Gleichbehandlung

Heinisch-Hosek will Lohntransparenz bis Mitte 2010

01. Jänner 2010, 12:21

Sozialpartner diskutieren Gleichstellungs-Maßnahmen im Jänner

Wien - Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) pocht darauf, dass die Einkommenstransparenz in Unternehmen noch im ersten Quartal, spätestens aber bis Jahresmitte 2010 im Gleichbehandlungsgesetz festgeschrieben wird. Die Lohntransparenz ist ein Thema im Nationalen Aktionsplan (NAP) für Gleichstellung, den sich die Bundesregierung in ihr Programm geschrieben hat. Im Jänner werden die geplanten Maßnahmen von den Sozialpartnern diskutiert.

Bei der Einkommenstransparenz gehe es nicht um sofortige Sanktionen oder die Offenlegung von Einzelgehältern, sondern um die Bewusstseinsschaffung: "Man muss nicht sofort von Sanktionen reden, sondern wir schauen uns das zwei, drei Jahre an und wenn sich dann nichts verändert hat, muss es Konsequenzen geben. In Schweden gibt es etwa Verwaltungsstrafen." Einkommen sollen hierfür nach Gruppen aufgeschlüsselt und gegenübergestellt werden. "Ich baue hier auf die Betriebsräte, denen wir Schulungen anbieten, und eine Task Force, die Betriebe beraten soll", erklärte Heinisch-Hosek. Wie die etwaigen Strafen für ungleiche Entlohnung aussehen könnten, sei noch zu diskutieren. Sie sollen jedenfalls von der Größe der Unternehmen abhängen, so die Ministerin.

Der Startschuss für den NAP fiel im vergangenen Mai. In der Zwischenzeit wurde ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der beim zweiten Sozialpartnergipfel im Jänner besprochen werden soll. Ein Thema, das man laut Heinisch-Hosek sofort in Angriff nehmen könnte, sei die Väterkarenz: "Es könnte eine Werbekampagne geben, dass Väter in Karenz nicht länger Exoten sind." Ihr Appell gilt auch den Betrieben, denn schließlich gebe es einen Rechtsanspruch auf Karenz.

Die Beamtenministerin sprach sich auch weiterhin für eine verpflichtende Frauenquote in Führungspositionen aus: "Ich bleibe dabei, denn sonst tut sich nichts. Der öffentliche Dienst ist hier besser als die Privatwirtschaft, aber noch nicht gut genug." Sie zeigte sich optimistisch, dass alle Ressorts Verantwortung zeigen wollen und werden: "Wenn wir alle Rädchen drehen, kann bis 2013 einiges weitergehen." Ihre Inseratenkampagne "gleich = fair" für mehr Gleichbehandlung am Arbeitsmarkt sei zwar abgeschlossen, dem Motto bleibe sie aber weiterhin treu, betonte Heinisch-Hosek. (APA)

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Ein frisch gezapftes kühles Blondes
03.01.2010 15:27
Wenn wir schon dabei sind:

Ich möchte im gleichen Alter in Pension gehen, wie meine Arbeitskolleginnen!

Kantinenessen
04.01.2010 13:31
Keine Sorge, das wirst Du.

Es ist ja jetzt schon bereits Realität:

Durchschnittlich gehen Männer mit 59, Frauen mit 57 Jahren in Pension.

Die Differenz liegt also bei maximal 2 Jahren.

VorteilsCard
03.01.2010 19:14
...

werden Sie aller wahrscheinlichkeit nach ...

Lethawae
03.01.2010 18:52

Das wäre unfair!
Immerhin hatten die nicht das Vergnügen, Militär- oder Zivildienst leisten zu dürfen!

linuxforeverlinux
03.01.2010 18:22

möchten können sie ja viel, nur bekommen werden sie es nie :), solange wir parteien wie die grünen und roten haben.
aber vorallem die grünen sind es, die uns männern stets steine in den weg werfen!

alles neu macht der mai
04.01.2010 10:27

achso? bei wievielen jahren regierungsverantwortung?

die schweren steine, über die ihr steigen müsst, die habt ihr schon SPÖVP zu verdanken. und natürlich ÖVPFPÜBZÖ.

linuxforeverlinux
04.01.2010 20:30

auch ohne regierungsbeteiligung kann man gesetze machen!
man kann sie einbringen und wenn die koalitionsparteien dem gesetz zustimmen, dann wars das auch schon.
so sind auch die männerhassenden gesetze zustandegekommen.
bei einer scheidung hat der mann kein recht das kind zu sehen, aber dafür zu zahlen!
bei einer schweren beschuldigung seitens der frau muss kein beweis vorliegen, damit es trotzdem zu einer verurteilung des mannes kommt!
die liste der misandrie ist leider unendlich und sie wird von tag zu tag länger!

alles neu macht der mai
04.01.2010 21:48

so, und wieviel initiativanträge seitens der grünen wurden von der regierenden koalition bislang angenommen?

richtig - 0

aber es ist schön, wenn man sich präventiv bedroht fühlt und dafür auch jemanden hassen kann.

kmmm
03.01.2010 01:03
und in welchem medium

findet so ein schwachsinn den grössten redaktionellen anklang ?

... sie werden's nie erraten ...

Little Willy
03.01.2010 13:32
Jetztmachen Sie es nicht so spannend:-(

yourworstnightmare
02.01.2010 22:37

= 2-3 Jahre Leerlauf. Ohne Sanktionen doch vollkommen wirkungslos. Und die sollten auch höher sein, als das, was Betriebe den angestellten Frauen mehr zahlen müssten. Die Welt ist so einfach...

trockenes brot
02.01.2010 21:56
ich fange an

männlich 41 hauptschulabschlüss mit lehre seit 13 jahren bei einem internationalen dienstleistungsunternehmen als verkaufsleiter . jahreseinkommen 100.000 davon fix pto monat 5300,-

Little Willy
03.01.2010 13:48
Das ist unfair, Sie sind ja ein Mann!

Ex-SPÖ-ler
02.01.2010 16:28
Heinsch-Hosek kann mit guten Beispiel vorangehen

und ihr Gehalt offenlegen.

Mac Smith
06.01.2010 15:32
Bitte um Info

Wie ist das in Österreich?
Dürfen Politiker/Minister auch Nebentätigkeiten außerhalb der Politik, z.B. in der Privatwirtschaft, ausüben?
Müssen Sie diese Tätigkeiten und das Gehalt bzw. die "Aufwandsentschädigung" dafür öffentlich machen?

leitfaden
02.01.2010 19:13
ich fände es viel interessanter, wenn die spitzen von gewerkschaft und ak ihre einkommen offenlegen würden -

das wäre 1. ein gutes beispiel und brächte 2. transparenz in die spannende frage der nebenbeschäftigungen und aufsichtsratsposten.

Little Willy
02.01.2010 18:55
Das ist bei Beamten und Ministern eh' bekannt


Das der Leistungsträger soll vertraulich bleiben.

Little Willy
03.01.2010 09:12
BM: 14x 16.320 Euro

Ex-SPÖ-ler
03.01.2010 08:25
Dann leg es offen,

wenn es dir bekannt ist.

Little Willy
03.01.2010 13:50
Es ist jedem bekannt


Muss es auch, wird ja über Steuern bezahlt. Übrigens zu drei Viertel von Männern.

Caligulas Gaul
02.01.2010 11:51
Jaja...

...die Sache mit den Neujahrsvorsätzen.

Mario Ahner
02.01.2010 11:40

Warum dürfen eigentlich Frauen trotz längerer Lebenserwartung 5 Jahre früher in Pension gehen? Wie wird das gerechtfertigt?

VorteilsCard
03.01.2010 19:16
hacklerregelung

schon mal geschaut, wer tatsächlich viele jahr früher in pension geht?! ... die frauen sind´s nicht ...

leitfaden
02.01.2010 19:18
das gibt es nur mehr im ASVG und hat historische gründe.

bei den berechnungen der ersten beitragssätze und der festlegung der rahmenbedingungen kam man drauf, dass männer satistisch wesentlich schlechtere risiken in die pensionsversicherung einbrachten, nämlich mehr unversorgte hinterbliebene (witwen und [halb)waisen - die witwerpension kam erst in den 80ern).

es gab 2 ideen, das auszugleichen - höhere beitragssätze oder längere versicherungszeiten, man entschied sich politisch für letzteres.

übrigens wird das antrittsalter der frauen bis, ich glaube 2034, schrittwise an das der männer angeglichen.

Little Willy
02.01.2010 20:38
Witwenversorgung kommt aus der Wehrpflicht der Männer

Da diese oft nicht aus dem Feld zurückkamen, hat man die Verbliebenen versorgt un das Ganze bis heute zum Exzess weiterentwickelt.

Dieses System, das auf dem Rücken toter Männer basiert, ist sofort abzuschaffen.

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