Gastkommentar: Andrea Roedig

Semenya Trouble

Andrea Roedig, 9. Dezember 2009, 12:02
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    foto: apa/epa/kim ludbrook

    Was bedeuten die Kategorien sex und gender im Sport? Der Fall Caster Semenya gibt Rätsel auf.

Kann die kritische Geschlechter-Theorie Wesentliches zu Sport und Intersex sagen? Mit "doing gender" kommt man jedenfalls nicht weit - Von Gastautorin Andrea Roedig

Die Frau ist 18 Jahre alt. Trotzdem wird sie gerne als "Mädchen" bezeichnet, "Goldmädchen" "unser Mädchen", "sie ist ein Mädchen" - wenn der Begriff "Frau" auftaucht, dann nur als Frage: "Handelt es sich bei der maskulinen Sportlerin wirklich um eine Frau?" Im August dieses Jahres hatte die südafrikanische Läuferin Caster Semenya bei der Leichtathletik WM in Berlin spektakulär die Goldmedaille über 800 Meter der Frauen gewonnen. Doch wegen einer enorm gesteigerten Leistung, und vermutlich auch wegen ihres Erscheinungsbildes, waren schon im Vorfeld Zweifel an Semenyas "Weiblichkeit" aufgekommen. Der Internationale Leichtathletikverband IAAF ordnete einen Geschlechtstest an. Die offiziellen Ergebnisse sollten am 20./21. November bekannt gegeben werden, doch der Termin wurde überraschenderweise noch einmal verschoben, weil angeblich die medizinischen Tests immer noch nicht abgeschlossen sind. Das zeigt, wie brisant der Fall eingeschätzt wird. Dank der gut funktionierenden Diskursmaschinerie wusste allerdings schon im September die ganze Welt, wie Semenyas Genitalien aussehen, nämlich weiblich, und dank schon vorher durchgesickerter Ergebnisse, dass sie ein mehrfaches des üblichen Testosteronwertes und keine Eierstöcke hat.

Prominente VorläuferInnen

Das Semenya-Dilemma ist nicht das erste dieser Art und wird nicht das letzte sein. In den weiblichen Wettkampfklassen begleitet Gender trouble den Leistungssport fast so treu wie das Thema Doping und tritt in allen möglichen Variationen auf. Prominent sind die Beispiele der transsexuellen Stabhochspringerin Yvonne - heute Balian - Buschbaum, der unfreiwillig mit Testosteron gedopten DDR Kugelstoßerin Heidi Krieger, die heute als Andreas Krieger lebt, oder der offenbar intersexuellen 800 Meter Läuferin Santhi Soundarajan, die bei Olympia 2006 Silber gewann, nach einem Geschlechtstest aber als Mann eingestuft wurde. Auch halbe Camouflage ist schon vorgekommen: An den olympischen Spielen 1936 nahm die Hochspringerin Dora Ratjen teil, die sich einige Jahre später dann als Mann entpuppte.

Was bedeuten die Kategorien sex und gender im Sport? Fälle wie der von Semenya machen in vieler Hinsicht ratlos, besonders aber, wenn man sich aus der Perspektive der aufgeklärten Geschlechterkritik dazu verhalten möchte. Es ist nämlich nicht ganz klar, wie deren Position aussehen sollte. Oder anders herum: Es ist zu klar, und deshalb unbefriedigend.

"Doing Gender"

Die kritische Gendertheorie basiert auf der grundlegenden Annahme, dass Geschlecht in erster Linie keine natürliche Tatsache, sondern eine soziale Konstruktion sei. Judith Butler führte hierfür die Formel des "doing gender" ein, das heißt, dass wir beständig ein Geschlecht "performen", das es in Reinform gar nicht gibt. Ohne Lady-Shave würde recht schnell klar, wie viele Frauen eigentlich Bärte haben. In der Rede von "doing gender" steckt die These, dass Geschlecht ein durch und durch ideologisches Konzept ist. Am Beispiel von Semenya war das sehr gut zu verfolgen. Für kurze Zeit wurde sie zum Spielball leistungsfixierter Sportfunktionäre, Politiker und in voyeuristischem Mitgefühl schwelgender Medien. Höhepunkt des Schmierentheaters war, dass der südafrikanische Sportminister dem IAAF Rassismus unterstellte und in heuchlerischer Empörung den "Dritten Weltkrieg" ankündigte, sollte Semenya die Goldmedaille zurückgeben müssen, während die südafrikanische Illustrierte "You" sie in sexy Kleidern abgebildet haben soll, um ihre "Weiblichkeit" auszustellen. So wird Sexismus gegen Rassismus ausgespielt.

Die kritische Geschlechterforschung stellt Fragen auf andere Weise, als wir es herkömmlich tun würden, das ist ein wesentlicher Teil ihrer Methode. Demnach wäre ihr Problem auch nicht: Was ist das Geschlecht von Caster Semenya?, sondern: Warum wollen das alle so genau wissen? Welche Normalisierungsprozesse setzen hier ein, warum muss sie unters Verdikt der heteronormativen Zweigeschlechtlichkeit gestellt werden, und sei es durch den Nachweis, dass sie nicht hineinpasst? Vielleicht muss die Läuferin, deren Geschlecht jetzt per Dekret bestimmt wird, nur stellvertretend dafür büßen, dass gender und "Natürlichkeit" im Sport immer fragwürdig sind.

Falsche Fragen

All dies festzustellen ist berechtigt. Dennoch entsteht der Eindruck, dass die Analyse einen interessanten Punkt nicht berührt, nämlich: Was ist denn nun mit den Testosteronwerten? Bewirken die nicht was? Falsche Fragen. Die Logik der Gender-Kritik fußt auf einer pragmatischen und klaren Ausblendung physiologischer Realitäten. Der Körper wird zwar nicht geleugnet, aber es darf nicht auf seiner Basis argumentiert werden. Zu Beginn der Gender-Debatten waren "Biologismus", "Naturalismus" und "Ontologisierung" Sakrilegien par excellence, kein Argument durfte in ihre Nähe kommen. Später setzte man zwar den Körper an zentrale Stelle, aber es wurde strikt nicht physiologisch über ihn gesprochen. Er galt als Produkt von Bio-Mächten, gesellschaftlichen Einschreibungen und medizinisch-sozialen Praxen. Auch diese Position ist berechtigt, weil sie die durch und durch kulturelle Formung des geschlechtlichen Körpers reflektiert. Doch leider sind Analysen nach diesem Muster in einem hohen Maße vorhersehbar. Und leider kann in diesem Rahmen die einfache Frage nach der sportlichen Auswirkung von Hormonwerten nicht gestellt werden.

Man sollte den Gender-Theorien nicht Unrecht tun. Nur steht zu befürchten, dass der Ausschluss bestimmter Fragen sie irgendwann einholen wird. Hinzu kommt eine neue Konjunktur biologischer und biologistischer Überzeugungen, und es ist noch nicht klar, wie man damit umgehen soll. Gerade im Herzen der queeren Bewegung wächst eine Vorliebe für die Evidenz physiologischer Manipulation: Etliche transpeople, also Menschen mit wechselnder Geschlechtsidentifikation, zeigen beeindruckend, wie viel man mit Hormonen anstellen kann.

Heute sind es auch eigentümlicherweise die ehemals viel gescholtene Biologie und Medizin, die für eine differenziertere Sichtweise auf Geschlecht in Anspruch genommen werden können. So wie die Biologie - erinnern wir uns an Schulbücher - Sachwalterin der klaren Mann-Frau Unterscheidung war und ist, liefert sie gleichzeitig die besten Argumente, dass Geschlecht eigentlich sehr fließend und gar nicht so genau zu bestimmen ist. Und so wie die endokrinologische und chirurgische Medizin bestrebt ist, durch Operationen und Hormonbehandlungen eindeutige Geschlechter herzustellen, betreibt sie gleichzeitig und im Verein mit etlichen Geschlechteraktivisten ein fröhliches "doing transgender".

Geschlecht als "heikles Merkmal"

Und was tun mit Caster Semenya? Der double bind des Spitzensports besteht darin, dass er der Faszination des natürlichen, aber hyperpotenten Körpers aufsitzt, er will übermenschliches Maß erreichen, ohne die Illusion des Menschenmöglichen aufzugeben. Eigentlich erfüllt Semenya das Spitzensportideal vollkommen. Der entscheidende und unbestritten sehr natürliche Vorteil, den ihr die vermutlich nach innen gewachsenen Hoden verschaffen, wird aber anders bewertet als die üblichen körperlichen Vorteile von Sportlern wie etwa Größe, Muskelkraft oder Herzvolumen. Bei Intersexualität sieht die Sache anders aus, der gesellschaftliche Marker "Geschlecht" ist auch im Sport heikler als andere Merkmale. Man könnte nun argumentieren, wie kürzlich in einem Interview mit der Soziologieprofessorin Sabine Hark im Tagesspiegel und auf Zeit-Online geschehen: Wenn Michael Phelps große Füße haben darf - ein klarer Vorteil beim Schwimmen -, darf Semenya wohl auch Hoden haben. Aber so einfach ist das nicht. Wir kommen hier mit "doing gender" nur halb weiter, und so schmerzlich es gerade für den weiblichen Teil der Menschheit sein mag: Männer sind im Durchschnitt für Kraftsportarten besser ausgestattet und können bei Training zu höheren Leistungen gezüchtet werden. Semenya hat vermutlich diesen physiologischen Vorteil. Sie zu disqualifizieren ist grausam, aber im Rahmen des bestehenden Systems verständlich.

Sport ist ein sozialer Raum mit sehr eigenen Regeln. Geschlecht fungiert hier nicht nur als soziale Kategorie sondern ganz pragmatisch als Leistungsklasse. Natürlich sollte bewusst sein, wie fragil, willkürlich und historisch solche Klassements sind, inklusive der Unterscheidung nach Geschlecht. Dennoch wäre es keine gute Idee, aus queerer Lust die Auflösung der Geschlechtergrenzen zu fordern, denn das würde Frauen unter sehr ungleiche Wettbewerbsbedingungen stellen. Sie hätten schlicht keine Chance. Wir kommen aus dem Zirkel nicht heraus: der Leistungsbegriff in den meisten Sportarten ist auf männlich identifizierte Körper zugeschnitten, weswegen Männer dann auch in der Regel schneller, stärker, toller sind und Leistungsverbesserung Angleichung ans Männliche bedeutet. Die Geschlechtsklassen aufzuheben würde allenfalls in der Weise einen gerechten Sinn machen, dass man Frauen zwar mit Männern, nicht aber Männer mit Frauen konkurrieren lässt.

Semenyas Fall führt in ein Dilemma für die kritische Geschlechtertheorie. Wenn sie die körperliche Differenz ernst nehmen will, ist der Widerspruch nicht lösbar. Im Sportsystem eine dritte Kategorie zwischen Mann und Frau einzuführen, verschöbe das Problem nur und wäre, da Intersex nun so oft auch nicht vorkommt, wenig praktikabel. Bleiben wir beim entweder/oder von zwei Geschlechtern, verfügt Semenya, hart formuliert, nicht über die körperlichen Voraussetzungen, am Wettbewerb teilzunehmen. Pech gehabt. Man könnte natürlich mit derselben Geste die Bewertung umkehren und sagen: Glück gehabt. So selten wie Intersex ist, könnte man ihn auch positiv diskriminieren und Semenya in der Gruppe der Frauen antreten lassen. Es soll ja Gesellschaften geben, in denen das dritte Geschlecht als heilig gilt. (Andrea Roedig, dieStandard.at, 9.12.2009)

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zwergleviathan
00
25.1.2010, 15:27
ob gedopt oder intersexuell...

... in beiden FällInnen ist der/die Ausgangsbasis für die/den körperliche LeistungsfähigkeitIn der/des AthletIn nicht ident mit jener der anderen AthletInnen. Aus dieser/diesem GrundIn ist ein/e BenachteiligungIn der weibliche/n AthletInnen grundsätzlich abzulehnen.

Und nebenbei diese Sport-Industrie die durch Merchandising, Werbung und Doping die tatsächliche Bedeutung sportlicher Tätigkeiten aufs übelste korrumpiert.

Klarerweise ist dabei sein noch nicht alles, aber mit SPORT für die Druchschnittsbevölkerung haben die Über-drüber-Rekorde gedopter haifischanzugtragender hauptberuflicher Kraftmaschinen nichts zu tun. Sonst würde wohl der Großteil diesen nicht nur vor der Glotze ausüben ^^

Redwraithvienna
00
20.1.2010, 14:31
Wenn man sie antreten lässt sehe ich ein problem :

Jeder mit halbwegs geldmittels ausgestattete Sportverband wird anfangen nach weiteren Caster Semenyas zu suchen.

Die dann mal mehr mal weniger freiwillig zu einem gewissen sport übrredet werden in denen ihre Natur ihnen besonders weiterhilft.

Wollen wir das ?

Turbo Tagedieb
04
11.12.2009, 23:24
1:0 Wirklichkeit

"Die kritische Gendertheorie basiert auf der grundlegenden Annahme, dass Geschlecht in erster Linie keine natürliche Tatsache, sondern eine soziale Konstruktion sei."

Aber sportliche Höchstleistungen lassen sich dann doch nicht so leicht sozial konstruieren, gell?

Annina Frey
10
27.12.2009, 18:11
Doch, auch Sport und Leistung ist sozial konstruiert

Leistung ist das, was wir daraus machen. Es kommt darauf an, welche Sportarten wir nehmen, bewerten, kreieren. Wer auf welche Art und wie gut trainiert wird. Wer wieviel Geld bekommt. Wer die höchste Aufmerksamkeit bekommt. usw. Auch der Spitzensport ist geprägt von unseren patriarchalischen Kultur. Sport ist, was "hart" bzw. sog. "männlich" ist, Leistung ist schnell rennen, Gewicht heben etc...erst heute wird auch Geld, Zeit und Aufmerksamkeit, Ermutigung, Glauben in Frauen/Transgender investiert und auch Leistungen (bzw. Sportarten), die sich nicht durch reine Muskelkraft auszeichnen, sind sehr beliebt. Noch glauben aber viele bloss an die alten Bewertungskriterien.

zwergleviathan
01
25.1.2010, 16:05
die bewertung erfolgt immer gleich

anhand objektiver, messbarer Größen bzw. Leistungen (Hub, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Weite, Tore, Punkte, etc)

sobald nicht objektive Bewertungskriterien (an die ja leider noch viele glauben) herangezogen werden stellt sich halt die Frage welche Möglichkeiten denn da noch verblieben? Subjektive Bewertungen á la Eiskunstlauf oder Paartanz sind wenig nützlich um die Leistungen von Leichtathleten zu bewerten. Es sei denn es ginge darum den "schönsten Laufstil", das "anmutigste Stolpern", den "dynamischsten Start" oder schlicht und ergreifend das "schönste Trikot" bewertet werden. Gerade der direkte Vergleich (und die Möglichkeit hierzu) waren in der Vergangenheit die Ziele der Frauenbewegung...... warum also nun wieder hiervon abgehen?

Beranek
00
14.1.2010, 18:06
Könnte es sein, dass Sie sich nicht für Sport interessieren?

Wenn es nur darum geht zu zeigen, dass Frauen die besseren Menschen sind, dann wäre es ganz nett, wenn Sie den Sport in Ruhe lassen würden. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf diesem Gebiet. Wenn Sie dann so weit sind, kann man ja darüber reden, ob dieses "Etwas" was mit Sport zu tun hat. Das mindeste ist ein Verein und eine Meisterschaft. Man kann ja alles Mögliche zum Sport erklären. Um den selben Gefallen möchte ich auch Frau Roedig bitten.

positivist1
 
00
14.1.2010, 19:59
Und wieso hab ich dieses Posting jetzt gekriegt?

deiml
00
10.1.2010, 02:45

vielleicht bin ich zu naiv aber ich habe doch auf eine antwort gehofft.

deiml
00
bin sehr gespannt ob das auch erscheint aber ich will ja eigentlich nicht polarisieren

teil2

die bewertungsgrundlage bei ballsportarten sind z.b. tore und nicht muskelkraft. muskelkraft ist nur ein aspekt dieses sports. in anderen fällen wie z.b. billard wo die kraft überhaupt keine rolle spielt sehen wir auch gerade dass es keinen unterschied in der öff. bewertung zw. mann u. frau gibt. sollten sie aber die bewertungskriterien der öffentlichkeit meinen, so wird es ihnen schwer fallen die kategorisierung gut-schlecht aus den köpfen der menschen zu bringen wenn es um sekunden, meter oder tore geht. der schnellste mensch des planeten wird auch in 100jahren aller wahrscheinlichkeit nach ein mann sein. sie können nicht sagen das ist kulturell konstruiert, sie können nur sagen das interesse daran ist kult. determiniert.

deiml
00
grober fehler in der logik

der satz: "sport ist was 'hart' bzw. sog. 'männlich' ist" ist kompletter unsinn, weil eben auch ästhetisch am boden wälzen (bodenturnen), trampolinspringen und schach sport ist. natürlich ist die kulturelle komponente dafür hauptverantwortlich welche sportarten wir als 'männlich', 'weiblich' determinieren bzw. welche populär bzw. unpopulär sind. fußball gilt bei uns als inbegriff des männersports während es in den usa stereotyper frauensport ist. ähnliches beispiel: eiskunstlaufen hier bzw. in russland.

es gibt vielleicht eine handvoll sportarten die auf reiner muskelkraft basieren in 99% der fälle ist muskelkraft einfach ein bestandteil des sports und deshalb werden damen- und herrenbewerbe meist getrennt ausgetragen.

Turbo Tagedieb
00
31.12.2009, 15:56
Nein

Du kannst gar nicht so messen dass Frauen Männern sportlich überlegen wären und wenn dann kannst du dir gleich einen Ehrendoktortitel in Fuzzy Logic abholen.

Es ist auch egal welche Sportart man heranzieht, also reine körperliche ('männliche') Hochstleistungsbewerbe oder geschicklichkeitsorientierte Disziplinen, Männer bilden eigentlich immer das Spitzenfeld.

Kirath
00
28.12.2009, 00:49

Und welche anderen, einigermaßen objektiven Bewertungskriterien schlagen Sie vor? Im Sport geht es nun einmal darum, sich mit Anderen zu messen, und dafür eignen sich Tore, kg, Meter, Minuten etc. besser als die subjektive Entscheidung einer Jury.

Was Frauensport anbelangt: Je mehr Leute sich dafür interessieren desto mehr Geld kommt von Sponsoren, das Medieninteresse steigt. Sie können es meinetwegen Patriachat nennen, ich bezeichne es als einfache Marktwirtschaft.

Man kann es noch so sehr schönreden, Männer sind durch ihren körperlichen Vorteil in den meisten Sportarten absolut überlegen. Die Unterschiede im Spitzenfeld sind oft so gering, dass auch die besten Frauen erst weit abgeschlagen im hinteren Feld auftauchen.

positivist1
 
00
28.12.2009, 21:01
Hab wieder ich gekriegt

Lethawae
03
10.12.2009, 11:37

Auch wenn Recherche auf dieStandard keine Tradition hat, wie wir alle wissen: Soundarajan ist 2006 bei den Asienspielen gelaufen.

Olympische Spiele wären auch schlecht möglich gewesen, da diese 2004 und 2008 abgehalten wurden.

AlBundyFan
 
08
10.12.2009, 10:50
wenn sie genetisch eine frau ist, dann ist eh alles klar

wenn nicht, dann muß sie entweder in einer eigenen kategorie/klasse mit anderen zwitterwesen antreten oder bei den männern, da diese die körperlich stärkere sportlermasse stellen.

wenn sie weiterhin bei den frauen antritt bestiehlt sie alle wirklichen frauen um ihre chancen bei allen wettbewerben, da sie ja genetisch verbesserte anlagen hat.

im streitfall gehört man immer in die leistungsmäßig höhere klasse - alles andere wäre betrug an den sonstigen teilnehmerinnen.

doppelhelix
10
10.12.2009, 16:35
Sie haben keine Ahnung von Geschlecht!

Das Geschlecht einer Person definiert sich nach heutigen Maßstäben über 4 Dimensionen und nicht nur nach der Genetik, wmoit Sie vermutlich die Chromosomen meinen?Unklar ausgedrückt. Gut möglich dass Semenya XX ist und was dann Herr Bundy?

Kirath
00
28.12.2009, 01:20

Es wäre kein Problem, einen Paragraphen für Muskelmasse oder Hormonspiegel einzuführen.
Dann müsste eine Einteilung nicht mehr nach Geschlechtern, sondern nach solchen Kriterien.

Persönliche Unterschiede sind bis zu einem gewissen Grad natürlich in Ordnung, ab einem bestimmten Punkt wird es aber einfach wettbewerbsverzerrend.
Schließlich gibt es im Kampfsport auch Gewichtsklassen oder Mindestalter beim Turnen.

positivist1
 
00
28.12.2009, 20:59
und warum hab ich das jetzt gekriegt?

Der Huber
16
10.12.2009, 10:05
Gottseidank hat da jemand keine Ahnung vom Sport.

Außer im Extrem-Gendern und in Hochgeschwindigkeits-Paranoia.

esistnichtwasesist
04
10.12.2009, 08:31
im sinne der gleichberechtigung

sollte die zweiteilung des sports in maennliche/weibliche bewerbe einfach aufgehoben werden. alle bekommen die selbe chance, sich mit den besten zu messen. es muss ja nicht jeder in jeder disziplin die besten voraussetzungen haben (zb. weitpinkeln).

wird nicht die bedeutung des profisports fuer die gesellschaft vollkommen ueberbewertet?

positivist1
 
00
10.12.2009, 20:07
Das wäre Unsinn/ungerecht

Nachdem Frauen nun einmal andere Leistungskriterien haben als Männer kann man nicht die Leistung beider Geschlechter nach den gleichen Maßstäben beurteilen.
Je nach Sportart würden dann entweder die Frauen oder die Männer unverhältnismäßig schlecht/gut abschneiden.

concept of the enemy
00
Nach welchen anderen Maßstäben wird denn der 800-Meter-Lauf der Frauen gemessen?


*kopfschüttel*

Kirath
01
28.12.2009, 01:07

Rein aus Interesse: Welche Sportarten, in denen Frauen im Vorteil sind, fielen Ihnen ein?
Auf Anhieb komme ich nur auf Synchronschwimmen ein.

molekühl
14
10.12.2009, 09:34

Dann braucht's aber auch eine Quotenregelung für Medaillen.

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