
Romy Schneider und Jessica Schwarz
Wien - Kein Jahr ohne Gedenken an Romy Schneider: Nach ihrem 25. Todestag im Mai 2007 und ihrem 70. Geburtstag im September 2008 gibt es auch heuer Anlass, die österreichische Filmdiva zu feiern: Am Mittwoch feierte im Rahmen eines ORF-Programmschwerpunktes der Fernsehfilm "Romy" mit Jessica Schwarz in der Hauptrolle ORF-Premiere. Zusätzlich werden die Sissi-Filme, aber auch Klassiker wie "Swimmingpool".
Auf der Suche nach Liebe
Anlässlich ihres 70. Geburtstags entstand die Koproduktion "Romy" von ORF mit ARD, SWR, NDR und WDR unter der Regie von Torsten C. Fischer. Sie spürt dem Mythos der gefeierten Schauspielerin nach, "die trotz der großen Erfolge immer rastlos auf der Suche nach dem Glück und der Liebe war", so eine Aussendung. "Ich habe dem Film etwas Skizzenhaftes gegeben", erklärte der Regisseur. Vieles, zum Beispiel in der Beziehung zu ihrem französischen Dauerverlobten Alain Delon und dessen Verbindung zum Star-Regisseur Luchino Visconti, wird nur angetippt. Drehbuch-Autor Benedikt Röskau: "Ich hatte keine Angst vor Delons Anwälten, eher vor seinen Bodyguards." Im Ernst: "Ich habe mich im Drehbuch ganz auf Romy konzentriert. Die anderen Figuren sollten sie nicht beiseite drängen."
Während weder Fischer noch Röskau Romy persönlich kannten, war Maresa Hörbiger, Darstellerin der Romy-Mutter Magda Schneider, ganz gut mit ihr bekannt. Die Burgschauspielerin verteidigt die "Sissi"-Filme: "Kitsch, klar, aber Romy war schon dort als ganz großes Talent zu erkennen." Und sie verteidigt die oft als karrierebesessene Star-Rabenmutter verteufelte Magda: "Sie war in Romys Kindheit nicht viel da, hat immer hart gearbeitet, wie meine Eltern auch, stimmt. Aber für wen rackern sich Schauspieler so ab? Doch auch für ihre Familien, denen es gut gehen soll."
Weitere Rollen
"Es ist nicht die einzige Parallele zwischen uns", betont auch die Romy-Darstellerin Jessica Schwarz: "Wie sie habe auch ich wahnsinnig jung angefangen, beide haben wir nie eine Schauspielschule besucht, und ich verstehe ihre Angst, zu versagen, nichts richtig zu machen." In weiteren Rollen sind Heinz Hoenig, Karlheinz Hackl, Guillaume Delorme, Thomas Kretschmann, Erni Mangold und Hannes Thanheiser zu sehen.
Programmschwerpunkt
Im Programmschwerpunkt des ORF wird außerdem am 15. November um 23.05 Uhr die Doku "Romy Schneider - Eine Frau in drei Noten" wieder ausgestrahlt. Die Filmklassiker "Swimmingpool" und "Die Bankiersfrau" stehen am 16. (0.00 Uhr) und am 20. November (0.05 Uhr) auf dem Programm, schon seit dem 1. November erlebt Ernst Marischkas "Sissi"-Trilogie ein Dakapo. Der mehr als 50 Jahre nach Marischkas "Sissi" entstandene Zweiteiler "Sisi" unter der Regie von Xaver Schwarzenberger steht als ORF-Premiere im Weihnachtsprogramm am 27. und 30. Dezember 2009, jeweils um 20.15 Uhr, auf dem Programm von ORF 2. (APA/dpa)
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Jessica Schwarz schaut Romy zwar ein bissl ähnlich, aber der Hauch Ähnlichkeit ist leider alles, was die beiden verbindet. Ihr fehlt der Charme, der Liebreiz, die Grazie und Anmut von Romy. Und vor allem das bezaubernde Lächeln. Jessica ist nett, Romy hingegen umwerfend. Da dieser Romy'sche Charme unerreicht bleibt, war der Film sehr farblos-fad. Man hatte Sehnsucht nach Romys entzückendem Lachen, und bekam ein ganz gewöhnliches Lächeln zu sehen. Man hatte Sehnsucht nach ihrer erotischen Stimme und musste sich mit einer durchschnittlichen Stimme zufrieden geben. Reste à ajouter: Lieber Filme von Romy schauen als Filme über sie.
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