Hormone für Mittfünfzigerinnen von Vorteil

31. Oktober 2009, 07:00
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    foto: apa

    Unter dem Strich scheine die Hormongabe das Sterberisiko jüngerer Frauen nach den Wechseljahren zu senken, darüber hinaus könne die Therapie die Lebensqualität zumindest in den ersten Jahren erhöhen.

Breit angelegte US-Analyse besagt, dass die Nutzen die Risken für diese Altersgruppe übersteigen

New York - Die umstrittene Hormontherapie für Frauen in und nach den Wechseljahren kann einer neuen Analyse zufolge unter Umständen das Leben verlängern. Allerdings beschränkt sich dieser Vorteil der Behandlung mit Geschlechtshormonen wie Östrogen auf "jüngere" Frauen nach der Menopause.

Das berichtet ein US-WissenschaftlerInnenteam um Shelley R. Salpeter vom Santa Clara Valley Medical Center (Kalifornien) in der November-Ausgabe der Fachzeitschrift "American Journal of Medicine" (Bd. 122, Nr. 11). Sie hatten den Effekt der Hormontherapie bei rund 16.000 Frauen im Durchschnittsalter von 55 Jahren analysiert.

Die Therapie gegen Symptome des Klimakteriums war 2002 durch eine größere Studie, die Women's Health Initiative (WHI), in Verruf gekommen, die Nebenwirkungen und Schädigungen bei mit Hormonersatz behandelten Frauen konstatierte.

Manche Risken gesteigert, manche gesenkt

Die neue Analyse, der die Daten von insgesamt 83.000 Patientenjahren der 16.000 Frauen zugrunde liegen, kam zu dem Ergebnis, dass die Vorteile der Hormonbehandlung bei Frauen "in jüngeren Jahren", also um 55 Jahre, überwiegen und mögliche Nachteile ausgleichen. Das Sterberisiko in dieser Altersgruppe sank demnach um mehr als ein Viertel, verglichen mit unbehandelten Frauen.

Dieses Ergebnis müsse jedoch im Licht der potenziellen Nutzen und Risiken der Hormontherapie interpretiert werden, schreibt Salpeter. Demnach reduziert die Therapie die Gefahr von Herzproblemen, Knochenbrüchen und Darmkrebs, erhöht aber das Risiko für Brustkrebs, Lungenembolie und Schlaganfälle. Unter dem Strich scheine die Hormongabe das Sterberisiko jüngerer Frauen nach den Wechseljahren zu senken, darüber hinaus könne die Therapie die Lebensqualität zumindest in den ersten Jahren erhöhen.

Individuelle Abstimmung

Die meisten MedizinerInnen empfehlen Frauen, das individuelle Für und Wider der Hormontherapie mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt zu besprechen. (APA)

Lady Prudence of Fairfax
00

na geh', net scho wieda! welcome to the city of tombstone, where you can choose the cause of your death...

und wer hat diese studie bezahlt?

die frauen leben ja eh schon länger...sollten sie nicht die männer mehr medikalisieren? oder ist es der versuch die frauen auf dieselbe lebenserwartung runter zu ziehen?

Camilla Vanilla
00
1.11.2009, 12:03
solche studien kommen in regelmäßigen abständen und werden

dann selten widerlegt. weil sie so wahr sind?

johannes huber war einer der großen fürsprecher der hormontherapie in den wechseljahren. frauen würden dann länger "jung und schön" bleiben. wo ist er hinverschwunden? und warum?

solche artikel, die außer dem scheinbaren qualitätsmerkmal "breit angelegte studie", scheinen für einen laien sagen zu wollen: such's dir aus: willst du eher an Herzproblemen, Knochenbrüchen und Darmkrebs leiden oder an Brustkrebs, Lungenembolie und Schlaganfällen? Hm? Na, bei so einer Auswahl fällt die Wahl schwer. Schlingel!

Toeris
01
31.10.2009, 10:55
Ich finds zum Kotzen,

wenn pausenlos irgendwelche schnell hochgezogenen Studien, die ausschließlich dazu da sind, dass sich wieder mal ein Wissenschaftler mit einer Veröffentlichung schmücken kann, auf Frauen losgelassen werden, die damit sowieso nix anfangen können, weil sie daraus für sich selbst keine sinnvollen Schlüsse ziehen können.
Und noch schlimmer finde ich, dass dieser Schmarrn dann auch hier veröffentlicht wird.

Da wird Profilneurose auch noch unterstützt.

zensur passiert
20
31.10.2009, 11:51
Magenspiegelung würde Ihnen sicher helfen

Heimat bist du großer Koffer...
00
31.10.2009, 09:29
Vermutlich eher für "MiTTfünfzigerinnen"...

...

kmmm
00
31.10.2009, 07:28
für die kulturresistentinnen:

das heisst nicht 'Mitfünfzigerinnen', sondern 'MiEtfünfzigerinnen'

... oder, falls ihr den sarkasmus nicht begriffen habt (was ich mir durchaus vorstellen kann) - "MitTfünfzigerinnen"

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