Spiesser noch so richtig dürfen.
" "zwingt uns der Staat dazu, bloßzulegen, dass wir transsexuell sind". "
Ich verstehe das problem hier nicht, entweder sind sie transsexuell oder nicht - wenn jemand transexuell ist dann warum wollen sie sich nicht dazu bekennen?
Wenn sie sich nicht dazu bekennen wollen, dann können sie das transsexuell sein sein lassen, oder?
Sind genug, die das noch nutzen können. Auch wenn Wehrpflicht fallen muss, so ist sie es ja noch nicht und somit für alle Burschen bis dahin ein guter Grund.
Für Quoten gilt selbiges, dann macht es das eben vorübergehend sinnvoll.
Und wenn das alles vorbei ist, switcht mann dann wieder zurück oder bleibt Frau. Ist ja auch kein Problem.
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