Psychoedukation gegen PMS

pte, 21. Oktober 2009, 15:56
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    foto: apa/epa/rungroj yongrit

    Expertinnen emfehlen, ein "Belastungstagebuch" zu führen, um ein Muster hinter den Beschwerden erkennen zu können: "Auch wenn dadurch der Schmerz nicht weniger wird, hilft diese Kontrolle, im Alltag mit ihm zurechtzukommen."

"Verstehen der Vorgänge in Körper und Psyche hilft Frauen, besser mit Regelbeschwerden umzugehen", konstatieren Forscherinnen in einer neuen Studie

Sydney/Zürich - Selbsthilfe und psychologische Beratung helfen Frauen gegen Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS). Das berichten Forscherinnen der University of Western Sydney, die die Wirksamkeit psychologischer Interventionen bei diesem häufigen Frauenleiden, das vor Einsetzen der Regelblutung auftritt, untersuchten. "Das Verstehen der Vorgänge in Körper und Psyche hilft Frauen, besser mit Regelbeschwerden umzugehen. Die psychologischen Leiden können sich dadurch sogar bessern", berichtet Studienleiterin Jane Ussher.

Von Reizbarkeit bis zu Gelenksschmerzen

Mehr als 50 Prozent aller Frauen leiden häufig an PMS-Symptomen. "Die große Bandbreite der über 150 bisher beschriebenen Symptome untergliedert sich in affektive oder körperliche Symptome", erklärt Beate Ditzen, Psychologin an der Universität Zürich. "Viele Frauen sind reizbar, niedergeschlagen und frustriert oder suchen Streit. Ihren Körper empfinden manche als dick und aufgebläht, die Brust oder Gelenke schmerzen und häufig kommt es zu Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten." Wichtiges Kennzeichen sei, dass die Symptome nur in den Tagen unmittelbar vor der Periode auftreten und mit der Periode wieder abklingen.

Stressmanagement

Bei der australischen Studie erhielten Frauen im Alter von 20 bis 45 Jahren, die an PMS litten, Anleitung zur Selbsthilfe oder wurden zu einer dreimonatigen psychologischen Behandlung eingeladen. Beide Maßnahmen informierten über psychologische Symptome bei PMS und vermittelten Einführungen zu Problemlösungen, zur Entspannung und Techniken des Stressmanagements.

Falsche Ideale hinterfragen lernen

"Bei vielen Teilnehmerinnen verringerte das Gefühle wie Depression, Schuld und Angst deutlich, trotz anhaltender körperlicher Leiden", so Ussher. Ziel der Therapie sei einerseits gewesen, Annahmen des Ideals einer ruhigen, fürsorglichen und allzeit kompetenten Frau zu hinterfragen. "Diese Bilder setzen Frauen unter großen Druck", so Ussher. Andererseits habe man betont, dass Frauen sich nicht schuldig fühlen müssen für normale Reaktionen ihres Körpers.

Die Forscherinnen sehen in den Ergebnissen einen Hinweis dafür, wie sehr das Empfinden vom Wissen über den Körper abhängt. "Die meisten Frauen brauchen keine medizinische Behandlung für PMS. Auch Änderungen des Lebensstils und der Ernährung, Verhaltenstherapie sowie bestimmte Übungen können Symptome zufriedenstellend verringern." Es sei daher wichtig, psychologische Diensten oder Selbsthilfe verfügbar zu machen.

Belastungstagebuch

Auch Ditzen betont den positiven Effekt von Psychoedukation bei PMS, wobei dieser auch Teile der gynäkologischen Praxis beinhalten sollte. Betroffenen Frauen empfiehlt Ditzen die genaue Dokumentation der körperlichen und psychischen Belastungen. "Auch wenn dadurch der Schmerz nicht weniger wird, hilft diese Kontrolle, im Alltag mit ihm zurechtzukommen. Denn wer das prämenstruelle Syndrom als solches erkennt, führt die Leiden nicht mehr ausschließlich auf soziale Umstände zurück." Behandelbar sei PMS am besten durch Übungen zur körperlichen Entspannung, als Ergänzung zur medikamentösen Therapie.

Keine Klarheit

Warum Körper und Psyche vieler Frauen regelmäßig derartige Zustände durchlaufen, wisse man bisher nicht. "Ein Zusammenhang mit dem Geschlechtshormon Östrogen liegt zwar nahe, doch ist dieser bisher nicht direkt belegt. Auch die Sensitivität der Zellen für Progesteron liefert keine eindeutige Erklärung", so Ditzen. (pte)

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13 Postings
presonic
22
22.10.2009, 15:54
PMS lässt sich wunderbar in den griff kriegen durch:

qigong für niere und wenns wirklich schlimm ist: akupunktur.

Naschgul
03
23.10.2009, 10:00

Bei mir hilft - vorausgesetzt, ich nehme das Zeug regelmäßig und über mehrere Monate - Mönchspfeffer ganz gut; hab damit vor Jahren gute Erfahrungen gemacht und mir jetzt wieder eine Packung geholt. Außerdem hab ich weniger Beschwerden, wenn ich regelmäßig Sport treibe - keine Ahnung, warum das so ist :)

presonic
01
24.10.2009, 12:49

kann ich mir auch gut vorstellen.
frauenmantel-schafgarbe-tee wirkt bei manchen auch wunder.
aber ich mag´s halt lieber, wenn ich nichts einnehmen muss. tabletten gibts bei mir schon seit jahren nicht mehr und tees etc. auch nur, wenn nix anderes hilft.

No Country
01
23.10.2009, 13:08

*G* .. aber Männer sollten es nicht nehmen - sonst dürfen sie Mönche spielen :-)

Selma
01
21.10.2009, 21:22

Finger weg von den Hormonen - es gibt andere Dinge, die gut sind und wesentlich besser helfen ...

zB Yamswurzel

Die dritte Seite der Medaille
00
22.10.2009, 11:12

Was ist denn der Wirkstoff der Yamswurzel?

Selma
00
23.10.2009, 13:13

Diosgenin (meines Wissens nach)

Toeris
20
22.10.2009, 11:01
Wenn du für dich beschließt,

dass Hormone für dich keine Lösung sind, dann sei dir das unbenommen. Aber du hast kein Recht, das auch für andere zu tun.

Was für dich richtig ist, ist für andere falsch, weil sie einfach einen anderen Körper haben als du. Und die dürfen das auch ganz ohne deine Genehmigung.

No Country
01
23.10.2009, 13:09

hat sie doch gar nicht - nur gewarnt vor pharmazeutischen Produkten

Selma
01
22.10.2009, 17:33

wers nicht nehmen will wirds eh nicht tun - aber es ist grundlegend falsch sich AUSSCHLIESSLICH auf die Pharmazie zu verlassen ... macht mehr kaputt als sie hilft - weil Ärzte auch nur Menschen sind und Fehler machen ...

google mal nach Yams ... wird zB sehr empfohlen bei den Wechseljahren ...

No Country
00
29.10.2009, 14:26

http://www.mexican-wild-yam.com/menstruation.html

Genau genommen hat sie wirklich recht.
Der Aufsatz dieses Arztes sagt eigentlich genug aus. Wer ein wenig nachdenkt, der kann durchaus auch ganz ähnliche Schlüsse selber ziehen.

contains sugar
02
22.10.2009, 15:53

sie hat aber sehr wohl das recht, andere vor diesen nebenwirkungsreichen präparaten zu warnen.

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