Paris - Die Kirche in Frankreich hat sich skeptisch zu einem möglichen gesetzlichen Verbot der Burka ausgesprochen. Man dürfe die Dinge nicht mit negativen Mitteln zu bewältigen versuchen, sagte Erzbischof Robert Le Gall von Toulouse der Tageszeitung "La Depeche" (Dienstag).
Wie dieStandard.at berichtete, hat eine Parlamentarier-Kommission Ende Jänner ein Verbot des den ganzen Körper verhüllenden islamischen Kleidungsstücks im öffentlichen Dienst gefordert. Der Erzbischof kritisierte auch die auf Betreiben der Regierung derzeit in Frankreich geführte Debatte über die nationale Identität.
Am Montag hatte bereits der Rat für den interreligiösen Dialog der französischen Bischöfe ein gesetzliches Verbot der Burka abgelehnt. Es bestehe das Risiko, dass Burka-Trägerinnen dann nicht mehr das Haus verließen, erklärte der Vorsitzende, Bischof Michel Santier. Er bedauerte, dass keine Vertreter von Christentum und Judentum von der Parlamentarier-Kommission angehört worden seien. Sein Schreiben an den Kommissionsvorsitzenden sei sogar völlig ohne Antwort geblieben, bemängelte Santier. (APA)
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