"Beverly Hills 90210" in dünner

Beate Hausbichler, 28. April 2009, 17:24
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Am Samstag startete auf ORF die Neuauflage der 90er Jahre-Serie "Beverly Hills 90210" mit dem schlichten Titel "90210".
Die Geschichte bleibt die Alte: Die Teenager Annie und Dixon Wilson, vormals Brandon und Brenda Walsh, kommen aus ländlichen Gefilden in die an der Oberfläche dahintümpelnde Welt der reichen Beverly Hills-Kids. Die Eltern der beiden Neo-Beverly-Hills-Teeenies sorgen sich von nun an, ob sich ihre bisher wohlgeratenen Kinder den neuen Versuchungen, Drogen, Sex und einer zu großen Hingabe zu Beauty und Style, entziehen können.

Auf die Idee "Abnehmen bis zum Umfallen" müssen aber offensichtlich auch Teenies aus Kansas, von wo die kleine perfekte Familie anreist, nicht erst gebracht werden.
Für Töchterchen Annie ist "schlank" ein Hilfsausdruck und auch an ihrer neuen Schule trifft sie auf die gleichen Staturen. Der größte Unterschied zwischen der Serie aus den 90ern und der brandneuen Serie "90210" ist ein ästhetischer: Die Frisuren wurden größer, die Körper immer kleiner, schmaler, schmächtiger.
Die Burschen sind natürlich nicht schmächtig, sondern durchtrainiert – ein schlaksiger Dylan und ein schwammiger Brandon sind nicht mehr drinnen. Und man erinnere sich an den blonden Schauspieler Ian Ziering, der trotz Geheimratsecken die Rolle eines 16-Jährigen einnahm. Oder an Andrea Zuckerman, die den Interessen ihrer gleichaltrigen Mitschülerinnen wenig Bedeutung beimaß und sich lieber mit politischem Engagement und Streberei durch die High-School brachte.

Derartige Brüche, waren sie auch mager gestreut, die schon die 12-jährige Zuseherin kurz innehalten ließ, sind zumindest in der ersten Folge von "90210" zur Gänze gestrichen.
Selbst den Eltern der Teenies wird nicht der eine oder andere Makel zugestanden: Wilsons Senior sind natürlich auch rattenscharf und stehen ihren Kindern in punkto Jugendlichkeit und Attraktivität um nichts nach. Sowohl Eltern als auch LehrerInnen sind somit äußerlich nicht mehr wirklich von den Pubertierenden zu unterscheiden. Ganz anders in den 90ern, denken wir an die Eltern Cindy und Jim Walsh. So bitte sehen Eltern aus: Offensichtlich Mitte vierzig, in faden Klamotten, Jim mit Halbglatze und Hosenträgern.

Inhaltlich hat sich außer dem gestiegenen "Schönheits"-Level nichts verändert: In Beverly Hills sind alle reich und schön, dafür aber moralisch verkümmert oder zumindest angeschlagen.
Bei den Wilsons geht sich hingegen alles aus: Perfekte Frisur, perfekter Charakter und der perfekte Körper von Mutti, Vati und Sohn, während der Körper der heranwachsenden Annie so wenig wie nur möglich anwesend ist.
Die alteingesessenen - nur fast perfekten - Beverly-HillsianerInnen sollten sich also vor den wahren Bösewichten in Acht nehmen. (beaha, dieStandard.at,28.04.2009)

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" 'Beverly Hills 90210' in dünner"

ich schwörs, ich hab "dümmer" gelesen... dabei hab ich die neue serie noch nicht mal gesehen ;o)

Was an hübschen Menschen jetzt so falsch ist, hätte mich halt auch interessiert. Wenn ich da manchmal in Wien auf die Straßen schaue, würde es nicht schaden, wenn die Österreicher ein bisschen körperbewusster werden würden.

hab mir 90210 noch nicht angesehen - aber ich muss sagen, dass es mich generell bei serien stört wenn alle wie supermodels aussehen...

finde, dass dadurch die glaubwürdigkeit etwas leidet

im realen leben gibts nun mal dicke, dünne, junge, alte, usw...

künstliche Vorbilder

schwierig ist es, wenn jugendliche heute die "schlanken schönheiten", die ihnen im fernsehen oder von der plakatlandschaft zulächeln, als vorbilder sehen ohne zu realisieren, dass so gut wie alle plakatschönheiten nachbearbeitet und retouchiert sind.

Die Vollkommene Verbloedung

hier in USA in die vollkommene verbloedung der zuschauer voll im gange. Es zaehlt nur noch das oberflaechliche, das aeussere. Das beweist auch die unzahl an total hirnverbrannten reality shows. Irgendwas mit tiefgang kann man mit der lupe suchen. und die teenies in europa glauben wahrscheinlich auch das die figuren von 90210 erstrebenswert sind...

selbst schuld, wenn man sich so an bledsinn anschaut.

in dünner

hab ich mich doch vertan und "in dümmer" gelesen, dachte: "geht das überhaupt" - ja scheint so

als...

ob donna, brenda, kelly etc nicht auch schlank gewesen wären.
hab mir eine folge angeschaut. nicht übel.
die amerikaner können halt fernsehn machen, im gegensatz zu deutschland/schweiz/österreich

Dann schalt einmal dein Hirnkastl beim zuschauen ein. Sobald man das nämlich macht, erkennt man, dass die meisten Ami Serien ziemlich oberflächlich, banal und dü*mlich sind.

Der Witz des Jahres! An Serien wie 24, Buffy oder Battlestar Galactica kommt eine europäische Serie nicht einmal annähernd heran. Da sind uns die Amis Lichtjahre voraus.

"europäisch..:"?

du weißt schon, dass UK zu Europa gehört, und die BBC auch Serien produziert...?

Die UK-Serien sind besser als der europäische Durchschnitt, an die wirklich starken US-Serien kommen aber auch die nicht heran.

dabei gab es mit oc california erst in den vergangenen jahren eine serie mit genau dem gleichen "inhalt".
da war die davor ebenfalls populäre teenisoap dawson´s creek ja fast vorbildlich, da die schauspielerInnen noch halbwegs normal ausgesehen haben. klar hässlich war auch dort niemand.

"klar hässlich war auch dort niemand"

Aber dafür hatte dort ausnahmslos _jeder_ Charakter (zumindest annähernd) den Sprachduktus einer Figur aus einem Shakespeare-Stück! ;-)

"90210"? Da wird´s ganz eng ...


Ich oute mich als einen Riesenfan der Serie "Beverly Hills 90210", bevor ich festhalte, daß "90210" einfach nur M'st ist.

Die Spiele der Paare Brandon/Kelly, Brenda/Dylan, Steve/Kelly, Brandon/Andrea, David/Donna, Brandon/Emily waren witzig und für eine Jugendserie sogar stellenweise geistreich, und im Vergleich zu den heutigen Serien sogar real ;)

ganz meine Meinung. Bin auch Fan von "Beverly Hills 90210" (schade dass es so wenig wiederholt wird).
Denn da wurde Jugendlichen zumindestens noch Werte vermittelt und die Darsteller waren sportlich normal schlank, wie es sich für teenis im gespielten alter gehört.

Jaja, die Werte

Ich erinnere mich an eine Folge, in der der (damals in der Serie sicher schon 21-jährige) David eine kleine (0,35?) Flasche Burbon geleert hat und dafür fast in die Hölle bzw. in die Trinkerheilanstalt geschickt wurde - wegen 1x einem Rausch und sonstiger Abstinenz - das waren halt noch Zeiten.

lg
Dimple, übrigens: ich hätte zum 18. Geburtstag lieber einen Arme-Schlucker-Mustang aus den 60ern bekommmen, als eine neue Corvette

"Anorexic 90210"

Wobei, 90-21-0 wäre für manche Schlankheitsfanatiker sicherlich auch eine "traumhafte" Figur. ;)

Fritz Meyer.

ja ja, die Teenie Serien

Es ist ja immer wieder verblueffend zu sehen, wie 16jaehrige von 25jaehrigen gespielt werden. Wenn man dann mal 16jaehrige sieht, die 16jaehrige spielen (wie z.B. in "Raus aus Åmål" - sehr empfehlenswert) realisiert man das erst.

Arme Jugend, mit was die da bombardiert werden und dann bekommen die Kinderchen Depressionen nur weil sie mehr als 45kg wiegen und der Papa keinen Porsche hat. Tz tz tz.

Raus aus Åmål ist ein extrem guter Film

Tiefsinnig, berührend und hat trotzdem Mainstream Qualitäten. Solche Filme gehören um 20:15 im ORF gezeigt.

noch nie grease gesehen? gg

am schlimmsten ist das in Gossip Girl... wer nimmt der Hauptdarstellerin die High School Schuelerin ab? Der Musikervater andererseits ist auf viel zu jugendlich getrimmt...

billy ray ist geliftet. nach > 20 jahren musikbusiness schaut der nicht wirklich so aus.

die tochter ist 16, wie alt sie in gossip girl sein soll, weiß ich leider nicht. aber wen kümmert's in wahrheit?

??

Die Hauptdarstellerin in Gossip Girl ist 21 - ich glaub du verwechseslt da was mit "Hannah Montana...(oder wie man das schreibt)". kann das sein?

stimmt. ich hatte billy ray (rae?) cyrus und seinen sprössling im kopf. danke fürs richtigstellen.

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