Gesetze können Gewalt minimieren - diese jedoch auch verfestigen. Gesetzliche Regelungen sollten strukturelle und individuelle Gewalt reduzieren und den Betroffenen gleichzeitig Schutz bieten. Die Realtität zeigt uns jedoch, dass Gewalt eine jahrhundertelange Geschichte in Europa hat, die bislang nicht unterbrochen worden ist. Die aktuellen Migrationsgesetze und der öffentliche Diskurs über Migration, Migrantinnen und Migranten, reproduzieren und verstärken strukturelle Gewalt sogar noch.
Im Videobeitrag der Migrantinnenselbstorganisation LEFÖ wird das Ineinanderwirken und gegenseitige Verstärken von struktureller Gewalt und gesetzlichen Bestimmungen hervorgehoben. LEFÖ-Mitarbeiterinnen treten vor die Kamera und geben in verschiedenen Sprachen (Spanisch, Französisch, Bulgarisch, Rumänisch, Ungarisch, Portugiesisch, Deutsch) ihrer Überzeugung Ausdruck, dass strukturelle Gewalt gegen Migrantinnen abgebaut werden muss. (red)
Info:
Das Videoprojekt "Klappe auf!" ist eine Aktion im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" 2009. Es wird getragen von den Autonomen Österreichischen Frauenhäusern, CARE Österreich, Frauensolidarität, LEFÖ - Beratung, Bildung und Begleitung für Migrantinnen, Miteinander Lernen - Birlikte Ögrenelim sowie WIDE - Netzwerk Women in Development Europe.
Der Vor- und Abspann wurde von Doris Mayer gestaltet.
Bearbeitung und Schnitt der Beiträge: Katja Schröckenstein.
Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung der MA 57- Frauenabteilung der Stadt Wien realisiert.
Link
Verein LEFÖ - Beratung Bildung und Begleitung für Migrantinnen
Alltagsgeschichten von Migrantinnen sind oft von diskursiver Gewalt geprägt - der Clip von LEFÖ, Peregrina und Miteinander Lernen
Katherine Ronderos zu Frauenmorden und wirtschaftlicher Benachteiligung in Honduras - Clip der Frauensolidarität
Frauen aus den Kriegsgebieten berichten über ihre Flucht - ein Videoclip von CARE
Was bedeutet "strukturelle Gewalt" gegen Frauen in der gegenwärtigen Krise? Die Soziologin Christa Wichterich im Gespräch mit WIDE-Koordinatorin Claudia Thallmayer
Im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt" zeigen wir Videoclips österreichischer Fraueneinrichtungen zum Thema Gewalt an Frauen: Den Beginn macht der Beitrag der Autonomen Frauenhäuser
...nicht böse sein, aber das Video ist völlig frei von jeder Sinnhaftigkeit.
Was es wirklich braucht sind extrem strenge Anti - Gewalt - Gesetze, das muß schon im Teenager - Alter anfangen.
Jugendliche Gewaltverbrecher wie Erwachsene behandeln, bei besonders gewalttätigem Vorgehen schon für 14 - jährige lebenslange Sicherheitsverwahrung (ich meine das ernst, btw!) - und in 20 Jahren werden wir Gewalt in der Gesellschaft bestenfalls noch als historische Anekdote wahrnehmen.
Ich habe nicht den Eindruck, dass man mit so einem laschen Clip irgendetwas anregen kann. "Strukturelle Gewalt an Frauen" - wird zwar als Wortkreation in diesem Video als tolle neue Erkenntnis zelebriert - jedoch: WER soll mit so einer nichts sagenden Darstellung etwas anfangen können???
Was Leute brauchen, um zu verstehen, sind Beispiele, konkret ausformulierte Zusammenhänge. Leider mutet dieses bizarr designte Video sehr unergiebig an. Wenn ich es sehe, dann entringt sich mir höchstens ein "Aha???", gefolgt von einem "Ja eh, aber was genau ist jetzt Sache?" und lande schließlich bei einem finalen "Na, da haben sich ein paar Frauen leider ein paar Gedanken zu wenig gemacht, denn dieser Clip pfeift auf jeden Rezipienten."
SO wird`s nichts.
Schwachsinn.
Nicht die Botschaft, aber die Präsentation.
Bestenfalls dafür geeignet, daß sich ein paar Leute gegenseitig auf die Schulter klopfen können, weil sie ja so brav Flagge gezeigt haben. Schön zum Einlullen, im echten Leben wird sich aufgrund des Clips aber wohl dummerweise nichts ändern.
Die Realität ist ja sooo gemein...
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