
Für Eva Werner ist es "eigentlich nichts Spezielles", dass sie zur ersten Rektorin an einer Fachhochschule gewählt wurde.
Wien - Für Eva Werner ist es "eigentlich nichts Spezielles", dass sie zur ersten Rektorin an einer Fachhochschule gewählt wurde. An den FH gebe es einen "sehr pragmatischen, kompetenzorientierten Zugang" bei der Besetzung von Spitzenpositionen, so die neu gewählte Rektorin der FH Krems, "wir haben diesen Geschlechterkampf wie an den Universitäten nicht wirklich". Schließlich seien schon seit langem viele GeschäftsführerInnen-Posten mit Frauen besetzt. Dennoch hoffe sie, dass ihre Bestellung als erste akademische Leiterin einer FH "ein bisschen Symbolkraft" habe.
Auch Ingo Prepeluh, stellvertretender Generalsekretär der Fachhochschulkonferenz, betonte, dass an den seit 1994 bestehenden FH in Leitungspositionen schon immer Frauen zu finden waren. Die gläserne Decke sei dort nicht so ausgeprägt wie an den Unis.
Ausschließlich für die akademischen Belange
Die Aufgabe der FH-RektorInnen unterscheidet sich von jener an den Unis, sie sind ausschließlich für die akademischen Belange zuständig, um kaufmännische Fragen kümmert sich die Geschäftsführung.
Zusätzlich zur Studienorganisation können FH-RektorInnen von der Geschäftsführung mit weiteren Agenden betraut werden. Werner kümmert sich etwa um die akademische Qualitätssicherung und, wie schon in ihrer Zeit als Vizerektorin der FH Krems, um die Internationalisierung. "Damit wird diese quasi Chefsache, was ein sehr positives Signal ist."
Der eigentliche Titel des Rektors/der Rektorin laut Fachhochschulstudiengesetz (FHStG) lautet Leiter des FH-Kollegiums, einer Einrichtung ähnlich dem Senat an den Universitäten. Darin sind Lehrende, Studenten und die FH-Studiengangsleiter (ähnlich den Dekanen an den Unis) vertreten. Die FH-RektorInnen werden aus einem Dreiervorschlag, der von der Geschäftsführung erstellt wird, vom Kollegium gewählt. (APA)
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