Laura Rudas: "Ziel muss sein, die Kopftücher abzuwerfen"

03. November 2009, 11:38

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas kritisierte Kopftuchzwang - Statt einem Verbot will sie "Aufklärung"

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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nemo sander
11.11.2009 06:01
Emanzipation heute = Muslima hat sich der Kleiderordnung

von Alice Schwarzer und Laura Rudas zu unterwerfen.
Eine Muslima die es wagt das zu tragen was sie will muss gemobbt und drangsaliert und vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden.
Das ist der neue Feminismus.
Gratulation.

Chessie
30.12.2009 16:05
unbedecktes "Frischfleisch" ??

Mufti gibt Unverschleierten Schuld an Vergewaltigungen
Australiens oberster muslimischer Geistlicher hat mit einer Predigt einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Unverschleierte Frauen, so hatte der Mufti gesagt, seien selbst Schuld, wenn sie Opfer sexueller Gewalt würden. Kritiker fordern nun, er solle das Land verlassen.




Hamburg - "Wenn man Fleisch unabgedeckt nach draußen auf die Straße stellt, in den Garten, in den Park oder auf den Hinterhof - und die Katzen kommen und fressen es: Wessen Schuld ist das dann - die der Katze oder die des unabgedeckten Fleisches?", fragte Scheich Taj el-Din Hamid al-Hilali in seiner Predigt vor einigen Wochen, die jetzt übersetzt worden ist - und beantwortete die Frage gleich selbst. "Das nicht

Außerirdischer
15.11.2009 10:39
Wenn sie sich mit Motorradhelm mit Vollvisier um einen Job bewerben, wird es auch schwierig werden!

Vielleicht gründet ja auch einer eine Religion wo man/frau mit Taucherausrüstung, Neoprenanzug, Taucherbrille und Schnorchel herumlaufen muß!

Als Atheist ärgert mich, wozu ''Gott'' alles mißbraucht wird, was eindeutig von Menschen erfunden wurde!

potz
16.11.2009 02:45

ja genau: spott hilft immer bei komplexen debatten.

Cognos 
04.11.2009 16:47
Das Kopftuch ist nicht nur ein Kleidungsstück...

...es ist ein Symbol. Leider sind Politiker (u. a. eben auch Laura Rudas) nicht gerade bekannt dafür, gut informiert zu sein. Warum kein Verbot? Lt. Koran (33,60) sollen Frauen beim Ausgehen ihr Antlitz bedecken, um nicht belästigt zu werden. Gläubige Muslime dürfen also Frauen auf offener ansprechen, die keine Bedeckung tragen? Wäre sogar einer Laura Rudas nicht recht. Klare Distanzierung von dieser veralteten Regelung, dann seid ihr wieder glaubwürdig, liebe SPÖ!

Abra
04.11.2009 19:20

..nicht "das Antlitz" sollen Frauen lt. Koran bedecken, sondern (wörtlich): "ihren Schmuck".

= wohl: Dekolleté und die Arme, also jene Stellen, wo Frauen in der Regel tatsächlich Schmuck tragen.
Wohl auch das Haupthaar, weil entweder auch in dessen Nähe Schmuck getragen wird (zur historisch relevanten Zeit wurde): = Haarreifen, Ohrgehänge.
Vielleicht auch, weil das Haar als besondere "Zierde der Frau" galt.

Zweck dieser Vorgabe: "damit sie (=die Frauen) nicht belästigt werden".

Heutzutage wird immer gleich zuerst an sexuelle Belästigung gedacht.
Aber wenn mir jemand in handgreiflicher Weise zu nahe kommt, weil er/sie mir meinen Klunker herunterreissen will, langt dies fürwahr auch!



Vom Gesichtbedecken steht nirgendwo etwas.

Chien de Pique 
05.11.2009 01:30

Ja, sicher die Klunker sind zu verhüllen, wohl wegen der Taschendiebe. So wird es gewesen sein, genau.
Ich lege die Ohrringe an und dann tu ich den Schleier drüber. Ich lege die Halskette und die Armreifen an und dann hülle ich mich in den Sack.
Wenn ich die Halskette, die Ohrringe und die Armreifen nicht trage, verhülle ich mich nicht, da kann ich auch nackend gehen, kann ja keiner was stehlen.
So war es ganz sicher gedacht.

Schon mal das von der sinnreichen Erfindung Metapher gehört? In der Bibel lebt ein ganzes Buch von Metaphern für erotische Dinge.

Beim Haar kommen Sie der Sache schon näher.

Mir hat hier einmal eine fromme Dame, eine ähnlich begnadete Exegetin, allen Ernstes erklärt, dass das erlaubte Schlagen der Frauen eigentlich das Prägen ist (denn Münzen schlägt man auch, spricht man prägt sie). Der Ehemann prägt die Frau, er formt ihren Charakter.

OMFG

Lectrice
05.11.2009 15:12

Das hatte damit zu tun, dass eine Frau bei einer Scheidung nur das mitnehmen durfte, was sie am Körper trägt - also trug sie ihren Schmuck, den sie bei ihrer Hochzeit bekam. Der Schmuck wurde also nicht nur zur Zierde getragen, sondern war auch eine Art "Vorsorge" sollte sie vom Mann verstossen werden. In dem Zusammenhang wird das Ganze verständlicher

Chien de Pique 
05.11.2009 15:39

Ja klar, so wird es ganz verständlich. Die Frau muss den Schmuck schützen, damit er nicht gestohlen wird - und deswegen trägt sie ihn, die Zierde, öffentlich unter der Verhüllung (statt ihn zu Hause in der Schatulle zu lassen).

Tut mir Leid, aber dadurch wird die Interpretation kein Stück haltbar. Es ist vollkommen abstrus anzunehmen, dass derjenige, der selber die Regeln für Scheidungen gemacht hat, die Bedeckungsregel erfunden haben soll, damit Frauen im Scheidungsfall auf ihren Schmuck zurückgreifen können.

Es geht um Sexualmoral, öffentliche Ordnung, Ehre, nicht mehr, nicht weniger.

witherabbitt 
06.11.2009 07:07


Nach jüngsten Aussagen der Kairoer Universität ist das Kopftuch nicht islamischen Ursprungs. Ob dies auch auf die im Koran befindliche Stelle zu beziehen ist, etwa, daß darin auf außerislamische Gepflogenheit Rücksicht genommen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

Chien de Pique 
06.11.2009 14:34

Das stimmt wahrscheinlich. Aber das ändert dann nur an der Einschätzung etwas, welche Partien des Frauenkörpers nun Schmuck (bzw. schmuck) sind oder nicht.

Cognos 
04.11.2009 23:21
Natürlich gibt es verschieden Übersetzungen.

Ich verwende die Ludwig Ullmann Übersetzung, 7. Auflage aus dem Jahre 1959. Welche verwenden Sie? Umso mehr ist es nicht mehr zeitgemäß, weil Frauen meistens (keinen wertvollen) Schmuck tragen und wenn ja, er auch sichtbar sein und sie die Freiheit haben sollte, ihn zu zeigen.

baneck08
04.11.2009 19:15
"...dass dies rechtlich gar nicht möglich sei"


Leseschwäche?

Simon Says
04.11.2009 16:38

Also meine Oma hat auch immer ein Kopftuch getragen. Jedesmal wenn sie ausser Haus gegangen ist, hat sie sich ein Kopftuch umgebunden, wenn sie in die Kirche gegangen ist, hat sie sich ein Kopftuch umgebunden.

Meine Oma war keine Muslime und jetzt würd mich Interessieren, was dieses Theater um das Kopftuch wirklich soll?

Ein Kopftuchverbot durch die Politik ist Verfassungswidrig da religiös motiviert. Meiner Meinung nach ist das auch ein grosser Eingriff in die persönliche Freiheit.

Wenn dann müsste eine Uni Kleidervorschriften machen, die aber dann JEDER zu befolgen hat.
Z.B. ordentliche Schuhe und keine FlipFlops

Cognos 
04.11.2009 21:18
Der Unterschied ist ganz einfach...

Angenommen, ich würde das Hakenkreuz schön finden und möchte ein T-Shirt mit diesem Zeichen tragen. Ich werde in Wien damit Probleme bekommen, es ist nunmal ein Symbol für ein menschenverachtendes System. Angenommen, deine Oma möchte ein Kopftuch tragen. Sie wird da nicht eigene Stoffe (meist teuer) und eine eigene Bindtechnik verwenden, man wird sofort erkennen, dass sie es aus völlig anderen Motiven trägt. Und deine Oma macht das nicht, weil ein sehr patriarchalisches, autoritäres System mit (unbewusster) Referenz auf diese Koranstelle (33,60) sie dazu von klein auf erzogen hat. Diese muslimisch motiverten Kopftücher sind ein Symbol für die Unterdrückung der Frau. 1400 Jahre alte Strukturen aus der Wüste sind einfach überholt :-).

potz
16.11.2009 02:48

also ein kopftuch ist jetzt im prinzip ein hakenkreuz?

wow.

bixente uhudla  
04.11.2009 21:13

wo spricht frau rudas von einem kopftuchverbot?

wie kommen sie auf das? leseschwäche?
generation pisa?

meine oma hat auch kopftuch getragen-wenn es kalt war,und sie ausser haus musste-und sonst eigentlich nie...

Otto der Bauer 
04.11.2009 18:49
Seyran Ates, deutsch-türkische Anwältin, Mitglied der Deutschen Islam Konferenz

„Jede Frau mag selbst entscheiden, ob sie mit Kopftuch kocht oder einkauft, Feministinnen mögen ein Kopftuch umbinden wie Simone de Beauvoir, bei der Fahrt im offenen Cabriolet mag es ebenso praktisch sein wie bei der Feldarbeit oder bei Renovierungsarbeiten in der Wohnung. Solange das Kopftuch getragen wird, um sich vor Dreck und Schmutz, vor Wind und Wetter zu schützen. Bitteschön. Religiöse Gründe jedoch, die im Dienste der Geschlechtertrennung und zur Markierung der Frauen als "das andere Geschlecht", das minderwertigere, das schwache, das verführerische Geschlecht dienen, dürfen wir nicht länger akzeptieren.“
ich hoffe, dass beantwortet ihre frage.

Cognos 
04.11.2009 23:29
Seyran Ates vor!

Kann mich Ihrer Meinung voll anschließen, Herr Bauer, der erste Kommentar hier, den ich als "Brilliant" markiere! Empfehle allen Vertretern dern "Multi Kulti Gesellschaft" ihr hervorragendes Buch. Diese türkische Juristin weiß, wovon sie spricht.

Chien de Pique 
04.11.2009 18:36

Dass Rudas ein Kopftuchverbot ablehnt, haben Sie eh mitbekommen? Es diskutiert auch niemand in Österreich in Kopftuchverbot (nicht einmal das in vielen deutschen Ländern selbstverständliche Verbot für Lehrerinnen im Dienst) - allenfalls ein Burkhaverbot.

Elsbein
04.11.2009 18:35

Auch religiöse Jüdinnen tragen Kopftücher (oder vergleichbare Kopfbedeckungen), um ihr Haar für ihren Ehemann zu verhüllen - das stört ja auch niemanden, also warum diese dauernde Stimmungsmache gegen das islamische Kopftuch?

vor diktat verreist
04.12.2009 12:54

"Auch religiöse Jüdinnen tragen Kopftücher..."
Wenn Sie mit "Kopftücher" Perücken meinen....

Chien de Pique 
05.11.2009 15:42

Die sind a) verheiratet und somit erwachsen, was beim K-Tuch nicht garantiert ist. Jedenfalls keine kleinen Kinder.
b) in Österreich quantitativ ziemlich unbedeutend
c) ist die Art Verhüllung in der Regel dezenter, weniger offensiv
d) kann ich mich an keine Klage, keinen Prozess in diesem Zusammenhang erinnern-
nicht zuletzt, e) erzeugt ihre Religion auch weit weniger Angst und Verunsicherung, nicht zuletzt mangels Anspruch auf Weltherrschaft.

Lectrice
05.11.2009 15:16

Viele tragen Perücken um ihr natürliches Haar zu bedecken.

Cognos 
04.11.2009 21:38
Juden oder Muslime?

Da ist aber schon ein gewaltiger Unterschied. Die Juden wollen ihren Glauben auf keinen Fall verbreiten, sondern bleiben unter sich und bilden elitäre Gruppen, wo Wissenschaft und Bildung hohen Stellenwert genießen. Dies ist bei Muslime nicht der Fall, wieviele muslimische Nobelpreisträger kennen Sie? Die Gatten und Väter der Kopftuchträgerinnen, die bei uns sind, bestehen zum Großteil aus BMW-Fahrern, die über den Gürtel rasen, sich über Autos unterhalten und Fußball (meist zusehen) frönen. Bitte etwas tiefer blicken!

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