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Auf die Idee "Abnehmen bis zum Umfallen" müssen aber offensichtlich auch Teenies aus Kansas, von wo die kleine perfekte Familie anreist, nicht erst gebracht werden.
Für Töchterchen Annie ist "schlank" ein Hilfsausdruck und auch an ihrer neuen Schule trifft sie auf die gleichen Staturen. Der größte Unterschied zwischen der Serie aus den 90ern und der brandneuen Serie "90210" ist ein ästhetischer: Die Frisuren wurden größer, die Körper immer kleiner, schmaler, schmächtiger.
Die Burschen sind natürlich nicht schmächtig, sondern durchtrainiert – ein schlaksiger Dylan und ein schwammiger Brandon sind nicht mehr drinnen. Und man erinnere sich an den blonden Schauspieler Ian Ziering, der trotz Geheimratsecken die Rolle eines 16-Jährigen einnahm. Oder an Andrea Zuckerman, die den Interessen ihrer gleichaltrigen Mitschülerinnen wenig Bedeutung beimaß und sich lieber mit politischem Engagement und Streberei durch die High-School brachte.
Derartige Brüche, waren sie auch mager gestreut, die schon die 12-jährige Zuseherin kurz innehalten ließ, sind zumindest in der ersten Folge von "90210" zur Gänze gestrichen.
Selbst den Eltern der Teenies wird nicht der eine oder andere Makel zugestanden: Wilsons Senior sind natürlich auch rattenscharf und stehen ihren Kindern in punkto Jugendlichkeit und Attraktivität um nichts nach. Sowohl Eltern als auch LehrerInnen sind somit äußerlich nicht mehr wirklich von den Pubertierenden zu unterscheiden. Ganz anders in den 90ern, denken wir an die Eltern Cindy und Jim Walsh. So bitte sehen Eltern aus: Offensichtlich Mitte vierzig, in faden Klamotten, Jim mit Halbglatze und Hosenträgern.
Inhaltlich hat sich außer dem gestiegenen "Schönheits"-Level nichts verändert: In Beverly Hills sind alle reich und schön, dafür aber moralisch verkümmert oder zumindest angeschlagen.
Bei den Wilsons geht sich hingegen alles aus: Perfekte Frisur, perfekter Charakter und der perfekte Körper von Mutti, Vati und Sohn, während der Körper der heranwachsenden Annie so wenig wie nur möglich anwesend ist.
Die alteingesessenen - nur fast perfekten - Beverly-HillsianerInnen sollten sich also vor den wahren Bösewichten in Acht nehmen. (beaha, dieStandard.at,28.04.2009)
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hab mir 90210 noch nicht angesehen - aber ich muss sagen, dass es mich generell bei serien stört wenn alle wie supermodels aussehen...
finde, dass dadurch die glaubwürdigkeit etwas leidet
im realen leben gibts nun mal dicke, dünne, junge, alte, usw...
schwierig ist es, wenn jugendliche heute die "schlanken schönheiten", die ihnen im fernsehen oder von der plakatlandschaft zulächeln, als vorbilder sehen ohne zu realisieren, dass so gut wie alle plakatschönheiten nachbearbeitet und retouchiert sind.
hier in USA in die vollkommene verbloedung der zuschauer voll im gange. Es zaehlt nur noch das oberflaechliche, das aeussere. Das beweist auch die unzahl an total hirnverbrannten reality shows. Irgendwas mit tiefgang kann man mit der lupe suchen. und die teenies in europa glauben wahrscheinlich auch das die figuren von 90210 erstrebenswert sind...
dabei gab es mit oc california erst in den vergangenen jahren eine serie mit genau dem gleichen "inhalt".
da war die davor ebenfalls populäre teenisoap dawson´s creek ja fast vorbildlich, da die schauspielerInnen noch halbwegs normal ausgesehen haben. klar hässlich war auch dort niemand.
Ich oute mich als einen Riesenfan der Serie "Beverly Hills 90210", bevor ich festhalte, daß "90210" einfach nur M'st ist.
Die Spiele der Paare Brandon/Kelly, Brenda/Dylan, Steve/Kelly, Brandon/Andrea, David/Donna, Brandon/Emily waren witzig und für eine Jugendserie sogar stellenweise geistreich, und im Vergleich zu den heutigen Serien sogar real ;)
ganz meine Meinung. Bin auch Fan von "Beverly Hills 90210" (schade dass es so wenig wiederholt wird).
Denn da wurde Jugendlichen zumindestens noch Werte vermittelt und die Darsteller waren sportlich normal schlank, wie es sich für teenis im gespielten alter gehört.
Ich erinnere mich an eine Folge, in der der (damals in der Serie sicher schon 21-jährige) David eine kleine (0,35?) Flasche Burbon geleert hat und dafür fast in die Hölle bzw. in die Trinkerheilanstalt geschickt wurde - wegen 1x einem Rausch und sonstiger Abstinenz - das waren halt noch Zeiten.
lg
Dimple, übrigens: ich hätte zum 18. Geburtstag lieber einen Arme-Schlucker-Mustang aus den 60ern bekommmen, als eine neue Corvette
Es ist ja immer wieder verblueffend zu sehen, wie 16jaehrige von 25jaehrigen gespielt werden. Wenn man dann mal 16jaehrige sieht, die 16jaehrige spielen (wie z.B. in "Raus aus Åmål" - sehr empfehlenswert) realisiert man das erst.
Arme Jugend, mit was die da bombardiert werden und dann bekommen die Kinderchen Depressionen nur weil sie mehr als 45kg wiegen und der Papa keinen Porsche hat. Tz tz tz.
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