"Die Frauen müssen zurückstecken"

27. Dezember 2009 22:36
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    Foto: Erna Appelt

    Prof. Dr. Erna Appelt ist Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und Leiterin der interfakultären Forschungsplattform "Geschlechterforschung".

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    Erna Appelt (Hg.): Gleichstellungspolitik in Österreich. Eine kritische Bilanz
    Studienverlag 2009, 240 Seiten,
    ISBN-13: 978-3706518574 

    Mit Beiträgen von Erna Appelt, Manfred Auer, Gudrun Biffl, Eva Blimlinger, Autorinnenkollektiv Gender Budgeting, Veronika Eberharter, Andrea Ellmeier, Barbara Haas, Max Preglau, Sieglinde Rosenberger, Birgit Sauer, Sabine Strasser, Verein efeu, Heike Welte und Angelika Wetterer.

Warum in Österreich Frauen- mit Familienpolitik konkurriert, erklärt die Politologin Erna Appelt in ihrem neuen Sammelband

Gleichstellungspolitik ist in Österreich inzwischen kein Novum mehr, im Gegenteil: sie hat, wie andere Politikfelder auch, eine Entwicklung durchgemacht und gestaltet sich je nach den gesamtgesellschaftlichen Bedingungen jeweils anders. Ein neuer Sammelband der Politologin Erna Appelt beschäftigt sich mit den vielen verschiedenen Aspekten von Gleichstellungspolitik in Österreich und inkludiert bei der Analyse auch die Spannungsfelder, in der sich Gleichstellungspolitik stets bewegt: Staat, Familie, Markt und Zivilgesellschaft. Was das Spezifische an der österreichischen Gleichstellungspolitik ist, was es mit der "rhetorischen Modernisierung" auf sich hat und wo die Grenzen dieses Politikfeldes liegen, erläutert sie im Gespräch mit dieStandard.at:

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dieStandard.at: Ihr Beitrag liefert eine Übersicht zur Gleichstellungspolitik in Österreich, in der innerhalb der letzten 40 Jahre zweifellos viel erreicht wurde. Gleichzeitig betonen Sie, dass Gleichstellungspolitik kein politisches Instrument ist, um tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen. Was meinen Sie damit?

Erna Appelt: Unsere Gesellschaft ist stark geprägt von einem spätkapitalistischem System, einer sehr starken Wirtschaftsorientierung und wir haben seit Jahrhunderten geprägte hierarchische Familienstrukturen: Das ist im Prinzip die Tiefenstruktur unserer Gesellschaft. Die Gleichstellungspolitik und die Frauenbewegung können hier modifizieren, sie können aber diese Tiefenstrukturen nur partiell verändern. Am Beginn der Zweiten Frauenbewegung gab es starke Ambitionen, nicht nur Geschlechtergerechtigkeit zu fordern, sondern die Gesellschaft ganz grundsätzlich zu verändern. Heute ist es so, dass berufstätigen Frauen die gleichen Verhältnisse wie den Männern begegnen, oder eben aufgrund der Arbeitsmarktsegmentierung noch härtere Bedingungen. Das heißt, Gleichstellungspolitik lässt viele Probleme der Arbeitsgestaltung unberührt. Andererseits greift sie diese Verhältnisse aber auch an. Aber bei diesen Änderungen, wie wir sie z.B. bei frauen- und familienfreundlichen Betrieben feststellen, beobachten wir jedoch das Phänomen, dass sich oft Geschlechterhierarchien neuerlich wieder herstellen. Angebote wie Betriebskindergärten und familienfreundliche Arbeitszeiten haben sehr oft den Effekt, dass sie bestehende Geschlechterhierarchien reproduzieren.

dieStandard.at: Sie meinen, dass diese Angebote sich hauptsächlich an Frauen richten und auch von Frauen wahrgenommen werden?

Appelt: Ja, genau. Solche Angebote erleichtern Frauen vorübergehend die Vereinbarkeit, tatsächlich werden sie dadurch in ihrer beruflichen Karriere gehemmt. Dies hängt eben wieder mit dieser Tiefenstruktur unserer Gesellschaft zusammen, die noch nicht bereit ist, die Arbeitsteilung zwischen Männer und Frauen gleich zu gestalten.

Aufgrund der Struktur unseres Wirtschaftssystems greifen bestimmte Mechanismen, die Personen mit Versorgungspflichten grundlegend benachteiligen. Das könnten auch Männer sein, de facto sind es überwiegend Frauen.

dieStandard.at: Ist dieser gesellschaftsverändernde Anspruch an Gleichstellungspolitiken nicht auch ein sehr hoher? Gibt es überhaupt politische Instrumente, die gesellschaftliche Veränderungen erreichen können?

Appelt: Das ist eine sehr gute Frage. Hier ist eine Ernüchterung eingetreten und natürlich müssen wir uns auch eingestehen, dass wir angesichts der Krise, in der wir uns befinden, neue Steuerungsmechanismen brauchen. Die sind aber angesichts der Globalisierung im Moment tatsächlich nicht vorhanden, siehe das Scheitern des Klimagipfels. Selbst bei gutem Willen von sehr vielen Menschen funktioniert das nicht, weil es so etwas wie Global Governance eben nicht gibt.
Ich denke auch, dass das ein Überanspruch ist, und dass dieser Überanspruch auch ein Schuss nach hinten sein kann.

dieStandard.at: Ein relativ neuer Ansatz wie Gender Mainstreaming ist ja ursprünglich damit angetreten, wirklich gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen, in dem es eben in allen Politikbereichen und auf allen Ebenen wirkt. Gleichzeitig wollte Gender Mainstreaming auch das System der Zweigeschlechtlichkeit in Frage stellen. Ist dieser Anspruch nicht gescheitert?

Appelt: Gender Mainstreaming würde ich auch ambivalent beurteilen. Was Gender Mainstreaming wirklich gebracht hat, ist eine Akzeptanz für Gleichstellung. Sie werden inzwischen kaum eine Landesregierung bzw. kaum eine Partei mehr finden, die sich offen gegen Gleichstellung äußert. Das ist ein großer Unterschied zu früher. Das Problem ist, dass wir jetzt einerseits diese Akzeptanz haben, was ein Fortschritt ist, die konkrete Umsetzung ist dann aber oft sehr mühsam. Das gleiche Problem haben wir bei Gender Budgeting.

Die Verantwortlichen tendieren dazu, diese Maßnahmen so zu formalisieren, dass sie mehr oder weniger auf weitere geschlechtsspezifische Statistiken hinauslaufen. Und das zweite ist, dass wir durch diese Sensibilisierung und den Ansatz, Geschlecht überall zu berücksichtigen, ein Stück weit die Idee einer ganz klaren Zweigeschlechtlichkeit reproduzieren. Der Ansatz widerspricht damit jenen Bestrebungen, die die Überwindung dieses System der Zweigeschlechtlichkeit fordern, die Menschen weder biologisch noch sozial so einfach einteilen wollen.

dieStandard.at: Im Vorwort ihres Readers betonen Sie, dass in Österreich Gleichstellungspolitik mit Familienpolitik 'konkurriert'. Können Sie dies erläutern?

Appelt: Es gibt ein sehr prominentes Beispiel, das die Regelung der Abtreibung in den 1970ern. Ursprünglich war Bruno Kreisky absolut kein Freund der Fristenlösung, er hat sich aber dann doch umstimmen lassen. Er meinte, gut, aber dann müssen familienspezifische Maßnahmen her. Im Grunde ging es aber darum, Frauen, die einen Abbruch vornehmen lassen wollen, nicht zu bestrafen. Als dies durchgesetzt wurde kam reflexartig die Forderung, dass im Gegenzug die Familie gefördert werden müsse. Nicht, dass ich etwas gegen Familienförderung hätte, aber diese Junktimierung war bezeichnend.

dieStandard.at: Worin unterscheidet sich Österreich von den nordischen Ländern?

Appelt: Generell herrscht in Österreich die Vorstellung, dass eine Frau nur dann eine gute Mutter ist, wenn sie zuhause bei den Kindern bleibt. In den nordischen Ländern haben wir ein anderes Bild in doppelter Hinsicht: Erstens treffen berufstätige Eltern, also wirklich Mütter und Väter, auf sehr viel größere Akzeptanz. Das zweite ist, dass außerhäusliche Erziehung als etwas Positives angesehen wird. In Österreich hat es hierbei erst in den letzten Jahren einen Schwenk gegeben, es gab ein 'Politik-Lernen' im Rahmen der europäischen Integration.

In Österreich überwiegt der politische Reflex zugrunde, dass frauenpolitische Maßnahmen immer mit einer Stärkung der Familien einhergehen müssen. Es gibt ja auch viele familienpolitischen Maßnahmen, die das Zuhausebleiben der Mütter forcieren, etwa die Entkopplung des Kindergeldbezugs vom Karenzschutz. Die Frauen bleiben in Österreich tendenziell eher zuhause.

dieStandard.at: Angelika Wetterer meint in ihrem Beitrag, dass sich die akademische Geschlechterforschung mit anderen Formen des Geschlechterwissens (ExpertInnen, Bevölkerung) nicht mehr versteht. Teilen Sie diese Ansicht?

Appelt: Zum Teil sicher, diese Tendenz gibt es und hat es gegeben. Damit ist eine Form der Geschlechterforschung angesprochen, die sehr abgehoben und gleichzeitig aber auch sehr grundlegend war: etwa die Frage, ob Geschlecht nur ein Habitus, eine Konstruktion sei. Das sind alles sehr interessante Debatten, die aber aufgrund ihrer hochtheoretischen Verfasstheit weit entfernt sind vom Geschlechterwissen der Gender-ExpertInnen bzw. von den Arrangement in aktuellen Partnerschaften.

Wetterer betont aber auch, dass alle drei Diskurse ihre Legitimation haben. Und dann sagt sie auch, dass es eine Akzeptanz von Gleichstellung gibt, aber dass die Realität dahinter herhinkt. Das kommt auch sehr schön in dem Beitrag von Barbara Haas (über Arbeitsteilung in Paarbeziehungen, Anm.) heraus: Dass einerseits Gleichstellung als selbstverständlich betrachtet wird, aber andererseits die Arbeitsteilung in der Familie eine ganz andere Sprache spricht. Wetterer nennt das die 'rhetorische Modernisierung': wir sind zwar bewusstseinsmäßig für Gleichstellung, aber die Fakten sprechen eine andere Sprache.

dieStandard.at: Ein großes Thema in der aktuellen Geschlechterforschung ist der Ansatz der Intersektionalität. Sehen Sie Anzeichen dafür, dass sich der Ansatz auch in der österreichischen Gleichstellungspolitik durchsetzt?

Appelt: In gewisser Weise ganz bestimmt. Im neuen Gleichstellungsgesetz ist es bereits umgesetzt, hier gibt es forciert durch die EU-Richtlinien ja nicht mehr nur die Gleichstellung zwischen Männern und Frauen, sondern es werden jetzt auch andere Diskriminierungstatbestände berücksichtigt: Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung, Religion und ethnische Zugehörigkeit. Man spricht auf dieser Ebene also schon von multipler Diskriminierung.

Es gibt auch bereits eine eigene Anlaufstelle, den Senat I in der Gleichbehandlungskommission. Hier werden aber wiederum individuelle Diskriminierungen aufgefangen, jedoch nicht die strukturelle Diskriminierung.
Betroffene können sich bei der Anwaltschaft melden mit dem Hinweis, dass sie den begründeten Verdacht haben, aufgrund einer dieser Diskriminierungsgründe die Stelle nicht bekommen zu haben. Die Beweislast liegt dann bei den Arbeitgebern.

dieStandard.at: Auffällig ist, dass Gender Budgeting in der Diskussion um die Verteilung von Finanzmitteln in der Krise kein Thema war. Wäre es dafür nicht das geeignete Instrument?

Appelt: Es wäre absolut geeignet dafür! Mich hat diese Ignoranz enorm betroffen gemacht. Die allermeisten Maßnahmen gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise haben Gender Budgeting überhaupt nicht berücksichtigt. Auch hier begegnen wir wieder der rhetorischen Modernisierung: Wir haben eine Finanzverfassung, wo Gender Budgeting festgeschrieben wird, dann kommt eine Krise, in der ad hoc gehandelt werden muss, und schon ist alles ist wichtig außer Gender. Das sind Ausnahmesituationen, wo Bewegungen zu mehr Gleichstellung sehr rasch ins Hintertreffen geraten und ganz klar gesagt wird: das Allgemeine ich wichtiger. Es zeigt sich eine weitere Tiefenstruktur unserer Gesellschaft: die Frauen müssen zurückstecken. (Die Fragen stellte Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 28.12.2009)

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18 Postings
Joe De
07.01.2010 17:42
Die Familienpolitik musste zurückstecken

Die Familienpolitik musste zurückstecken, sie ist der Frauenlobby (Gendermainstreaming) nicht gewachsInnen.
Scheidungsschuld gibt es nicht mehr => folglich bekommt auch die mieseste Mutter die Kinder.
Die Kinderrechte werden ignoriert und die Kinder werden den Müttern auf gedeih und verderb ausgeliefert.Häufig werden sie "nur" als Druckmittel für die Interessen der Mütter mißbraucht.
Die Väter werden zugrunde gerichtet und die Kinder nach PAS (elterliche Entfremdung) und jahrelangem Terror werden zu emotionalen Wracks weil die Mutter sich "selbstverwirklichen" wollte und das ihre Verantwortung den Kindern gegenüber vergessend beinhart gegen jede Schwierigkeit durchgesetzt hat.
Auch sonst gab es keine Familienpolitik seit Jahrzehnten.

Heimwerkerking
 
02.01.2010 23:11
Solche Angebote erleichtern Frauen vorübergehend die Vereinbarkeit, tatsächlich werden sie dadurch in ihrer beruflichen Karriere gehemmt.

Das Prinzip der beruflichen Karriere ist seit prähistorischen Zeiten eine männliche Domäne. Zwischen dem Jäger und Kriegernomaden zum Spitzenmanager gibt es zwar einen 1000e Jahre alte Zeitkluft, aber vom Inhaltlichen ähneln sich beide sehr.
Das Problem dabei ist nicht, dass die Frauen sich zu diesen Zeiten mehr um das "Innere" der Gemeinschaft, alos Kinder, das Haus, die Sippe gekümmert haben, sondern dass diese nach innen gewendeten sozialen Funktionen heute abgewertet werden und die Normen der Jäger und Nomaden für die gesamte Gesellschaft als dominierend wertstiftend gelten.
Kein Wunder, dass selbst Frauen ihre eigenen Fähigkeiten verachten und sich von den Männern die gesellschaftlichen Werte eintrichtern liessen und lassen.

Ernst Hirschmugl
 
30.12.2009 22:13

Fakt ist, daß unsere Gesellschaft durch diese Gleichstellung (ob die gut oder schlecht ist, lassen wir mal beiseite) aussterben wird, duch eine andere ersetzt werden wird, und das regelmäßig wieder.

Toeris
28.12.2009 21:13
Ah, wieder ein Bad Bank Threat hier!

Klaus Ganglbauer
28.12.2009 17:03
Soziale Gerechtigkeit versus formale Gleichheit (I)

könnte als der Grundwiderspruch bezeichnet werden, der die bürgerlliche Gesellschaft im Allgemeinen spaltet. Es müsste doch eigentlich darum, eine reelle Chancengleichheit trotz aller "natürlich" oder "historisch" gegebenen Unterchiede realpolitisch herzustellen. Die Emanzipation der Geschlechter ist nur ein Spezialfall dieses allgemeinen Paradigmas der abendländischen Auflärung. Was Frau Appelt als Tiefenstruktur unserer Gesellschaft bzeichnet, ist die fundamentalistische Altlast dieser bloß halbaufgeklärten westlichen Kultur, was bedeutet, dass die Fetische des Privateigentums und des Familiaren (die Idole des Partikulären) gegenüber der Idee der Egalität dominieren. Das Gender-Mainstraming ist diesbezüglich unentschlossen.

Ernst Hirschmugl
 
30.12.2009 22:30

unterschiedlicher (geschlechtertypischer) Lebensablauf, aber gleiche Rechte, besonders in Abhängigkeit. Das ist es, was wir anstreben sollten (müssen).

sotho talker
 
28.12.2009 16:45
revolution findet nicht statt! der fehler der frauenbewegung

es wurde eine revolution durchgeführt und danach gehofft es möge nun jeder begriffen haben. die gesellschaft wurde aber nicht verändert und so verpufft diese energie wie ein schlag in einen großen ruhigen see.
es herrscht auch der irrglaube worte können als abbild der gedanken etwas verändern wenn man nur die "richtigen" worte aufzwingt. das gegenteil ist der fall: die aufgezwungenen worte nehmen mit der zeit die ursprüngliche gedankenbedeutung an.
was bleibt unterm strich?
revolution verändert keine gesellschaft, evolution sehr wohl.
es ist zu akzeptieren: jahrhunderte alte strukturen überwindet man nicht in 2 generationen...

weiterarbeiten an der sache und durch rückschläge nicht unterkriegen lassen!

Klaus Ganglbauer
30.12.2009 09:23
Korrekter Ansatz, falscher Schluss!

Das Problem ist altbekannt. Es handelt sich um die so genannte Dialkektik der Aufklärung. Aufklärung schlägt in Gegenaufklärung zurück, weil das herrschende System Subversionen zu "konsumieren" tendiert, derart die "Namen" des "revolutionären Ereignisses" bedeutungsmäßig zu verschieben und symptomatisch zu verdichten tendiert. Paradigma: die Idee der sozialen Gerechtigkeit. Sie ist zur formalen Gleichheit herabgesetzt (Kelsens Rechtspositivismus), auf eine Grundnorm redzuziert worden. Die Norm wird von allen ökonomisch-realen Voraussetzungen abgelöst hypostasiert. Ungleiches wird abstrakt gleich gesetzt. Das Paradigma der modernen Geschichts-Schreibung lautet: Revolutionen sind Evolutions-Katalysatoren, nicht umgekehrt.

sotho talker
 
27.01.2010 14:36
ich verstehe ihr problem des begrenzten platzes hier

geht mir auch oft so.

es sind gedankeninhalte und vorstellungen die unbewußt die bedeutung verwendeter wörter prägen.

kleines beispiel: wenn man die diktion von "krüppel" auf "behinderter" ändert wertet man nur kurzfristig auf, langfristig passt sich das wort "behinderter" an seine ursprüngliche bedeutung an bis es wieder ein schimpfwort ist. dies ist nicht "zielgerichtet" sondern einfach ausdruck der geisteshaltung der menschen (u. seines umfelds, seiner erziehung etc.)
die gedankenwelt der menschen zum thema (respekt, integration etc.) ist zu ändern, nicht das wort!
das ist natürlich viel schwieriger als neue wörter einzuführen...(und revolutionär unmöglich ohne gewalt)

wilder_stier
31.12.2009 02:32

Was um alles in der Welt faseln Sie hier?
Sagen Sie, was Sie meinen und verstecken Sie sich nicht hinter wilden Sprachkonstruktionen!

Ex-SPÖ-ler
28.12.2009 16:09
Frauenpolitik <=> Gleichbehandlungspolitik

"... Warum in Österreich Frauen- mit Familienpolitik konkurriert, ..."

Besser wäre der Titel: "Warum die Frauenpolitik mit der Gleichbehandlungspolitik konkurriert ..."

PS: Hoffentlich ist dieser Hinweis nicht zu intellektuell und sollte zumindest von den oberen 10% der Bevölkerung verstanden werden.

wilder_stier
28.12.2009 14:48

Ich glaube nicht, dass Gender Mainstreaming eine große Zukunft hat.
Der Kommunismus ist ja auch zusammengefallen.

Klaus Ganglbauer
28.12.2009 17:32
Das ist 1.) kein Argument, 2.) ist das Mainstreaming ein latenter Anti-Kommunismus

wilder_stier
31.12.2009 02:33

Anti-Kommunismus? Ne, kommt mir nicht so vor.

Jens Kampe
28.12.2009 15:09
Wenn Sie mal wirklich Langeweile haben, dann...

... kann ich Ihnen das Buch "Gender Mainstreaming" von Michael Meuser und Claudia Neusüß aus dem Portfolio der Bundeszentrale für politische Bildung empfehlen.

Warum sollte auch nur ich allein unter diesem Nonsens gelitten haben?!

WK1404
30.12.2009 15:10
Lektüre zum Thema

Sicher bricht jetzt sofort die Tele-Lynchjustiz los, wenn ich "Menschinnen" von Barbara Rosenkranz empfehle.

FabulousX
28.12.2009 14:17
muh

readymate
28.12.2009 15:36
...brüllt


der Ochs...!

.

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