Reaktionen "Pille danach"

Für Grüne ist Stöger zu zögerlich

04. Dezember 2009 12:30

Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner fordert rasche Freigabe, Frauenministerin unterstützt Stöger

Wien - Das Vorhaben von Gesundheitsminister Alois Stöger, die "Pille danach" auch ohne Antrag eines Pharmaunternehmens rezeptfrei zu machen, hat ihm am Freitag Kritik der Opposition eingebracht. Während ihm Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, Zögerlichkeit und Planlosigkeit vorwarf, sah ihn FPÖ-Ärztesprecher Andreas Karlsböck wegen des Festhaltens an dem Vorhaben "außer Rand und Band".

"Keine Entscheidungsschwäche"

Schwentner warf Stöger vor, dass nun bald ein halbes Jahr verstrichen sei und es noch nicht einmal den Entwurf für eine entsprechende Verordnung gebe. "Der Minister darf in einem für Frauen so wichtigen Punkt keine Entscheidungsschwäche zeigen. Es muss für alle Frauen in Österreich einen barrierefreien und möglichst raschen Zugang zu Notfallsverhütung geben, und zwar unabhängig von ihrem Wohnort und rund um die Uhr", forderte sie in einer Aussendung.

Heinisch-Hosek: Auf Stöger ist Verlass

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek meinte in einer Aussendung: "Auf Gesundheitsminister Alois Stöger ist Verlass, wenn es um Verbesserungen im Sinne der Frauen geht". Die "Pille danach" sei eine Methode zur Notfallverhütung, so die Frauenministerin. Es gehe darum, nach einer Verhütungspanne den betroffenen Frauen in einer Notsituation die geeignete medizinische Hilfe ohne zeitliche Hürden zur Verfügung zu stellen. "Daher braucht es eine rasche Rezeptfreistellung. Dass Alois Stöger nun die "Pille danach" ohne einen Antrag einer Pharmafirma freigeben wird, ist der richtige Weg", so Heinisch-Hosek.

"Um jeden Preis"

"Stöger will die Pille danach um jeden Preis", kritisierte dagegen Karlsböck. Selbst produzierende Pharmafirmen wie Kwizda und Sanova würden davon Abstand nehmen, da sie Auswirkungen auf ihre übrigen Produkte befürchten müssten. Stöger lasse jegliches Gespür für ungeborenes Leben vermissen. Die geplante Freigabe des Pillen-Wirkstoffes Levonorgestrel sei ein Anschlag auf die Gesundheit der betroffenen Mädchen und Frauen. (APA, red)

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13 Postings
mmmmmm
07.12.2009 07:59
Frau Schwentner

Sudern um des Suderns Willen. Insofern, echt österreichisch.

da dude
06.12.2009 21:42

Die Mäderlpartie ;)

ulli52
 
04.12.2009 19:35
nicht sudern,

in dem fall sollten die grünen den minister unterstützen..

Otsch1
 
04.12.2009 18:22
Statt Pille danach

besser Stoppel davor!

baby jane hudson
04.12.2009 15:47
mecker, mecker, mecker

die grünen entwickeln sich langsam aber sicher zu einer frustbuchtel-partei.
...divas on stage...

Para Dox
04.12.2009 15:14
Karlsböck

muss dann zwangsweise auch gegen die Pille sein, da diese je nach Art schließlich auch nicht viel anders wirkt.

(Zitat: "Stöger lasse jegliches Gespür für ungeborenes Leben vermissen.")

Damit stellt er sich mit den schlimmsten Christen-Ayatollahs auf einer Stufe. Achtung: Solche Leute können durchaus gefährlich werden.

Barney_Stinson
04.12.2009 15:01
liebe Grüne!

jetzt gibts endlich einmal einen gesundheitsminister, der bereit ist, die sache im alleingang durchzudrücken und anstatt ihm dabei die unterstützung zukommen zu lassen, die er sicher gut gebrauchen könnte, kritisieren ihn die grünen um ein bisschen politisches "körberlgeld" einzusackeln.

österreich benötigt nicht noch eine oppositionspartei, die blind alles kritisiert, das von der regierung gemacht wird

byron sully
04.12.2009 16:09
sehe es ähnlich,

obwohl mir die grünen sonst weit näher stehen als die spö, halte ich diese kritik der grünen für völlig unnötig.

Naschgul
04.12.2009 14:09

Den Grünen kann man's aber auch nicht recht machen, oder? Ich find's schon mal genial, dass es endlich mal einen Gesundheitsminister gibt, der dieses Thema überhaupt angreift, und ich glaub auch, dass Stöger sich durchsetzen wird. Je eher, desto besser, klar. Aber was genau erwarten sich die Grünen denn bitte? Das, was Schwentner in ihrer Aussendung fordert, will er ja eh umsetzen, also was soll das Gekeife?
Die Meldung seitens der FPÖ ist sowieso jenseitig; warum die sich immer zu Themen melden müssen, über die sie sich ganz offensichtlich nicht ausreichend informiert haben, ist mir echt ein Rätsel. Und warum das immer Leute sind, denen anscheinend jeder gesunde Menschenverstand abgeht, auch.

Helicopterman
07.12.2009 10:37
Mir ist eher ein Rätsel

wieso es immer wieder so viele Menschen gibt, die der jenseitigen FPÖ ihre Stimme geben.

Angelika70
04.12.2009 13:56

Go, Stöger, go!

Und Kwizda und Sanova wird von mir und meinem großen Bekanntenkreis ab heute boykottiert.

19k
06.12.2009 20:44
Kwizda und Sanova ....boykottiert

Und warum???

Gschamster Diener, Herr Direktor!
04.12.2009 13:36

Naja, die "Pille danach" hat ja an sich wenig mit ungeborenem Leben zu tun. Zum Einsatzzeitpunkt wäre besagtes "Leben" ein Zellenhaufen, der den Namen nicht einmal verdient.

Ich würde mir im Zuge der Freigabe eine großangelegte Aufklärungskampagne wünschen. Es steht zu befürchten, dass manche Menschen/Frauen/Mädchen die "Pille danach" mit einer echten Verhütungsmethode verwechseln. Und der Mißbrauch ist ja auch nicht ganz ungefährlich...

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