Inwieweit der Erfolg von Comic-Autorinnen wie Marjane Satrapis das männlich dominierte Genre verändert hat, ist Thema bei Reihe "Gender in der Populärkultur"
Die Reihe "Kunst - Forschung - Geschlecht. Gender in der Populärkultur" an der Universität für Angewandte Kunst Wien bringt in ihrer Fortsetzung das spannende Thema "Comic und Gender" aufs Tapet. Am Mittwoch, 11. November wird Jana Sotzko über "Wonder Woman has landed - Bemerkungen zu Gender im Comic" referieren.
Im Vortrag soll am Beispiel von Alison Bechdels "Fun Home" und Marjane Satrapis "Persepolis" aufgezeigt werden, inwieweit der aktuelle Erfolg einzelner Comic-Autorinnen den öffentlichen Blick auf ein weithin als männlich dominiert rezipiertes popkulturelles Phänomen verändert und wie insbesondere Geschlechterkonstellationen im Spannungsfeld aus Markt, öffentlichem Interesse und der Geschichte eines noch jungen, aber ausgesprochen breitenwirksamen Mediums neu verhandelt werden müssen.
Abkehr von der tradierten Wahrnehmung
Der erste Teil stellt für die Genderforschung relevante Aspekte vor allem des US-amerikanischen Comics vor, darunter die sogenannte Good Girl Art, die populären Girls' Comics der 1940er und 50er Jahre, stereotype Geschlechterrollen im Superheldengenre sowie die Abkehr von der tradierten Wahrnehmung von Männlichkeit und Weiblichkeit in den Underground-Comix der 1960er und 70er.
Zur Vortragenden
Sotzko hat ihr Studium der Germanistik, Amerikanistik und Musikwissenschaft in Dresden und Washington D.C. absolviert und ihre Magisterarbeit über "Literaturadaptionen im Medium Comic" verfasst.
(red)