Brüssel - Der spanische Europaminister Diego Lopez Garrido hat neben einem Energie-Aktionsplan 2010-2012 und dem Kampf gegen die Wirtschaftskrise auch die Bekämpfung von Gewalt an Frauen als Priorität der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes im ersten Halbjahr 2010 hervorgehoben.
Garrido forderte am Dienstag eine Anti-Diskriminierungs-Richtlinie zur Gleichstellung von Frau und Mann und unterstrich die Anstrengungen seines Landes gegen Gewalt an Frauen. Dies sei "der größte Feind". Zu den konkreten Projekten zählen die Schaffung eines einheitlichen EU-Rechtsrahmens zur Verfolgung der Täter sowie einer europaweit einheitlichen Telefonnummer, unter der Opfer rund um die Uhr in ihrer jeweiligen Landessprache betreut werden.
Scharfe Maßnahmen
Voriges Jahr kamen in Spanien 75 Frauen durch ihre Partner ums Leben. Zur Bekämpfung des Problems setzt die sozialistische Regierung auch auf eine Verschärfung der Strafen. So können RichterInnen anordnen, dass Täter elektronische Armbänder oder elektronische Fußfesseln tragen müssen. Die Geräte schlagen Alarm, wenn sich ein Täter seinem Opfer auf 500 Meter nähert. Es werden sowohl das potenzielle Opfer als auch die Polizei verständigt. (APA)
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