USA

Weiterer Rückschlag für Homosexuellen-Ehe

03. Dezember 2009 10:44

New Yorker Senat lehnt Gesetz ab - Repräsentantenhaus hatte Entwurf bereits gebilligt

 New York - In den USA haben BefürworterInnen der Homosexuellen-Ehe einen weiteren Rückschlag erlitten: Im Bundesstaat New York scheiterte ein Gesetz zu gleichgeschlechtlichen Eheschließungen am Mittwoch (Ortszeit) im Senat. Die SenatorInnen ließen den von Gouverneur David Paterson vorgelegten Gesetzentwurf mit 38 zu 24 Stimmen durchfallen.

Das Repräsentantenhaus hatte ihn im Mai gebilligt. Im Senat war er bereits vor zwei Jahren durchgefallen. Das Oberhaus wurde damals noch von den Republikanern dominiert, inzwischen haben die Demokraten eine knappe Mehrheit. Paterson kündigte an, das Gesetz dem Senat erneut vorzulegen. Auf die Abgeordneten sei Druck ausgeübt worden.

In nur fünf Staaten legalisiert

Die Rechte von Homosexuellen sind in den USA ein äußerst umstrittenes Thema. Die Regierung in Washington und die große Mehrheit der Bundesstaaten erkennen gleichgeschlechtliche Trauungen nicht an. Lediglich fünf Staaten haben die gleichgeschlechtliche Ehe per Gesetz oder Gerichtsurteil eingeführt: Connecticut, Iowa, Massachusetts, Vermont und New Hampshire. Im Bundesstaat Maine wurde erst Anfang November ein Gesetz bei einer Volksabstimmung zu Fall gebracht, das die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partner ermöglicht hatte. (APA/Ag.)

Timagoras
 
03.12.2009 13:23
das ist schade.


wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass es in Maine schon seit 2004 die "domestic partnership" (eingetragene partnerschaft) gibt, und dass auch im staat NY ehen zwischen gleichgeschlechtlichen partnern bzw. domestic partnerships anerkannt werden, die in anderen staaten geschlossen wurden.


Gerald Nessmann
04.12.2009 04:31
In Maine hat die Bevoelkerung

aber auch vor einem Monat das Homo Ehegesetz in einer Volksabstimmung abgewaehlt.

Mit eingetragener Partnerschaft haben ja auch die wenigsten Probleme. Aber eine Ehe ist halt in den Augen der US Bevoelkerungsmehrheit immer noch zwischen einem Mann und einer Frau. Und 31 von 31 Volksabstimmungen haben gleich entschieden.

Bleibt den Aktivisten halt nur die Hoffnung irgendwo ein Gesetz durchzuboxen oder sich durch Gerichtsbeschluesse Eherechte zu erzwingen.

Aber, wenn eine Ehe zwischen 2 Maennern sein kann, warum nicht zwischen 3 oder 4 oder 5. Maennlein und Weiblein gemischt? Und bei zwei Frauen - koennten es Schwestern sein (warum auch nicht).

Timagoras
 
04.12.2009 12:30

wenn letztere kombinationen für Sie so besonders wichtig sind (oder für einen namhafter teil der bevölkerung), gibt es eine einfach lösung:

gleichgesinnte suchen und anträge stellen.

was spricht dagegen?

Dr. Wolfgang S. (Kanzler a.d.)
03.12.2009 17:21
exakt!

die berichterstattung ist wieder mal typisch europaeisch. um von den verfehlungen bezueglich gleichstellung homosexueller abzulenken, ist es wie immer sehr nuetzlich auf die ach-so-rueckstaendigen usa eindreschen zu koenne.

die situation in den 50 staaten der usa ist eben sehr sehr unterschiedlich. im erz-konservativen sueden gibt es in der tat sogar constitutional prohibitions bezueglich homo-ehe. in den meisten anderen staaten gibt es aber selbstverstaendlich so etwas wie eigetragene patnerschaften, die zum teil viel liberaler sind als die europaeischen versionen. UND: in einigen bundesstaaten gibt es schon lange die 100% variante der homoehe, die es in europa auch nur in ganz wenigen staaten gibt (natuerlich nicht in oesterreich)

Timagoras
 
04.12.2009 01:45
lustig:


dass ich mal jemandem mit dem namen "Dr. Wolfgang S. (Kanzler a.d.)" zustimmen würde, hätt' ich mir auch nie träumen lassen ;o)

Little Willy
04.12.2009 08:31
Dass Sie gerade bei derart ernsten Themen lachen verwundert irgendwie nicht mehr ...

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