
Die UN-Statistikzeigt auch, dass nationale Regierungen UNO-Anträge auf Strafverfolgungen bei sexuellen Übergriffen häufig ignorieren.
Genf - Mindestens 50 Blauhelmsoldaten sind in den vergangenen drei Jahren wegen sexueller Übergriffe während ihrer Einsätze in UNO-Friedensmission verurteilt worden. Die Strafen wurden von den jeweiligen Herkunftsländern der Beschuldigten verhängt und reichten von militärischer Degradierung bis zu acht Monaten Gefängnis, wie die Vereinten Nationen am Donnerstag in Genf mitteilten.
Demnach stiegen die Strafverfahren im Jahr 2009 deutlich an.
Mit der Veröffentlichung dieser Statistik reagierten die Vereinten Nationen auf wiederholte Anfragen von Medien, was mit Blauhelmen geschehe, die sich Vergewaltigungen und anderer Übergriffe auf die Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten schuldig gemacht hätten, etwa im Kongo. Die UNO teilte allerdings nicht mit, aus welchen Ländern die Verurteilten stammen und wo ihre Vergehen stattgefunden haben.
Ferner wurde aus der Statistik auch deutlich, dass nationale Regierungen UNO-Anträge auf Strafverfolgungen bei sexuellen Übergriffen häufig ignorieren. (APA)
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