Oberösterreich

AK-Kinderbetreuungsatlas zeigt Verbesserungen

von Redaktion  |  26. November 2009, 12:09

Aber: Ein Drittel der Gemeinden ohne Betreuung für Unter-Dreijährige - Öffnungszeiten stelle Eltern oft vor Probleme

Vor zehn Jahren hat die Arbeiterkammer (AK) den ersten Kinderbetreuungsatlas präsentiert. Seitdem ist das Angebot kontinuierlich besser geworden, doch es klaffen immer noch große Lücken, heißt es anlässlich der Präsentation des aktuellen Atlas am Donnerstag. So gibt es in einem Drittel der oberösterreichischen Gemeinden keine Betreuung für Unter-Dreijährige: "Auch die Öffnungszeiten stellen viele Eltern vor fast unlösbare Probleme", sagte AK-Präsident Johann Kalliauer.

Defizite teils ausgebügelt

Seit dem Vorjahr gab es in 109 Gemeinden Verbesserungen, meist handelt es sich um Mitbetreuung der Unter-Dreijährigen im Kindergarten. Die Zahl der Gemeinden, in denen es weder einen Kindergarten mit Mittagessen noch ein Betreuungsangebot für Kleinkinder und Volksschulkinder gibt, ist gegenüber dem Vorjahr von 89 auf 61 gesunken. Das sind zwar immer noch 13,7 Prozent der oberösterreichischen Gemeinden, dennoch zeigt sich laut AK deutlich die Tendenz zu verbesserten Strukturen: Beim Kinderbetreuungsatlas 2000 lag der vergleichbare Wert noch bei 43,6 Prozent.

"Mit unserem alljährlichen Aufzeigen der Defizite haben wir uns nicht nur Freunde gemacht. Aber wir haben etwas bewirkt", kommentierte Kalliauer die durchaus erfreuliche Entwicklung. Mit der Kindergarten-Pflicht für Fünfjährige und dem Gratis-Kindergarten seien außerdem wichtige AK-Forderungen erfüllt worden. 

Aufwertung der Kinderbetreuung

Eine Reihe von Herausforderungen steht allerdings noch an, so Kalliauer: Neben dem flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen rücken immer mehr die Themen Bildung und Förderung in den Vordergrund. Eine rasche Entwicklung des Kindergartens zu einer Bildungsinstitution samt Aufwertung und Professionalisierung der Kindergarten- und HortpädagogenInnen ist laut AK hier ebenso wichtig wie die Entwicklung und Umsetzung eines nationalen Bildungsplans, der Qualitätsstandards in der Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder definiert. Weitere Forderungen sind kleinere Gruppen, Ganztägigkeit als Prinzip, ganzjähriges Leistungsangebot und die schrittweise Ausdehnung der Kindergartenpflicht. (red)

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Detail-Ergebnisse des Kinderbetreuungsatlas 2009 der AK

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Freigeistin1
26.11.2009 14:54

Kindergartenpflicht?????
Wie krank ist das denn?
Va. rechtlich wohl sowieso nicht durchzusetzen, da wir ja nicht mal eine Schulpflicht im engeren Sinn haben (Ausbildungspflicht mit Recht auf Heimunterricht).
Die, die ihre Kinder in den KiGa geben wollen, sollen dies bitte tun. Die, die ihre Kinder gerne zu Hause betreuen, sollen dies aber bitte genauso dürfen!
Ich hätte mir meine Kinder nicht wegnehmen lassen!

Tethys
26.11.2009 16:04

Was spricht gegen ein verpflichtendes Kindergartenjahr für 5jährige?

Freigeistin1
27.11.2009 11:18

Ich denke das wird rechtlich gar nicht durchgehen! Und es gibt ja genug Ausnahmen.
Verpflichtend wäre doch nur für Ausländerkinder positiv, damit sie deutsch lernen.
Aber ganz ehrlich, in Wien hätte ich meine Kinder (obwohl es damals noch nicht so schlimm war) nie in den KiGa gegeben! Allerdings kommt es natürlich auf den Bezirk an.
Da wir aber am Land leben und der nächste KiGa mind. 20 km entfernt gewesen wäre, wären wir sowieso in die Ausnahmeregelung gefallen.

Ich wehre mich halt gegen Verpflichtungen - gerade in Bezug auf Kinder.

Sambapati
06.06.2010 13:41
was halten sie davon..

dass mit 5 festgestellt wird, ob die soziale entwicklung des kindes mit der schulsituation umgehen wird können?

mein exfreund wurde zur oma anstatt in kiga gesteckt - im 1. schuljahr hatte er große soziale probleme, die eine gewisse eigendynamik erwiesen. ich glaube, soetwas kann man rechtzeitig erkennen. ich finde das soziale umfeld des kiga schon wichtig, wer kann denn das dem kind daheim schon geben.

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