
Die sexistische Personalpolitik der Thai Airways darf sich über eine saftige Zitrone freuen.
Rund 800 Flugbegleiterinnen der Thai Airways brauchen derzeit keine Angst mehr vorm Fliegen haben. Oder doch? Dann nämlich, wenn ihre Arbeitsverträge beendet werden und sie - wie es so unschön heißt - rausfliegen.
Wie vergangene Woche aus Bangkok bekannt wurde, verfolgt die Thai Airways einen unmenschlichen Plan, der darüber hinaus auch sexistisch und das Gegenteil von gendergerecht ist. Den Stewardessen über 45 Jahre seien Auflösungsverträge angeboten worden: wenn sie sofort gehen, bekommen sie dreißig Monatsgehälter.
Jüngere Kolleginnen würden das Image der Fluglinie verbessern, meinte Thai-Chef Piyasvasdi Amranand, und sie seien billiger. Denn Berufsanfängerinnen bekämen nur ein Drittel des Gehalts.
Irrtum und Wahrheit
Die Begründung für diesen Coup erinnert zum einen an längst vergangen geglaubte Jahrzehnte, als weibliches Bordpersonal noch vorrangig nach optischen Kriterien wie Modelmaße und ein hübsches und vor allem junges Köpfchen ausgewählt wurde. Diese Zeiten schienen endlich vorbei zu sein. Auch in diesem Dienstleistungsjob käme es vor allem auf die Qualifikation an, schien es. Das war leider ein Irrtum.
Zum anderen zeigt die Tatsache, dass die 1.200 Männer des Bordpersonals von dieser Einsparungsmaßnahme nicht betroffen sind: die Verantwortlichen der Thai Airways befinden sich mit ihrem Gedankengut noch in eben jenen längst vergangen geglaubten Jahrzehnten. Es schien, eine solch zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit würde nicht mehr vorkommen. Das war leider ein Irrtum.
Überspitzt ausgedrückt: Frauen haben jung und billig zu sein. Männer dürfen alt und teuer sein. Das ist leider die Wahrheit.
(Dagmar Buchta/diestandard.at, 12.01.2010)
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Ich persönlich glaub das das eine und das andere am Lifestyle der Flugbegleiter liegt.
sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, viel unterwegs, viel unregelmäßige Freizeit (bei Langstrecke auch im Ausland, immer mit anderen Leuten unterwegs,...)
Die ausgedehnten Arbeitstage bringen jedoch auch viel Freizeit mit sich (bei der AUA, nach Langstreckenflügen Richtung Westen mindestens 4-5 Tage zu Hause). Diese Zeiten braucht man natürlich auch um den Jetlag hablwegs im Griff zu haben.
Viele Flugbegleiter ignorieren die Zeitverschiebung am Zielort einfach um ihren Körper nicht vollkomen zu verwirren. Über Jahre gesehen geht das schon ziehmlich an die Substanz.
Sofort eine Quote für Stewards her! Das ist ja eine Frechheit, dass hier Frauen so bevorzugt werden!
Erst heute hat einer auf der Uni während einer Übung die Darstellung von Berufen "sexistisch", nur weil da Frauen u.A als Krankenschwester dargestellt waren, und Männer als Polizisten. Ich habe mich dann aber auch gleich zu Wort gemeldet, und mich für meinen Kollegen entschuldigt, und ihr ferner versichert, dass nicht alle hier so denken wie er.
Noch dazu stammte die gute Frau aus einem völlig anderen Kulturkreis, wo dieser Wahn noch nicht grassiert...
...hier einmal eine Zitrone zu lesen, über deren Berechtigung es keinen Zweifel geben sollte.
Man kann argumentieren, dass es für ein Unternehmen betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, teure Arbeitnehmer abzubauen und durch billige zu ersetzen - insbesondere, wenn es sich nicht gerade um eine hochqualifizierte Tätigkeit handelt.
Man kann auch darauf hinweisen, dass 30 Monatsgehälter ein schöner "golden Handshake" sind.
Aber es ist eindeutig sexistisch, das ausschließlich und umfassend mit weiblichen Angestellten zu tun.
eine zitrone für ein unternehmen das daselbe macht wie fast jeder betrieb in österreich...
schon mal im frisörladen umgeschaut wo man ca. 1% angestellte sieht die älter als 30-35 jahre sind.
entweder man ist chefIn oder man ist arbeitslos.....
und warum die arbeitslosigkeit ab 45-50 dramatisch in die höhe schnellt?
Deswegen flige ich mit Air Etihad: vollverschleierte Stewardessen.
....natürlich nicht. D.h.: Ich flig schon mit denen, aber die Stuardessen sind nicht verschleiert. Das wäre aber die Lösung für das Problem: wenn alle Frauen verschleiert sind werden alte und/oder hässliche Frauen nicht mehr diskriminiert.
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