Mädchen "erben" Mathe-Schwäche von ihren Lehrerinnen

25. Jänner 2010, 18:10

Woran es liegen könnte, dass Buben bei den meisten Mathematik-Tests im Schnitt meist besser abschneiden

Washington - An den Genen liegt es nicht, wie man längst weiß: Mädchen sind mathematisch ebenso begabt wie Buben, wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben. Woran aber liegt es dann, dass Buben bei den meisten Mathematik-Tests im Schnitt meist besser abschneiden? Und wie ließe sich das ändern?

Klar ist, dass das die Schule und insbesondere der Mathematikunterricht eine entscheidende Rolle spielen. Eine wichtige Präzisierung liefert nun eine Studie von PsychologInnen der Universität Chicago: Sie fanden heraus, dass Volksschullehrerinnen ihre Angst vor Mathematik an ihre Schülerinnen gleichsam übertragen, während die Buben davon unbeeindruckt bleiben.

An der Studie, die heute im US-Fachblatt PNAS erscheint, nahmen insgesamt 17 Lehrerinnen der ersten und zweiten Klasse Volksschule sowie ihre 52 Schüler bzw. 65 Schülerinnen teil. Um zu testen, inwieweit sich die Mathe-Ängste von Lehrerinnen auf ihre SchülerInnen übertragen könnten, prüften die ForscherInnen die Einstellung und Rechenkünste am Anfang und am Ende des Schuljahres.

Dabei kam heraus, dass Mädchen, die sich dem Vorurteil angeschlossen hatten, bei Rechentests signifikant hinter den unbeeinflussten Mitschülerinnen und -schülern zurückblieben. In den USA - und auch in Österreich - sind rund 90 Prozent der Volksschullehrer Frauen. (tasch, DER STANDARD/Printausgabe 26.1.2010)

 

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22 Postings
Ody Fry
09.08.2010 12:27

Nicht nur Mädchen "erben" die Unfähigkeit des Profs. Auch Burschen werden nicht ohneweiteres besser in Mathematik und übertrümpfen die Lehrerin, wenn sie selbst Lücken hat.

Burschen müssen früh genug lernen, mit Mathematik umzugehen: diese könenn sich nicht die American-Express vom Papi ausborgen :o)

metalwoman
22.03.2010 12:34

Leider haben viele Angehörige des weiblichen Geschlechts eine anerzogene Mathematikphobie. Meiner Meinung nach kommt diese aber eher von den Vorurteilen wie: "Du bist ein Mädchen, also brauchst/kannst du nicht so gut in Mathe sein", das den Schülerinnen unbewusst von Eltern und Lehrern mitgegeben wird.
Dass Lehrerinnen Angst vor den Grundrechnungsarten haben, dürfte selten sein.

bibliothekar
20.03.2010 20:27

Da sind wir aber froh. An den memen lässt sich ja was verändern, an den genen eher nicht. Zumindest solange gentechnik weiter verboten ist ;)

GreyPaladin  
28.01.2010 11:58
?

Sorry.. aber als Volksschullehrerin Angst vor Mathe?
Was machen die dort? binomische Formeln und exponential Funktionen?
Also wenn man als Lehrer (egal welchen Fachs oder Schultyps) Angst vor Mengenlehre, Grundrechnungsarten und Bruchrechnungen hat, bzw. das 6-10 Jährigen beizubringen, ist das schon eher Traurig.

no left child behind
03.02.2010 21:38
da sollten die männer aushelfen

aber ja, die wollen nicht. volksschullehrer zu werden ist doch pfui.

GreyPaladin  
04.02.2010 16:34
Weils mal wieder länger dauert

"wer wird dann lehrerIn?
gibt man den unterricht wieder an klosterbrüder und klosterschwestern ab, denen man keine "luxuriöse" unterkunft, besonderes essen oder sonstiges finanzieren muss?
wer in mathematik gut ist, wird in der wirtschaft wohl besser verdienen."

Was bitte hat "gut in Mathematik" mit der beherrschung der Grundrechnungsarten zu tun?

no left child behind
04.02.2010 17:21
da bin ich eh auf ihrer seite

es kann ja wohl nicht sein, dass dann womöglich ein 10jähriger nach beendigung der volksschule besser rechnen kann als sein volksschullehrer.

da wird man schauen müssen, wo die kontrolle versagt hat. probleme bei grundrechnungsarten müssen aufgefallen sein.

man wird auch schauen müssen, ob es politisch gewollt ist, weil es sonst zuwenig absolventen gäbe, die im volksschulbereich arbeiten wollen.

GreyPaladin  
04.02.2010 14:01

Was hat das mit Mann oder Frau zu tun?
Wer angst vor Grundrechnungsarten hat sollt noch nicht mal Deutschlehrer werden.

no left child behind
04.02.2010 15:46

wer wird dann lehrerIn?

gibt man den unterricht wieder an klosterbrüder und klosterschwestern ab, denen man keine "luxuriöse" unterkunft, besonderes essen oder sonstiges finanzieren muss?

wer in mathematik gut ist, wird in der wirtschaft wohl besser verdienen.

Walter Bimini
31.01.2010 19:36
womit bewiesen ist, daß es viele unfähige lehrerinnen gibt

und diejenigen, die solche studienmachen bei denen das bißerl rechnen und zählen mit mathematik gleichgesetzt wird, unterstreichen, daß auch sie keine ahnung haben.

no left child behind
27.01.2010 19:02
Die Buben

bleiben unbeeindruckt, weil sie WISSEN, dass sie nicht rechnen können.

hinweis4
28.01.2010 20:30

Nein, die Buben bleiben unbeeindruckt, weil sie nicht auf das achten, was für Frauen relevant ist!

25:25:50 2:1
27.01.2010 19:20
Alle Achtung.


Dann schaffen es schon die kleinen Buben in der Volksschule, die Lehrerin um den kleinen Finger zu wickeln, damit die ihre Tests besser benotet als den der Mädchen. ;-)

Thomas Felder
13.02.2010 14:21

nur komisch dass in wirklichkeit zumeist mädchen für das gleiche ergebnis bessere noten bekommen

Mac Smith
27.01.2010 13:33
"In den USA - und auch in Österreich - sind rund 90 Prozent der Volksschullehrer Frauen."

Wäre da nicht mal langsam eine Quotenregelung nötig?

P.S. sollte es nicht neusprachlich "VolksschullehrerInnen" heißen?

bibliothekar
20.03.2010 20:23

Richtiger wäre wohl: 10 prozent der volksschullehrerinnen sind männer. ;)

25:25:50 2:1
28.01.2010 13:11
Eine Quote für Volksschullehrer wäre logisch.


Und wenn Volksschulerhrerinnen ihre schwächen, wie es aus dieser Studie herausgearbeitet wurde, weitergeben, auch sehr sinnvoll.

Frauenpolitisch gesehen aber höchst bedenklich, also ist auch nicht damit zu rechnen.

derEismann
31.01.2010 23:04

Frauenpolitisch gesehen aber höchst bedenklich, also ist auch nicht damit zu rechnen.

Äh, wieso genau 'bedenklich'? In anderen Bereichen gibts ja auch Quoten, wieso soll das hier bedenklich sein?

25:25:50 2:1
01.02.2010 04:59
Damit haben Sie ja vollkommen recht.


Quote für Volksschulleherer wäre ja eben logisch und sinnvoll. Und sicher nicht bedeklicher als irgendeine Frauenquote.

Daher ja auch nur "frauenpolitisch bedenklich", nicht an sich "bedenklich".

25:25:50 2:1
27.01.2010 12:23
Stimmt, an den Genen liegt es sicher nicht.


Zeigt diese Studie auch, dass österreichische Leherinnen genau so sind, wie amerikanische Lehrerinnen?

Oder hat man mit dieser Studie doch nur wieder eine Ausrede gesucht und gefunden, die gut ins Konzept passt und die Ursachen liegen doch ganz wo anders?

stopfgm
04.02.2010 15:27

Angst der LehrerInnen vor Mathematik rührt sicher nicht daher, dass sie Grundrechenarten nicht beherrschen. Angst ist hierbei sicher ein schlecht gewählter Begriff; es reicht schon die (auch unbewusste) Einstellung der Lehrerinnen gegenüber Mathematik oder eine Präferenz anderer Fächer.

Mädchen, besonders im Volksschulalter, sehen oft die Lehrerinnen als Vorbilder oder zumindest bekommen sie dadurch ein Bild einer "Frau". Klarerweise übernehmen sie dadurch auch Einstellungen gegenüber der Mathematik zB.

Mit Quotenregelungen kann man mMn jedoch nichts ändern - wie soll man den Männer zwingen? - viel mehr sollte dieses Problem bewusst gemacht und auch direkt mit den SchülerInnen besprochen werden.

25:25:50 2:1
05.02.2010 01:58
Na und wieso bekommen Buben das hin und Mädchen nicht?

Sind die Mädchen bei Mathematiklehrern besser?
Sind Buben besser, weil sie gleich garkeine Vorbilder mehr haben?

Um wieviel soll man das (angebliche) Problem denn noch bewusster machen. Deutlicher geht es doch eh nicht mehr.

Man versucht doch unentwegt Männer zu etwas zu zwingen.

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