Málaga - Spanien hat erstmals einer Person aufgrund von deren Homosexualität politisches Asyl gewährt. Dabei handelt es sich um einen 36-jährigen Iraner, der vor einem Jahr aus seiner Heimat geflüchtet war und in Spanien Asyl beantragt hatte. Sein Gesuch wurde nach Angaben des staatlichen Rundfunks RNE auf der Grundlage eines neuen Asylgesetzes bewilligt, das erst kürzlich in Kraft getreten war. Danach können in Spanien auch solche Flüchtlinge Asyl bekommen, die in ihrer Heimat aufgrund ihrer sexuellen Identität verfolgt werden.
Der Iraner berichtete am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der südspanischen Hafenstadt Málaga, dass er vor gut einem Jahr in Teheran bei einer Homosexuellen-Party zusammen mit seinem damaligen Partner festgenommen wurden sei. Er sei von den Beamten gefoltert und beleidigt worden, nach der Zahlung einer Kaution aber auf freien Fuß gesetzt worden. Als sein Partner eine Vorladung von einem Gericht erhielt, habe er sich zur Flucht erschlossen. (APA/Ag.)
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