Banda Aceh - In einem Bezirk der indonesischen Provinz Aceh sollen Frauen bald nicht mehr enge Hosen in der Öffentlichkeit tragen dürfen. "Die Mode ist einfach zu offen geworden, ich fühle mich beschämt", sagte der Bezirkschef von West Aceh, Ramli Mansyur, am Dienstag in Banda Aceh.
Künftig sollten Frauen daher nur eine Hose anziehen dürfen, wenn sie dazu auch einen knöchellangen Rock trügen. Nach Angaben von Mansyur haben die Behörden bereits 7.000 Röcke für ärmere Frauen bestellt, die sich einen solchen Rock nicht leisten können.
Aceh ist eine streng muslimische Region Indonesiens, in der seit einigen Jahren die Gesetzgebung der Scharia gilt. Die Provinzregierung hatte das umstrittene Gesetz verabschiedet, welches auch die öffentliche Steinigung von EhebrecherInnen vorsieht. Die Behörden in West Aceh planen nun ein Gesetz zur Regulierung von Frauenkleidung, das im Dezember in Kraft treten soll. Aceh liegt an der Nordwestspitze der Insel Sumatra. (Reuters)
UN soll Warnung ignoriert haben - Klausur in Alpbach befasst sich unter anderem mit Schutz vor sexueller Gewalt
"Es wäre schlecht, am ersten Schultag mit zehn Schulpsychologen vor Ort zu sein": Lieber nur Beratung im Anlassfall
Sohn zur Steinigung verurteilter Iranerin: Weltweiter Druck auf Teheran muss steigen
Generalsekretär Ban Ki Moon will internationale Maßnahmen besser koordinieren
Strafbarkeit erst in den 1990ern abgeschafft: "Wenn einer verantwortlich ist, dann bin ich es"
Frauenministerin will Fortführung der Anstoßfinanzierung über 2010 hinaus, um Ausbau zu garantieren
Bußgeld schon bei Kontaktanbahnung und generelles Verbot von Straßenprostitution gefordert - SPÖ plant Gesetzesnovellierung im Herbst
Vater verhängte Eheverbot - In Saudi-Arabien haben alle Mädchen und Frauen einen "männlichen Vormund"
Noch nie haben sich so viele Frauen um einen Sitz im Parlament beworben, obwohl die Kandidatinnen mit Drohungen und Vorurteilen zu kämpfen haben
Die Buwog stellt dem Verein zwei kostenlose Wohnungen zur Verfügung - Betroffene sollen rasch wieder selbstständig werden
"Ich bin ich" ist der schonungslose Bericht einer Feministin, die sich nach jahrzehntelanger psychischer und physischer Tortur von ihrem "Eigentümer" trennt und einen neuen Anfang wagt
Der Ministerrat hat am Dienstag den entsprechenden Antrag von Annemarie Aufreiter abgelehnt
Demo für Iranerin - Auch Frauenrechtlerin Anna Pak war bei der Kundgebung für die Mutter, die 2006 wegen Ehebruchs verurteilt wurde
Gabriele Heinisch-Hosek fordert weniger Überstunden - 72 Prozent der Überstunden werden von Männern geleistet
Rechtsextremisten stellten ihren Werbespot für die Parlamentswahl am 19. September vor
Parlamentswahl-Kandidat Rojas sammelt Geld für seinen Wahlkampf mit Lotterie und sieht keinen Unterschied zu Verlosungen von Elektrogeräten
Die britische Frauengruppe "Catholic Women's Ordination" will den Ausschluss vom Priesteramt nicht länger hinnehmen
USA räumen Defizite bei Menschenrechten ein - Chancen für Frauen und BürgerInnen hispanischer Herkunft verbessern sich aber
Neues Humanressourcenpaket des Infrastrukturministeriums soll Forschungsprojekte nach Gender-Kriterien bewerten und vergeben
Hamid Karzai will sich für die Sicherung von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gewinne für Frauen einsetzen
Mehr als 150 chirurgische Instrumente wurden in Auschwitz entdeckt - Sie dürften von SS-Gynäkologen Claudberg benutzt worden sein
Die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi eröffnete das Forum Alpbach und richtete mehrere Appelle an die Öffentlichkeit, Kritik an Europa inklusive
Die Textänderung der Bundeshymne ist bei geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen rechtlich zulässig - Grüne und SPÖ sind erfreut
Nach dem Vorschlag eines Mini-Rockverbots droht die Frauenministerin mit Protesten - Gouverneur Sergio Gahona rudert zurück
Männer dürfen in Spanien für Gewalt in der Ehe härter bestraft werden als Frauen - "Frauen in schwächerer Position"
Nach Polygamie-Diskussion und Burka-Debatte nun Ermittlungen wegen Vergewaltigung
Der VSStÖ protestierte mit einer Aktion gegen sexistische Werbung und forderte eine gesetzliche Regelung und Sanktionen
Der Geheimdienst Nationale Agentur für Geographische Aufklärung wird erstmals von einer Frau geleitet
Frauenministerin trifft auf Frauenversteher: Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Beauty-Doktor Artur Worseg fachsimpeln über das Los schöner Frauen
Die medizinische Versorgung kommt einem "Lotteriespiel" gleich - Frauen würden gesetzlich garantierte Leistungen verweigert, kritisiert die NGO
Das Bundesheer rüstet sich für Soldatinnen mit Babybauch - Ein neuer Erlass regelt die Bekleidung für schwangere Bundesheerangehörige - Eine eigene Umstandsmoden-Linie in Tarnfarbe wird es nicht geben
Ärzte ohne Grenzen verweisen auf "alarmierende Muster" - Konfliktparteien werden aufgefordert, ZivilistInnen zu schützen
Neue Regelung soll Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und als Unternehmerinnen stärken
Brigitte Ruprecht resümiert ihr erstes Jahr als ÖGB-Frauenvorsitzende und will "den Finger immer wieder in die Wunde drücken"
Online-Unterschriftenaktion gegen Strafe in Iran
Neuer Ratgeber enthält Tipps für Betroffene und politische Forderungen
Mit "Damenwahl" sollen SteirerInnen für den politischen Handlungsspielraum für Gleichstellungspolitik sensibilisiert werden
Gabriele Michalitsch, feministische Wirtschafts- und Politikwissenschaftlerin, über die Macht der Finanzinvestoren, das "neoliberale Geschlechterregime" und Gender-Budgeting
In ihrem neuen Buch "Zum Mann gehätschelt. Zum Mann gedrillt" ist Pinar Selek den Konstruktionen männlicher Identität auf der Spur - Im Fokus ihrer Erörterung steht der Wehrdienst in der Türkei
In Deutschland rufen Grün-Politiker in dem Manifest "Nicht länger Machos sein müssen" zur Befreiung von Rollenzuschreibungen auf
Die deutsche Netzcommunity traf sich zum vierten Mal in Berlin. Feministische Äußerungen blieben Randnotizen mit lautem Hintergrundrauschen
Eine neue Ausstellung in Dachau zeichnet die Geschichte von sieben Jüdinnen nach, die im Lager ein Kind zur Welt brachten und überlebten
Die Feministin Erika Wisselinck hat die Frauenbewegung und -politik in Deutschland entscheidend mitgestaltet - Jetzt ist ihre Biografie erschienen, die sich als ein Dokument von 50 Jahren frauenbewegter Geschichte erweist
Frau sein heißt hierzulande vor allem schlecht bezahlt sein – Platz 26 hält Österreich im EU-Vergleich. Die Frauenministerin findet das zum "Schämen"
Das Binnen I bekommt Konkurrenz: Der _ stellt Unsichtbarkeit und sprachliche Repräsentation jenseits von "er und "sie" zur Debatte
Eine Auswahl an rezensierten Büchern aus dem politischen Bereich
Literaturempfehlung von der Uni Wien: Martina Schmied, Familienkonflikte zwischen Scharia und bürgerlichem Recht, Peter Lang Verlag, 1999. Das Leben nach der Scharia ist Teil der islamischen Glaubensausübung. Zentral ist das Familienrecht. Damit die Kanalisierung der Sexualtiät zum Zweck der Hervorbringung von Nachkommenschaft und nur in der Ehe. Sexualität ausserhalb der Ehe ist ein Kapitalverbrechen, das schon im Diesseits mit Körperstrafen geahndet wird. Die Körperverhüllung ist eine Konsequenz daraus - sie dient zur Vermeidung sexueller Anziehung unter Fremden. Das war ganz trocken und kurz die Begründung für solche Kleidervorschriften.
Das Publikum ist die Summe der Wählerinnen und Wähler, der Konsumentinnen und Konsumenten, welche am Spektakel Demokratie oder Medienwelt teilnehmen. Ad hoc Versuch einer Definition. Nicht-Publikum wären die ohnehin Wissenden und Mächtigen, die auf der Bühne agieren oder das Publikum lenken, regieren, diesem erklären, was es denken und sagen darf. Gar nicht so einfach, erkenne ich.
Adolf Loos hat dazu in "Kurze Haare" sinngemäß gemeint, dass er nicht durch irgendwelche Vorschriften der Männer wie Frauen auszusehen haben, mit deren sexuellen Phantasien belästigt werden möchte.
Dass der Herr Bezirkschef ob der Beinbekleidung geil wird und damit nicht umgehen kann, sollte sich wirklich nicht auf die ganze Umwelt auswirken.
Vielleicht fühlt der Bezirkschef sich ja beschämt, wenn so offensichtlich wird, dass ärmere Frauen nur ein einziges vorzeigbares Kleidungsstück besitzen, nämlich eine abgelegte Jean eines älteren Bruders und kommt endlich auf die idee, denen aus Mitteln des Bezirksbudgets ein paar neue Teile zu spenden, was er wohl irgenwie rechtfertigen muss...
Im übrigen: Ist nicht gerade Aceh eine christlich dominierte Provinz?
ganz genau das wird der grund für seine beschämung sein. und nichts anderes.
also schlicht eine überbordend-herzerwärmende menschlichkeit, die im ach so bösen westen ja gar nirgends mehr zu finden ist.
und zu "Ist nicht gerade Aceh eine christlich dominierte Provinz?" sagt wikipedia:
"97 % der Bevölkerung sind Muslime, 80 % davon orthodox, sogenannte „Santris“, 2 % Christen. Vor wenigen Jahren wurde in Aceh auf Wunsch der örtlichen Bevölkerung die Schari'a eingeführt."
also von "christlich dominiert" würde ich hier eher nicht sprechen.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.