Klagenfurt - Der Kärtner Landtag hat am Donnerstag einstimmig gynäkologische Untersuchungen durch Ärztinnen mit Kassenvertrag beschlossen. "Mit dem heutigen Initiativantrag im Ausschuss konnte das umgesetzt werden, was die SPÖ seit Jahren fordert", kommentierte SPÖ-Gesundheitssprecherin Beate Prettner den parteiübergreifenden Beschluss.
Zudem sei heute ein historischer Moment im Kärntner Landtag gewesen: "Erstmals in der Geschichte des Landes hat sich ein Ausschuss konstituiert, in dem ausschließlich Frauen sitzen", so Prettner.
Von Frau zu Frau oft gewünscht
BZÖ-Familien- und Frauensprecherin Wilma Warmuth zeigte sich ebenfalls erfreut. Die Tatsache, dass Kärnten bislang das einzige Bundesland in ganz Österreich ist, in dem es keine Frauenärztin - mit Ausnahme in der GKK-Ambulanz Klagenfurt - mit Kassenvertrag gibt, "wird sich nun ändern", so Warmuth. "Denn es ist nicht einzusehen, dass Frauen bisher bis zu 70 Prozent der Kosten bei Wahlärztinnen selbst bezahlen mussten." Ziel sei es, dass Frauen künftig in jedem Bezirk eine Kassenärztin zur Verfügung stehen soll, zumal die Untersuchung, die Beratung und die Betreuung von Frau zu Frau von vielen Patientinnen gewünscht würde, so Warmuth.
Chancengleichheit für Ärztinnen
Weiters werde dadurch auch ein seit Jahren gehegter Wunsch in Richtung Chancengerechtigkeit für gut ausgebildete Gynäkologinnen in Kärnten umgesetzt. "Noch heuer wird es mittels gemeinsamen Antrages aller im Kärntner Landtag vertretenen Parteien einen einstimmigen Beschluss geben", so Warmuth abschließend. (red)
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