Rom - Italiens rechtspopulistische Regierungspartei Lega Nord hat im Parlament ein Anti-Burka-Gesetz eingebracht. Damit soll es verboten werden, Kleidungsstücke zu tragen, die die Identifizierung einer Person verhindern, auch aus religiösen Gründen. Wer sich nicht an das Gesetz hält, müsste demnach mit Geldstrafen bis zu 2.000 Euro oder bis zu zwei Jahren Haft rechnen.
"Wir sind keine Rassisten, wir haben nichts gegen Muslime, doch das Gesetz muss für alle gleich sein. In Italien kann man einfach nicht vermummt auf die Straße gehen", sagte der Fraktionschef der Lega Nord in der Abgeordnetenkammer, Roberto Cota.
Die Opposition kritisierte den Gesetzentwurf, weil es viele in Italien lebenden muslimische Frauen zwingen würde, nicht mehr auf die Straße zu gehen und in ihrer Wohnung eingesperrt zu bleiben. Der Gesetzentwurf sei verfassungswidrig, weil es die religiöse Freiheit gefährde.
Burka-Verbot in Montegrotto Terme
In Italien mobilisieren derzeit RechtspolitikerInnen gegen Muslimas, die mit Ganzkörperverschleierung auftreten. Die Gemeinde Montegrotto Terme bei Padua hat vor wenigen Tagen vermummten Frauen verboten, auf die Straße zu gehen. Bei Missachtung des Vermummungsverbotes werde eine Geldstrafe verhängt, beschloss der Bürgermeister der Thermenstadt, Luca Claudio, Mitglied der rechtsextremen Partei "La Destra". (APA)
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Ein banales Anti-Burka-Gesetz von einem rechtsextremen Politiker wird den (moslemischen) Frauen keine Verbesserung ihrer Lebensqualität bringen, glaube ich. Im Gegenteil könnte es sogar zu einer Verschlechterung kommen.
Somit ist ein solches Gesetz alleine (!) und ohne wirklich bei den Islamisten anzusetzen, in meinen Augen leider verfehlt.
Es wird doch argumentiert, die Frauen würden dann weniger hinausgehen.
Aber(!), wer geht dann einkaufen? Wer bringt die Kinder in den Kindergarten/die Volksschule? Wer erledigt die Behördengänge, falls der Mann arbeiten geht?
Sicher kann er sie einsperren oder sie sich dazu entscheiden nicht mehr hinausgehen, aber all die Aufgaben muss ab diesem Zeitpunkt der Mann übernehmen oder eins der Kinder. Sinds die Burschen, die damit zu mehr Verantwortung herangezogen werden, oder die Mädchen, die dann ebenfalls nicht "eingesperrt" werden können? Oder überhaupt der Opa. :)
Auch kanadische Muslime rufen schon zum Burka-Bann auf:
http://tinyurl.com/y9qe9nu
So ein Gesetz ist vermutlich der falsche Weg, da es Frauen für einen männlich-politischen Kampf instrumentalisiert. Oder was meint Ihr?
Da muss es bessere Lösungen geben! Man sollte keine rechtsextremen Politiker einbeziehen, denn die haben andere Hintergedanken. Ziel muss ja bleiben die Menschenwürde für alle Frauen zu erreichen, egal welcher Religion sie auch angehören mögen und eine gute Lebensqualität für alle Frauen zu ermöglichen.
Also ist jetzt die Burka für die Menschenwürde Ihrer Meinung nach förderlich, das würde mich wirklich interessieren!?
Oder in Ihren Worten: Sie das Relikt eines patriarchalisch-konservativen Theokratiegedankens, der weder in der - übrigens ebenfalls frauenfeindlichen islamischen Religion (wenn man sich an den Koran hält) - noch in einem säkularen Staat wie Europa etwas zu suchen hat.
Oder ersetzen wir mal "Burka im Islam" durch "Kopftuchverordnung des Erzbischofs", mal schauen wie tolerant dann die Antworten ausfallen....
Bravo Italien!
ein Linker.
Dein Kommentar scheint mir wirr und unverständlich.
Die Burka und der Kopftuchzwang sind logischerweise und offensichtlich ein Instrument GEGEN die Menschenwürde. Das wissen auch alle. Nur ist es den Moslems, die das propagieren, egal, denn die stufen Frauen und Männer auf eine perverse Art verschieden ein.
Jede Religion, die Frauen herabwürdigt und/oder gegen die Menschenrechte verstösst, lehne ich ab! Da gehören die Christen auch dazu.
ääh, dieses Gesetz IST eine Änderung der Spielregeln.
Nicht, daß ich solche Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte per se für in Ordnung halte. oder dieses Gsetz für nutz-bringend: Die einen werden sich nicht dran halten (man wird ihnen ja kaum die carabinieri nachhetzen), die anderen ihre weiblichen Familienmitglieder halt nicht mehr auf die Straße lassen.
Aber ein notwendiger, wenn auch patscherter, Schritt in die richtige Richtung erscheint es mir schon.
Die Frage ist, was es nützt?
Keine Burka in der Öffentlichkeit ist doch ein gutes Ziel, aber was passiert denn, wenn eine verhüllte Frau auf der Strasse gesehen wird oder das Gesetz da ist? Wird ihr Mann zu Hause sagen, gut, ab sofort behandle ich dich mit Würde und Respekt? Wird die Frau sich wieder mehr auf ihre Vernunft besinnen und weniger auf die Schriften eines fanatischen Kriegsherrn?
Es wird leider so sein, dass ein Kampf auf den Rücken der Frauen stattfindet, die bereits Opfer sind in dieser Auseinandersetzung.
Das ist nicht zu vergleichen. Natürlich muss man auch mal etwas gegen die Verschandelung der Landschaft unternehmen.
Aber wichtiger ist es natürlich Menschen vor diesen Religionsfanatikern zu schützen.
Einfach mal nach "Does Religion Make You A Better Person?" bei YouTube.com suchen. Je weniger Raum diese monotheistischen Spinner haben, umso besser geht es den Menschen.
ich weiss auch nicht, wie das problem am besten zu lösen ist - ich bin aber ganz sicher, das die christlichen extremisten von radio maria und opus dei mit den burka anhängern in einer linie mit allen fundamentalen religionisten stehen und mit allen andern gottesanbetern ein einziges grosses problem der menschheit darstellen. dass sie sich gegenseitig auch noch aufschlitzen möchten macht es nur scheinbar besser und alle gemeinsam trampeln immer auf den "schwächeren" , zum beispiel den frauen, herum
eine lösung "von aussen" ist nicht vorstellbar, weil sie jeder haufen dann auf den alleinigen besitz der "wahrheit" beruft und auch die mildesten mitglieder mit dem geschrei gegen die "ungläubigen" mit gott in der hosentasche in den krieg treibt
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