
Eine Diskussion über ein Kopftuchverbot sei trotz aller Kritik "völlig unnötig", so Laura Rudas.
Wien - Laura Rudas, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin, hat den in manchen muslimischen Familien bestehenden Kopftuchzwang kritisiert - ein Verbot kann sie sich aber nicht vorstellen. Gegenüber der Gratis-Zeitung "Heute" (Dienstagausgabe) betonte sie, dass dies rechtlich gar nicht möglich sei. Allerdings will Rudas über Bildungsangebote mehr Aufklärung erreichen: "Ziel muss sein, die Kopftücher abzuwerfen."
Bildungsangebote
Eine Diskussion über ein Kopftuchverbot sei trotz aller Kritik "völlig unnötig", betonte Rudas, "das geht auch gar nicht". Trotzdem will sie als "emanzipierte Frau" junge Mädchen dazu bringen, dieses "Symbol der Ungleichbehandlung" abzunehmen. Funktionieren solle das über Bildungsangebote wie das Kindergartenjahr, sowie die ganztägige Schule. Dort müssten junge Muslimas "zur Selbstbestimmung erzogen werden. "Auch die Aufklärung in Europa hat nicht von einem Tag auf den anderen funktioniert", so die SP-Bundesgeschäftsführerin, die auch anmerkt, dass das Kopftuch in Istanbul bei weitem nicht so präsent sei, wie in Österreich.
Auch beim von der SPÖ gestarteten Projekt "Österreich 2020" soll das Thema Kopftuchzwang "definitiv" behandelt werden. Laut Rudas muss man dabei auch gar nicht erst um Positionen ringen, die Kritik sei keine neue Position. (APA)
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