
Die strafrechtliche Verfolgung von Lesben und Schwulen gehört zur jüngsten Vergangenheit Russlands. Der Patriarch Kyrill (ganz links) hat sich nun gegen die immanente Diskriminierung ausgesprochen.
Moskau - Die russisch-orthodoxe Kirche betrachtet Homosexualität weiterhin als Sünde, spricht sich aber gegen die Diskriminierung lesbischer Frauen und schwuler Männer aus. Sie sollten wegen ihrer "persönlichen Entscheidung" auch nicht strafrechtlich verfolgt werden, erklärte Patriarch Kyrill. Eine Ehe gleichgeschlechtlicher Paare schloss er aber aus. Kyrill äußerte sich bei einem Treffen mit dem Generalsekretär des Europarats, Thorbjörn Jagland, zum Thema Homosexualität.
Strafrechltiche Verfolgung einst Usus
In Russland sind Vorurteile gegen Homosexuelle weit verbreitet. Der Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow hat Homosexualität als "satanisch" bezeichnet und Homosexuelle für die Verbreitung von Aids verantwortlich gemacht. Die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller wurde in Russland erst 1993 beendet. Lesben- und Schwulen-Demonstrationen sind in Moskau verboten, Gewalt gegen Homosexuelle nicht selten. (APA/Ag.)
Strafbarkeit erst in den 1990ern abgeschafft: "Wenn einer verantwortlich ist, dann bin ich es"
Verfassungsgerichtshof hebt Sonderregelung im Namensrecht nicht auf - Rechtskomitee LAMBDA hofft nun auf Verwaltungsgerichtshof
Brite und Inder gaben sich das Ja-Wort ohne Rechtsstatus - Trauung von Bürgerrechtsgruppe organisiert
Rund 2.000 TeilnehmerInnen kamen nach Kathmandu zur Homosexuellen-Parade - Situation von Homo- und Transsexuellen hat sich verbessert
Einheitliche Leitlinien für den Umgang mit Segnungswünschen für homosexuelle Paare sollen angestrebt werden
RichterInnen votierten am Montag mit neun zu zwei Stimmen für die neue Regelung in der Hauptstadt Mexico Stadt
Lesben und Schwule sollten laut dem Republikaner ab sofort wieder heiraten dürfen - Verbot wurde für verfassungswidrig erklärt
Lebenspartnerschaften dürfen gegenüber Ehepaaren bei der Erbschaftssteuer nicht mehr benachteiligt werden
Donnerstagabend eröffnete der ehemalige Komiker, Jon Gnarr, das Festival - Mit der "Besten Partei" regiert er seit Juni die Stadt
Wirbel um die Äußerung von Bildungsminister Tonis Lukas zur Aufklärung von SchülerInnen über gleichgeschlechtliche Ehen
HöchstrichterInnen: Homosexuellen-Ehe in Mexiko-City verfassungskonform und rechtskräftig - Entscheidung zur Adoption folgt
Ehen werden nur erlaubt sind, wenn die Entscheidung bis dahin nicht von einem Berufungsgericht gekippt wird
Verbot verletzt den Grundsatz der Gleichbehandlung - Ähnliche Gesetze in anderen Bundesstaaten bleiben in Kraft
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle verzichtet bei Reisen in 75 Staaten auf die Begleitung seines Partners
Religionspolizei: "Verstoß gegen die öffentliche Moral" - Homosexuelle und Transvestiten werden verfolgt und gesellschaftlich geächtet
Britische Menschenrechtsorganisation und das Portal Gay Middle East versuchen den verurteilten 18-jährigen Ebrahim Hamidi zu retten
Anwar Ibrahim, angeklagt wegen "homosexueller Kontakte", will Prozesseinstellung erreichen - Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft
Heimische Partneragentur launcht Angebot in neun Sprachen, das globale Kontaktsuche möglich macht
Anhaltende Diskriminierungen, Verfolgung und Todesstrafe sind dem Außenminister ein Dorn im Auge
Am Wochenende gaben sich die ersten homosexuellen Paare das Ja-Wort - Die erste Zeremonie wurde live im Fernsehen übertragen
Lisa Rücker, Grazer Vizebürgermeisterin, verabschiedete rund 30 steirische Sportlerinnen mit "Proviant" und Erfolgswünschen
Ein buntes Programm wurde den rund 10.000 TeilnehmerInnen geboten - Deutschland, USA und Großbritannien stellen die meisten AthletInnen
Ein Großaufgebot an PolizistInnen schützte Parade-TeilnehmerInnen vor GegendemonstrantInnen
Ein eigens eingerichtetes Büro für homosexuelle TouristInnen will die Gäste betreuen und vor Diskriminierung schützen
Lesben- und Schwulenverband resümiert über "unvollendetes Erfolgsmodell": Steuerliche Gleichstellung fehlt noch
Präsidentin Fernandez: "Heute sind wir eine Gesellschaft, die ein bisschen egalitärer ist als vergangene Woche"
"Wandel" des David Berger und seine "Auffassungen" wurden mit "tiefem Schmerz" aufgenommen - und er aus Lehrtätigkeiten entlassen
Nur zwei Prozent der Vorträge befassen sich mit Thema, obwohl HIV Männer, die Sex mit Männern haben, überproportional betrifft
Britische Studie besagt, dass Mehrheit Homophobie vom Platz stellen will und nicht den homosexuellen Profi - Outings dennoch von Seltenheitswert
Schulbehörde muss nun 35.000 Dollar Entschädigung zahlen
Teilnahme für alle offen: Im Zentrum steht nicht der sportliche Wettkampf, sondern der politische Hintergrund
Die TeilnehmerInnen der EuroPride mussten homophobe Parolen und Angriffe über sich ergehen lassen
Bis zu einer Millione Menschen werden zum Kulturfest erwartet - Nach der Love-Parade-Katastrophe wird die Sicherheit neu hinterfragt
Queerer Kleinprojektetopf unterstützt Projekte aus dem Bereich Homosexualität und Transgender - Einreichfrist endet mit Juli
Bedingungen für Mitversicherung bis 2007 abhängig von der sexuellen Orientierung - Kläger erhält Schadenersatz
UN-Studie bestätigt massivste Diskriminierungen: 90 Prozent der homosexuellen PatientInnen in Asien erhalten keine Behandlung - Kriminalisierung erschwert Hilfe
"The Real L Word" über homosexuelle Frauen in Los Angeles will mit Stereotypen aufräumen und authentische Geschichten erzählen
Vorreiter in Lateinamerika: Senat stimmte mit 33 zu 27 Stimmen für Einführung - Paket umfasst auch Recht auf Adoption
Verfolgungen auf Grund der Sexualität in Herkunftsländern: Schwule bekommen vor Oberstem Gerichtshof Recht
Ein US-Bundesgericht befindet das landesweite Verbot der Homosexuellen-Ehe als verfassungswidrig
Rechtskomitee Lambda zieht mit Klage vor Verfassungsgerichtshof
Homosexuellenfeindliche Aktivisten besprühten TeilnehmerInnen und ZuschauerInnen
Laut VeranstalterInnen rund 110.000 TeilnehmerInnen bei 15. Auflage des Menschenzuges gegen die Diskriminierung Homosexueller
Unter dem Motto "We are family" wurde bei der Regenbogenparade in Wien für die Gleichstellung schwuler und lesbischer Familien demonstriert
"... als siebenmal mit den Zwergen" - Statements zum Lesbianismus von berühmten Frauen in einer Zitate-Diashow
Durch ein Fundraising-Projekt sollen Handys gesammelt und neue Büroräume adaptiert werden
Wiener Antidiskriminierungsstelle arbeitet an Projekt zum Thema
Neu im Netz: LAMBDA-Zeitschrift für gleichgeschlechtliche Liebe und Recht
Was hat der Kampf um Frauenrechte mit Homosexuellen-Aktivismus zu tun? Eine ganze Menge, weil die Ablehnung gegenüber Frauen und Homosexuellen dieselben Wurzeln hat
Mit "Lesben am Werk" gibt es in Österreich erstmals eine Studie zur Situation lesbischer Frauen im Erwerbsleben
Eine gesammelte Nachschau
religionen sind immer von übel, wenn sie sich in ihrem anspruch auf die "wahrheit" in das privatleben der menschen einmischen. wenn sie dabei noch händchen in händchen mit den präsidenten und diktatoren arbeiten werden sie zur öffentlichen gefahr
obwohld die orthodoxe kirche einen natürlicheren zugang zur sexualität haben sollte, treiben sie hier wieder die "teufel" aus und unterstützen die neosowjetische führung in russland bei der hexenjagd auf "abartige"
schade
Homosexualität ist nicht mehr und nicht weniger "Sünde" als Heterosexualität. Auch "entscheidet" sich keiner dafür, homo- oder heterosexuell zu sein. Und ob jemand seine Sexualität "satanisch" auslebt oder aber in gegenseitiger Liebe, Treue und Verantwortung, ist ebenfalls völlig unabhängig von seiner homo- oder heterosexuellen Ausrichtung. Aber es gibt eben immer noch viele Heterosexuelle, die meinen, etwas "besseres" zu sein. Und sie merken nicht einmal, wie sehr sie sich da täuschen.
Es beginnt mit homosexuellen Männern, die unbedingt Heteros sein wollen. Eine Groteske, die sogar als Konzept der HMSM akzeptiert wird.
Es geht weiter über das Verdrängen unangenehmer Tatsachen wie z.B. der Promsikuität. Man schaue sich Gayromeo an, das von 90% aller User als Fleischmarkt für Schnellsex benutzt wird; man gehe in Darkrooms und in Cruising-Areas und nehme sich mal selbst bei der Nase.
Oder den Unterschieden bezüglich Neigungen und Praktiken wie z.B. Fetische, BDSM, Dirty u.s.w. , die man aber auch nicht wahrhaben will.
Und endet bei der ganz nüchternen Feststellung: Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist selten, dafür ist die Empfindlichkeit für (Selbst)kritik beträchtlich. Unangenehmes will man(n) einfach nicht hören.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.