
Olympe de Gouges wurde im deutschen Sprachraum mit ihrer "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" bekannt.
Olympe de Gouges bezeichnete sich in ihrer Schrift "Pronostic sur Maximilien Robespierre" (1792) als Amphibie und brachte damit ihre Unzuordenbarkeit innerhalb der bestehenden (Geschlechter-)Kategorien zum Ausdruck. In der Gesellschaft ihrer Zeit hat sie genauso wie in der Nachwelt Irritationen erzeugt und für Polarisierung gesorgt. Sie wurde verherrlicht oder verunglimpft und ist bis heute Gegenstand wilder Spekulationen.
"Meine Stimme wird sich aus der Tiefe meines Grabes Gehör verschaffen", schrieb sie aus dem Gefängnis an das Revolutionstribunal wenige Wochen vor ihrer Hinrichtung. De Gouges wurde im deutschen Sprachraum mit ihrer "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" bekannt. Bis heute allerdings ist ihr gewaltiges Oeuvre, mit dem sie zu einer Vielzahl von gesellschaftstheoretischen, politischen und sozialen Themen Stellung genommen hat, weder zusammengetragen oder erfasst, noch bearbeitet.
Viktoria Frysak hat in Zusammenarbeit mit dem IWK (Institut für Wissenschaft und Kunst) nun eine Tagung zu Olympe de Gouges konzipiert und organisiert.
Programm
10:00 Uhr - Viktoria Frysak
Begrüßung und Einleitung
10:30 Uhr - Birgit Reuille-Rompré
Zwischen Diffamierung und Einflussnahme
l'administration nocturne des femmes
11:30 Uhr - Lesley S. Curtis
Zamore et Mirza - Sklaverei auf der Bühne:
Olympe de Gouges und der haitianische Sklavenaufstand
13:30 Uhr - Laurette Burgholzer
Amazone des lettres und politisches (Nicht-)Theater:
Die Marginalisierung de Gouges' als Dramatikerin
14:30 Uhr - Corinne Walter
Frauenrechte sind Menschenrechte:
Homme, es-tu capable d'être juste?
15:30 Uhr - Viktoria Frysak
Olympe de Gouges' politisches Engagement:
Fière et hardie comme Jean-Jacques (red)
Termin
Samstag, 21.11.2009
Institut für Wissenschaft und Kunst, 1090 Wien, Berggasse 17
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