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Sexismus führt Beschwerdeliste an

22. Jänner 2010, 11:37

Jahresbilanz des Österreichischen Werberates: 2009 setzte sich der Rat mit 213 Fällen auseinander - In vier Fällen wurde ein sofortiger Stopp des Sujets gefordert

Wien - In der Werbung stellen Sexismus und Frauenfeindlichkeit nach wie vor die größten Probleme dar: Wie aus der Jahresbilanz des Österreichischen Werberates hervorgeht, gab es 213 Beschwerden, davon 37 wegen sexistischer Darstellung und 29 Fälle, in denen die Darstellung von Frauen sogar als diskriminierend empfunden wurde.

Platz drei hält der Beschwerdegrund "aufdringliche Werbung" mit 22 Beschwerden und ist im Vergleich zum Vorjahr (24 Beschwerden) kaum weniger geworden. Die Plätze vier bis sechs werden mit den Beschwerdegründen "Ethik und Moral" (18 Beschwerden), "Rassismus" (14 Beschwerden) und "sexistische Darstellung" (13 Beschwerden) belegt.

Vier Mal sofortiger Stopp

Der Beschwerdegrund "sexuell anstößige Darstellung" (elf Beschwerden) findet sich heuer auf Platz acht und konnte einen geringen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (18 Beschwerden) verzeichnen. Platz neun wird vom Beschwerdegrund "täuschende und belästigende Werbemaßnahme" (zehn Beschwerden) belegt. Die Beschwerdegründe "Erniedrigung von Menschen", "Irreführung der Konsumenten" sowie "Gewalt und Brutalität" rangieren ex aequo auf Platz zehn.

Vier Verstöße waren dermaßen schwerwiegend, dass der Werberat einen sofortigen Stopp des Sujets bzw. der Kampagne verlangte. In einem Fall gab es die Aufforderung, in Zukunft ein anderes Sujet bzw. eine andere Werbelinie zu verwenden.

Für das meiste Aufsehen sorgten Werbe-Sujets und Kampagnen, die über das Medium Plakat veröffentlicht wurden. Platz zwei im Ranking der betroffenen Medien fällt auf TV-Werbespots. Es folgen die Medien Flyer und Inserate vor Internetwerbung. Das Medium Telefon wurde meistens im Zusammenhang mit betrügerischen Werbemaßnahmen genannt.

Insgesamt gab es bei den Beschwerden einen leichten Rückgang gegenüber 2008, wo sich der Werberat mit 227 Fällen auseinanderzusetzen hatte. (APA)

Kommentar posten
11 Postings
turnabuoni
 
00
25.1.2010, 20:30
Lady Prudence of Fairfax
00
24.1.2010, 23:55

hab ich was überlesen? wo sind die beispiele? wenn das rechtskräftige urteile waren, kann man dann nicht veröffentlichen welche werbeagenturen da daneben lagen bzw. welche firmen ihren sanktus auf diese art von werbung gaben?

4simo
00
25.1.2010, 14:50
ok

1) naja dumme werbung, klingt wie eine komplett umkehrung eines dummen klischees, und wird nicht intelligenter
2) virus: umpffff , ein schmunzeleffekt gibts nur, wenn man bedenkt, daß sich eher die männer über edv definierne.... das mädel ist wiederum typisch ahnungslos daneben
3. und mehr: die bipa werbung ist eigentlich nur verstörend.... was machen jetzt alel frauen ohne mann? die rasieren sich am liebsten im advent die beine, weil sich danach die weihnachtsmänner verduften...

unpf.....
ich geh aber davon aus, daß due verstöße schon herber an geschmacklosigkeit waren, als diese dumpfwerbungen!

Lady Prudence of Fairfax
00
24.1.2010, 23:50

na ja, zumindest bei den bipa spots bin ich der meinung, dass da eher die frauen schlecht wegkommen. zumindest stärkt es das altbekannte stereotyp von materialistischen frauen, die nur das geldbörsel des mannes interessiert...auf jeden fall eine entbehrliche werbung.

Martin Schwarzbauer
 
02
23.1.2010, 01:29

"[...] davon 37 wegen sexistischer Darstellung und 29 Fälle, in denen die Darstellung von Frauen _sogar_als_diskriminierend_ empfunden wurde."
Öhm... ist "sexistisch" jetzt ein milderes Wort für "geschlechtlich diskriminierend"? Ich dachte immer, das wäre die Bedeutung des Wortes. Wie kann "diskriminierend" eine Steigerung von "sexistisch" sein?

Auch interessant:
"Die Plätze vier bis sechs werden mit den Beschwerdegründen [...] und "sexistische Darstellung" (13 Beschwerden) belegt."
Was nun? 37 oder 13 Beschwerden? Oder waren das eine Frauen und das andere Männer?

Man sollte Pressemitteilungen halt mal lesen, bevor man sie veröffentlicht...

Mac Smith
00
25.1.2010, 15:03
"Man sollte Pressemitteilungen halt mal lesen, bevor man sie veröffentlicht..."

Oder zumindest die entsprechende Aufstellung vollständig veröffentlichen oder einen Link zur Quelle setzen (wenn man/frau sich denn traut).

canis major
10
22.1.2010, 23:55
"In der Werbung stellen Sexismus..

und Frauenfeindlichkeit nach wie vor die größten Probleme dar"

achso? und ich dachte immer das wäre hilfreich, um den verkauf überhaupt in gang setzen zu können.
wie man sich irren kann.



eze eze
 
00
23.1.2010, 12:07

Diese Herren haben ein so eingeengtes Blickfeld, dass sie die selbstgewählte Aufgabe gar nicht erfüllen können. Die waren nicht einmal in der Lage, zu erkennen, dass es bei zahlreichen Beschwerden wegen eines frauenfeindlichen Plakats weniger um das Bild ("die Darstellung wirkt nicht anstößig" ;-) als um die diskriminierende Untertitelung ging, die die Frauen zu Objekten herabwürdigte - obwohl sie mehrfach mit der Nase darauf gestoßen wurden. Ein Werberat, der als Reaktion auf eine Beschwerde zu einem Gesamtsujet sinngemäß antwortet "Das Bild ist doch eh ganz nett und in keiner Weise anstößig", obwohl untendrunter unter dem Bild diskriminierende Zeilen stehen, zeigt nur eins: dass er offenbar im Interesse der Werbetreibenden handelt.

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