Kein chancengleicher Bildungszugang für gehörlose Frauen

20. November 2009, 11:10

Grazer Institut für Translationswissenschaft befragte ExpertInnen und Betroffene und berichtet über alarmierende Ergebnisse

Graz - Laut einer österreichweiten Studie des Instituts für Translationswissenschaft (ITAT) an der Universität Graz haben gehörlose junge Frauen keinen chancengleichen Bildungszugang. Sylvia Grünbichler von der AG Gebärdensprache erklärte bei der Präsentation der Forschungsergebnisse am Freitag, dass sowohl in den Gehörlosenschulen als auch in den Regelschulen das zentrale Bildungsziel die Lautsprachförderung sei und die Bildungsinhalte dabei auf der Strecke blieben.

Erhebliche Nachteile im Erwerbsleben

Die Studie wurde in Form von qualitativen Interviews mit ExpertInnen aus der Praxis der Arbeitsmarktintegration sowie mit gehörlosen und schwerhörigen Frauen im Alter von 15 bis 25 Jahren durchgeführt. Das Ergebnis sei alarmierend: Die Folge der mangelnden Bildungsinhalte seien erhebliche Nachteile im Erwerbsleben. Um zu verhindern, dass die Frauen als Hilfsarbeiterinnen am Arbeitsmarkt landen, müssten neue Berufsbilder installiert und spezielle Ausbildungen für Gehörlose angeboten werden.

Vorschläge für Maßnahmen, die die Situation der betreffenden Frauen verbessern könnten, seien u.a. die Förderung des Zugangs zu technischen und handwerklichen Berufen, Möglichkeiten zur Weiterbildung während der Karenz sowie Angebote für nachholende Bildung zur Verbesserung der Grundqualifikation und Allgemeinbildung. (APA)

Info

Die Forschungsberichte können ab 2010 auf der Website des ITAT abgerufen werden. 

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knurrhoernchen
25.11.2009 14:44
Wenn wir schon dabei sind, dann auch eine Zitrone für die Redaktion

"Kein chancengleicher diestandard-Forumszugang für blinde Frauen."

*Fuzzy Logic*
20.11.2009 17:55

Und die Schulen werden nur von Frauen besucht, oder hat das einen besonderen Grund, dass man die Männer aus der Population ausgeschlossen hat?

Mal ganz ehrlich: wenn ich in meiner Diplomarbeit so ein unausgereiftes Konzept verwende, fragt mich jeder (!) Prof. (ausgenommen die Autorinnen dieser Studie, die das offensichtlich i.O. finden), ob ich deppat geworden bin 50% der mich interessierenden Stichprobe mal einfach so auszuschließen.

Wo bleibt in solchen Fällen die (wissenschaftliche) Frauen-Populismus-Zitrone? Hier wird das Thema der Emanzipation als Vorwand genommen um eine Studie zu rechtfertigen, die aufgrund der offensichtlichen Mängel am besten in der nächsten Schublade verschwinden sollte bzw. diese am besten nie verlassen hät

Der Unkurze
23.11.2009 11:26

meine simple Theorie dahinter... vl. gab es Fördergelder für Studien die belegen, das Frauen benachteiligt werden..

Bon Cheauvi
20.11.2009 13:51

Na Gott sei Dank gibt es in Österreich in Gehörlosenschulen eine strikte Geschlechtertrennung! Sonst wären am Ende ja sogar noch Männer ebenfalls betroffen. So hingegen beschränkt sich das Problem lediglich auf Frauen, welche hier wiedermal - wie auch sonst überall in der Gesellschaft - rücksichtslos benachteiligt werden.

Toeris 
20.11.2009 15:06
Die Standard

heißt das hier. Hier geht es nun mal um Frauen-Bereiche. Wenn dir das zu hoch ist:
http://www.playboy.de/

Das wirst dann sicher schaffen ;)

GreyPaladin  
25.11.2009 13:33

Mir wurde immer wieder erklärt hier geht es um Genderthemen.
Aber ehrlich gesagt glaub ich nur das es eine Arbeitsplatzbeschaffung für ein paar ewig gestrige ist.

Mac Smith
23.11.2009 17:36
"Hier geht es nun mal um Frauen-Bereiche."

Und ich dachte um "Emanzipation [tm]".
So kann man sich irren.
Trotzdem danke für Ihre Ehrlichkeit.

Simskoarl  
20.11.2009 13:34
Wenn das gehörlose Männer gewesen wären

hätte es diese Meldung wohl nicht mal zu einer Randnotiz gebracht.

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