Wien - Ein niederösterreichischer Bürgermeister und ÖVP-Nationalratsabgeordneter soll seine Frau krankenhausreif geprügelt haben. Die niederösterreichische Sicherheitsdirektion bestätigte am Dienstag entsprechende Vorwürfe, es habe in der Familie einen "Vorfall mit häuslicher Gewalt" gegeben. Eine Anzeige liegt vor.
Der Bürgermeister selbst bestritt am Dienstag noch die Vorwürfe. In der Gemeinde habe er erzählt, seine Frau sei gegen den Türstock gelaufen.
Auch gegenüber ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf bestritt der Bürgermeister, seine Frau geschlagen zu haben. Er habe seine Frau in keiner Weise geschlagen, nicht einmal berührt, berichtete der Klubobmann von seinem Gespräch mit dem Bürgermeister. Sollten die Vorwürfe aber nicht restlos entkräftet werden, müsse der Mann zurücktreten, erklärte Kopf.
Von der SPÖ und den Grünen kamen bereits entsprechende Rücktrittsforderungen. Kopf wandte sich zwar gegen Vorverurteilungen, merkte aber an, dass die Vorwürfe "sehr schwer" seien. Die ÖVP lehne Gewalt gegen Frauen und in der Familie ganz klar ab.
Der Vorfall habe sich bereits am vergangenen Samstag ereignet. Die Frau musste im Krankenhaus behandelt werden. Angeblich wollte sie ihren Mann gemeinsam mit dem Sohn verlassen. Am Mittwoch sollen die Ermittlungen der Polizei abgeschlossen sein. (red/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23.12.2009)
UN soll Warnung ignoriert haben - Klausur in Alpbach befasst sich unter anderem mit Schutz vor sexueller Gewalt
Auch die französischen Präsidentengattin unterzeichnete wie 15.000 Menschen den Online-Aufruf für Mohammadi-Ashtiani
Sohn zur Steinigung verurteilter Iranerin: Weltweiter Druck auf Teheran muss steigen
Der alternative Schönheitswettbewerb "Mrs. Universe" stand heuer im Zeichen des Kampfes gegen Gewalt und Frauenhandel
Demo für Iranerin - Auch Frauenrechtlerin Anna Pak war bei der Kundgebung für die Mutter, die 2006 wegen Ehebruchs verurteilt wurde
Der Ärztin droht ein Verfahren wegen Todschlags - Beschneidung seit zwei Jahren verboten, jedoch weiter Praxis
Der Außenminister Kouchner regt gemeinsamen Brief aller Mitgliedstaaten an iranische Führung an, um die von Steinigung Bedrohte zu retten
Internationale Proteste wirken: Justiz sagte Vollstreckung vorerst ab - Freilassung im Ermessen der Behörden
46 Schülerinnen und neun Lehrerinnen im Spital - Elfter Angriff auf Mädchen-Schule in diesem Jahr
Human Rights Watch: "Sogenanntes Geständnis" offenbar erzwungen
Die Zahl der verschwundenen Frauen hat sich seit 2007 in Ciudad Juarez vervierfacht - amnesty international schlägt Alarm
Sakine Mohammadi Ashtiani wurde als Ehebrecherin verurteilt - Internationale Proteste wurden wegen der geplanten Steinigung laut
Anwalt: Sakineh Mohammadi Ashtiani wurde zusammengeschlagen und gefoltert - Patzelt: "Widerwärtige Inszenierung" Teherans - mit Video
18-Jährige, der von ihrem Mann die Nase abgeschnitten wurde, posierte für "Time"-Cover - KritikerInnen sehen darin Propaganda für US-Einsatz
Militärbordelle, Zwangsarbeit und Frontdienst: Koreanische Opfer fordern von Japan Entschädigung für Gewalt
Brasilien wollte Frau aufnehmen - Regierung lehnt ab
Frauenrechte verhöhnt: Präsident Kadyrow lobt unbekannte Angreifer, die auf Frauen ohne Kopftuch schießen
Langjährige Haftstrafen für Mittäter im "Ehrenmord"-Prozess rechtskräftig
In den vergangenen Wochen wurden neun Frauen von ihren Ehemännern bzw. Lebensgefährten getötet
Wiederaufnahme-Antrag angekündigt: Frau und Sohn des Täters wollen vor Gericht aussagen
"Allgemein begreifliche, heftige Gemütsbewegung" vor kulturellem Hintergrund: Es bleibt bei sechsjähriger Freiheitsstrafe für gebürtigen Türken, der auf scheidungswillige Ehefrau eingestochen hatte
Einrichtung betreut rund 300 Klientinnen pro Jahr: "Problem der sexuellen Gewalt ist erschreckend gleich geblieben"
Gabriele Heinisch-Hosek und Maria Fekter stocken das Budget für Gewaltschutzzentren um 200.000 Euro auf
Viele Menschen sind mit Gewalt konfrontiert - Zu 90 Prozent sind es jedoch Frauen
Menschenrechtsorganisation fordert gesetzliches Verbot der grausamen Praxis
Online-Unterschriftenaktion gegen Strafe in Iran
So wird Ungleichheit festgeschrieben: Ein Wiener Gericht hat das Recht einer Frau auf Trennung von ihrem Mann als provokantes Verhalten angesehen - von Christina Keinert
In Österreich gibt es keine Zahlen darüber, wie viele Frauen von ihrem (Ex-)Partner umgebracht werden - Morde an Frauen sind aber bekanntlich keine Einzelfälle
Drei Frauen erzählen in Martina Madners Buch "Bevor der Tod uns scheidet" von ihrem Ausstieg aus gewalttätigen Ehen und wie es überhaupt dazu kommen konnte
Auch in Österreich haben Mädchen, die von Genitalverstümmelung bedroht sind, gute Chancen auf Asyl
Genitalchirurgie und Genitalverstümmelung: Forscherinnen untersuchen diese beiden Praktiken in Brasilien, Afrika und England
und auf dern nächsten NR-Liste wird er wohl auch nicht mehr stehen.....
http://www.noen.at/redaktion... 77&cat=763
Auf so einen Vorwurf würde ich im ersten Moment möglicherweise auch mit diesem Satz antworten.
Wenn Sie in der U-Bahn jemand anrempelt und mit dem Kopf wo anstoßen, behaupten Sie dann auch, dass Sie krankenhausreif geprügelt wurden?
Warum bezweifeln Sie die Aussage der Frau? Nur weil es nicht oft vorkommt, dass daraus kein Bonus fur die Scheidung gemacht wird.
Damit die zahl der Männer, die angeblich ihre Frauen spitalsreif prügeln, schön hochgepusht wird.
Nach politischen Kleingeld machen klingt es auch noch.
Das könnte selbstverständlich auch ein Grund für die dramatische Aufbereitung der Geschichte sein.
Vielleicht die Tatsache, dass man aus der Schlagzeile politisches Kleingeld machen will.
Vielleicht um die Zahl an prügelnden Männer statistisch zu heben.
Vielleicht weil die Frau gesagt hat, was tätsächlich vorgefallen ist.
Vielleicht aber auch die Art der Verletzung(en), die einfach nicht nach "spitalsreif geprügelt" aussehen.
in den ersten Berichten wurde die Ehefrau gar nicht interviewed.
Der Hr. NR aber sehr wohl. Aussage: "...ich habe sie nicht einmal berührt..."
In den Berichten, wo die Ehefrau interviewed wurde: "...es war eine Rangelei ..."
Wie kann man jemand im Zuge einer Rangelei nicht einmal berühren?
Zur Wahrheit hat er jedenfalls kein tolles Verhältnis...
Solche Volksvertreter braucht unser Land jedenfalls nicht. Auch wenn die Bevölkerung aus allen Schichten und Vorlieben vertreten sein sollte......
Wenn die Frau erst später interviewed wurde, was ändert das an ihrer Aussage?
Soweit ich gelesen habe, gibt es eine Beule. Von den behaupteten blauen Flecken oder Nähten ist nichts zu lesen. Ebenso sagt sie aus, er hat sie noch nie geschlagen.
Die Aussage, sie nicht einmal berührt zu haben, bezieht sich ja auf "spitalsreif geprügelt". Berührt wird er sie sicher schon haben, wie sollte es sonst ein gemeinsames Kind geben.
Der politische Hintergrund dabei interessiert mich eher kaum, zeigt aber gut, warum das noch künstlich hochgespielt wird.
"in den ersten Berichten wurde die Ehefrau gar nicht interviewed."
Hat sogar "Johannes St." geschrieben. Die Sicherheitsdirektion bestätigte, es hätte einen "Vorfall mit häuslicher Gewalt" gegeben. Ausreichend dramaturgisch aufbereitet kann man das ja so nennen. Wobei die Frau wohl eine Beule abbekommen hat und der Mann, wie es aussieht, keine.
er hätte sein Frau spitalsreif geprügelt.
Hahaha, schön wärs. Da geht Ihnen aber die Phantasie etwas durch. Sie können aber ein gutes Wort für mich einlegen. Vielleicht hat der Onkel Erwin ja noch einen Quotenjob für mich übrig.
oder es zumindest nicht zugeben.
Dass er sie irgend wann berührt hat ist eh klar. Sonst wären sie nicht verheiratet und hätten keinen Sohn.
Aber er hat eben behauptet, dass er sich im Zuge dieses Vorfalles nicht berührt hätte.
Und die Behauptung hat seine Frau keineswegs bestätigt!!!
man sollte betreuungsprogramme einführen für männer, die die trennung von ihrer familie psychisch nicht verkraften, da sie dann in ihrer existenzgrundlage (die oft auf ausbeutung unbezahlter arbeitskraft etc. aufgrund eines ungesunden und inkorrektem selbstverständnis ihrer rolle in der gesellschaft beruht) bedroht sind. frauen sind das schon seit je her gewohnt, auch alleine zurecht zu kommen. man sollte ihnen helfen sich zu emanmzipieren und in würde und anstand alt zu werden.
"Es kam zu einem Wortgefecht und in der Folge zu einem Handgemenge. Dabei wurde ich gestoßen und fiel gegen den Türstock. Ich muss aber sagen, dass ich ihn ebenso gestoßen habe", erzählt sie.
Zum Abschied gab es noch den Nachsatz: "Er hat mich noch nie geschlagen."
Fazit: Sie hat ihn geschubst, er hat zurückgeschubst und jetzt hat er den Schaden.
Angefangen hat sie.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.