Barcelona feministisch entdeckt

22. Jänner 2010, 19:25
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    foto: nina hechenberger

    Die Eingangshalle bei "Francesca de la bonnemaison".

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    foto: nina hechenberger

    Auslage einer der zahlreichen Frauenbuchläden in Barcelona.

Zahlreiche feministische Vereine versprühen ihren eigenen Charme abseits von Gaudi und "La Rambla"

Die feministische Bildungseinrichtung "frauenhetz" hat im letzten Jahr den Kontakt mit europäischen Frauenprojekten ausgeweitet und möchte die daraus entstandenen Reiseerfahrungen mit anderen Frauen teilen. Als Reisetipps können Sie die Berichte im Wochenrhythmus nun auch auf die dieStandard.at lesen: Der erste Bericht führt in das "feministische Mekka" Barcelona. Dort unterwegs war Nina Hechenberger.

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Barcelona - oder auch Barca, wie die SpanierInnen diese wundervolle Stadt im Nord-Osten Spaniens nennen, überzeugt nicht nur durch ein unglaubliches Flair. Abseits von "Las Ramblas", der wohl berühmtesten Promenade der Stadt, den vielen berühmten Bauten Gaudis und weg von den unzähligen Einkaufsstrassen und den palmengesäumten Alleen am Meer, eröffnet sich ein feministisches Mekka.

Zahlreiche feministische Vereine, unterstützt nicht zuletzt vom Staat und kommunalen Einrichtungen, bieten einen gänzlich anderen Zugang zu dieser Metropole, in der das Leben, so scheint es, nie still steht. Angefangen bei dem autonomen Frauenort "Ca la Dona" wird frau über die verschiedenen, dort ansässigen Vereine gerne und ausgiebig informiert. 23 verschiedene feministische Organisationen finden im "Ca la Dona", das einerseits als Bürogemeinschaft und andererseits als Veranstaltungsort fungiert, Unterschlupf. Die Bandbreite des Angebotes der verschiedenen hier ansässigen Vereine reicht von lesbischen Juristinnen und feministischen Schauspielerinnen, Migrantinnenorganisationen über diverse (psychologische) Beratungsangebote hin zu regelmäßig stattfindenden Tauschbörsen. 

Faszinierendes Archiv zu Spaniens Frauengeschichte

Weiters finden hier Treffen zu politischen Kampagnen - aktuell etwa gegen das Abtreibungsverbot - sowie rege europaweite Netzwerktätigkeiten statt. Ca la Dona beherbergt aber auch eine faszinierende Bibliothek mit angeschlossenem Archiv über die lesbisch/feministische Geschichte Spaniens, welche auf alle Fälle einen Besuch wert sind. Dass hier auch gratis Kinderbetreuung angeboten wird und eine kleine Bar zur Verfügung steht, versteht sich fast von selbst.

Einen feministischen Ort der anderen Art stellt das "Centre de Cultura de Dones Francesca Bonnemaison" dar. In Mitten der Altstadt Barcelonas gelegen bietet dieses feministische Kulturzentrum unvorstellbare Möglichkeiten. Neben einer öffentlichen Bibliothek, die beiden Geschlechtern zugänglich ist, eröffnen sich in zwei women-only Stockwerken ungeahnte feministische Welten. Hier werden Videoschnittplätze, eine komplette Radiostation, zwei Computerräume für diverse gratis Schulungen, ein riesiger Veranstaltungsraum, der zeitweilig für Vernissagen dient sowie unzählige kleinere Räume für feministische Gruppen zur Verfügung gestellt. Das hauseigene Audimax in dem wunderschön renovierten Gebäude bietet Platz für Diskussionsveranstaltungen sowie feministische, universitäre Vorlesungen. Ein unglaubliches Beispiel, wie aus einem besetzten Haus, das sich eigentlich die Stadt Barcelona nach dem Tod von Francesca Bonnemaison aneignen wollte, unter dem Druck und der Einigkeit verschiedener feministischer Vereine ein außerordentliches Frauen-Kulturzentrum entstand.

Dies sind nur zwei Beispiele für Frauenorte in Barcelona. Natürlich bietet diese Stadt aber auch wunderschöne Plätze und Orte, die durchaus einen Besuch wert sind. Diese finden Sie aber in jedem Reiseführer. (Nina Hechenberger, dieStandard.at, 22.1.2010)

Kommentar posten
14 Postings
ricko
01
25.1.2010, 10:27
Barcelona feministisch entdeckt

oder
Skifahren in Bagdad,
Englisch lernen in Peking,
auf Discotrip nach Islamabad,
FKK in Kabul

christine sturm
01
25.1.2010, 06:41
scheeeísse....ich hab die stadt nur maskulin entdeckt...uff

auegg
10
24.1.2010, 20:30
Barcelona - oder auch Barca, wie die Spanier diese wundervolle Stadt im Nord-Osten Spaniens nennen...

Also wenn ma schon dabei sind, bitte auf das "Innen" nicht vergessen:
Barcelona - oder auch BarcaInnen.

So muss es richtig sein!!

youareunbeliveable
00
25.1.2010, 01:45
Wenn man "Barça" verwendet

ist damit AUSSCHLIESSLICH die Fussballmanschaft gemeint. Die "barceloneses" ab und zu nennen die Stadt "Barna".

LG an die Redaktion!

marty fink
03
24.1.2010, 14:25
wenn in Barcelona "Barca" gesagt wird, dann ist sicher nicht die Stadt damit gemeint...

Guigui
00
24.1.2010, 16:46

Nein, sondern ein Boot.

Toni Poster
03
24.1.2010, 14:06
barça ist ein fußballclub

nicht die stadt.

oblomow II
01
24.1.2010, 12:15
subventionierter spaß?

... seltsam

Guigui
06
23.1.2010, 19:30

Kein einziger Ortskundige nennt Barcelona "Barca".

Guigui
02
23.1.2010, 19:32

Und "Las Ramblas" heißt die Promenade auch nicht, sondern "La Rambla". Siehe örtliche Straßentafeln.

youareunbeliveable
00
25.1.2010, 01:50
Las Ramblas

oder Les Rambles (auf katalanisch) zu verwenden ist auch nicht unkorrekt, da "La Rambla" aus 5 verschiedenen "Rambla" zusammengesetzt ist:

- Rambla de Canaletes
- Rambla dels Estudis
- Rambla de les Flors (Sant Josep)
- Rambla dels Caputxins (del Centre)
- Rambla de Santa Mònica

Guigui
00
25.1.2010, 11:38

Und doch lautet die Zusammensetzung aller Abschnitte nicht auf Plural, weil es sich nach wie vor um eine einzige Straße handelt. Das Katalanische hat eben nicht den Hang zur Mehrzahlbildung wie das Spanische:

las cercanías -> la rodalia
las Navidades -> el Nadal
buenos días -> bon dia
usw.

die wo zeitung lesen tun
34
23.1.2010, 17:02
Wundert mi ned

das es bei die Feministinnen ka Gaudi gibt!

merz1
 
21
24.1.2010, 15:13

du bist halt so narrisch witzig daudig da kommt ja keine/r mehr nach

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