Ken Follet mit Schwäche für starke Frauen

30. Dezember 2009 15:50
  • Artikelbild
    Foto: apa/epa/chema moya

    Folletts Frau Barbara taucht in allen seinen Büchern auf: "Die meisten Heldinnen haben gute oder schlechte Eigenschaften von ihr."

Weibliche Bösewichte findet der Science Fiction-Autor obendrein viel interessanter als männliche

München - Bestseller-Autor Ken Follett hat eine Schwäche für starke Frauen. Er schreibe gern über Frauen, denen er verfallen würde, die glamourös, aufregend und sexy seien, sagte der Brite der Illustrierten "Bunte". Auch seine Ehefrau Barbara tauche in allen seinen Büchern auf: "Die meisten Heldinnen haben gute oder schlechte Eigenschaften von ihr", erklärte der Schriftsteller. Weibliche Bösewichte findet er spannend. Sie seien viel interessanter als männliche, sagte der 50-Jährige.

Im eigenen Leben mag es der Autor, der mit Werken wie "Die Nadel" oder "Die Säulen der Erde" bekannt wurde, aufregend. Er lebe nach dem Motto: "Alles außer Mäßigung. Das wäre der Weg zur Langeweile", wird er zitiert. (APA/Ag.)

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
02.01.2010 04:11
"Weibliche Bösewichte findet er spannend. "

Das fanden auch die Brüder Grimm bzw. deren Quellen.

ernst-rosmer
 
01.01.2010 21:20

fiktion hat nichts mit irgendeiner wirklichkeit zu tun - höchstens insofern: wenns am markt mehr leserinnen, also mehr weibliche nachfrage gibt, gibts auch mehr heldinnen. nennt sich marketing und entspricht ungefähr dem gleichen prinzip, aus dem lippenstift in der werbung fast immer in frauen- und fast nie in männerantlitzen zu sehen ist. ist halt massenware für die käuferinnen von autostereotypen (selbstbildfiktionen). ist aber nicht nur unwirklich (keine frau kommt mit lippenstiftauftrag in die welt), sondern hat auch mit literatur ungefähr so viel zu tun wie lara croft mit einer modernen psychologie der frau: nix.

,
31.12.2009 18:27

Er ist doch schon 60?

notanaddict
31.12.2009 14:01
das ist wohl jedem klar, der mehr als ein Buch von Follett gelesen hat.

Allerdings ist schade, dass so gut wie alle Bücher dem einen Schema folgen.
Er schreibt ja gut, aber wenn es immer die starke gute Frau gibt, die etwas älter als der männliche Gute ist und einige andere Protagonisten immer ähnlich handeln und ähnliche Charaktere darstellen, etc etc etc. das kann schon etwas mühsam werden.

bon sai1
31.12.2009 20:58
gilt aber nur

für seine Thrillers und nicht für Säulen der Erde oder Tore der Welt

notanaddict
01.01.2010 11:06

Oh doch, gerade auch für die.
V.a. die beiden benannten Bücher sich auch von der Story her recht ähnlich.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.