
Der Grundsatz der Gleichheit von Mann und Frau wird durch Schleierzwang ignoriert.
Paris - Frankreich macht im Kampf gegen die Vollverschleierung muslimischer Frauen Ernst. Der Minister für Einwanderung und Nationale Identität, Eric Besson, lehnte die Einbürgerung eines Marokkaners ab, dessen französische Frau Gesicht und Körper aus religiösen Gründen voll verschleiert. Premierminister Francois Fillon stellte sich am Mittwoch hinter Besson.
"Es geht um einen radikalen Religiösen, der in seinem eigenen Haus die Trennung von Männern und Frauen erzwingt und sich weigert, einer Frau die Hand zu geben", sagte Fillon im Rundfunk. "Wenn er seine Haltung nicht ändern will, dann hat er keinen Platz in diesem Land." Der Präsident des Französischen Rates des muslimischen Glaubens (CFCM), Mohammed Moussaoui, nannte es "unannehmbar, eine Frau zu zwingen, den Vollschleier zu tragen". Solches Verhalten solle "über die einfache Ablehnung der Staatsbürgerschaft hinaus verfolgt" werden.
Frau kann Französin bleiben
Das Ehepaar gehört der Tabligh-Bewegung an, die eine Rückkehr zum "reinen" Islam predigt. Die Frau bleibt im Haus und verschleiert sich vollständig, wenn sie die Wohnung einmal verlassen muss. Die Frau könne Französin bleiben, sagte Fillon. Sie könne bis zu einer Gesetzesänderung auch weiter ihren Schleier tragen.
"Werte unvereinbar"
Besson hatte seine Entscheidung zuvor vom Verfassungsrat billigen lassen. Nach Informationen der Zeitung "Le Figaro" erwähnte der Verfassungsrat die umstrittene Schleierfrage in seiner Entscheidung aber nicht. Die Ablehnung der Staatsbürgerschaft wurde vielmehr mit dem Verhalten des Mannes begründet, das "mit den Werten der Republik nicht vereinbar" sei. Dazu gehören die Geschlechtertrennung von Kindesbeinen an und die Weigerung, Frauen die Hand zu reichen. Das Einbürgerungsrecht sieht in einem "Mangel an kultureller Assimilierung" einen Hindernisgrund für die Vergabe der Staatsbürgerschaft.
Lange Verbotsdiskussion
Innenminister Brice Hortefeux hatte schon im Dezember gefordert, muslimischen Männern oder Frauen Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsgenehmigung zu verweigern, wenn sie für das Tragen des Ganzkörperschleiers sind. Im Juni 2008 hatte der Staatsrat als Frankreichs oberste Verwaltungsinstanz die Weigerung der Behörden bestätigt, einer Marokkanerin die Staatsbürgerschaft zu verleihen, weil diese die Burka trug. Er führte dabei "eine radikale Religionsausübung" an, die "mit den wesentlichen Werten der französischen Gemeinschaft nicht vereinbar" sei.
Derzeit lässt die französische Regierung ein Verbot der Ganzkörperverschleierung muslimischer Frauen prüfen. Eine Enquetekommission des Parlaments hat dieses für Behörden, staatliche Einrichtungen und den öffentlichen Nah- und Fernverkehr vorgeschlagen. (APA/Ag.)
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Wer die Gesetzgebung eines Landes nicht akzeptiert - Gleichberechtigung ist darin festgelegt - kann als StaatsbürgerIn nicht akzeptiert werden. Richtig so.
Eigentlich müsste man jeden Migranten (Migrantin) der (die) um die Staatsbürgerschaft ansucht unterschreiben lassen, dass er (sie) die Gleichberechtigung zur Kenntnis nimmt samt allen Rechten und Pflichten. Ist nun einmal ein auffälliges Problem.
... per Gesetz verhindern, dass Kinder religiösem Einfluß ausgesetzt werden, d.h. Verbot von Religionsunterricht, Religionsschulen und religiösen Organisationen der Kinderbetreuung - egal welcher Religion. Das wäre wahre Aufklärung und ein Fortschritt im Sinne der Toleranz!
Die massiven Eingriffe der Realsozialistischen Regime in die Privatsphäre der Bürger (u.A. die Religion) war einer der wichtigsten Ursachen für deren Scheitern! Trotzdem wird von der EU derzeit eine ähnliche Politik der Bevormundung verfolgt.
Hatten wir alles schon. Nur nennt sich das nicht Toleranz, sondern Intoleranz. Inwiefern sollte sich aber ein solche Ereiferung von anderen Religionen unterscheiden? Wollen Sie per Gesetz es Pflanzen verbieten, sich nach der Sonne zu richten, es Menschen verbieten, nach Höherem zu streben? Wollen Sie den Menschen vorschreiben, wie sie suchen sollen? Das wäre alles gegen die Prinzipien des Lebens, wo "Freiheit" großgeschrieben wird. Mit Freiheit können viele Fehler geschehen, aber nur so können wir uns weiterentwickeln. Und ja, die eigene Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Zwinge niemanden so zu leben, wie Du es für richtig hältst. (Sonst führt das ja zum Krieg, was wir ja auch wieder nicht wollen.)
sakrahaxen noch einmal. man will menschen verbieten, andere mitmenschen durch psychologische, durch monetäre abhängigkeit in sozialer apartheit zu halten.
erstgenannte menschen werden überwiegend männer sein, zweitgenannte IMMER frauen.
ihren blumigen Vergleich "nach der Sonne" sich zu richten beim thema komplettverhüllung find ich ehrlich gsagt peinlich. die arme haut mit ihrer komplettverhüllung kommt doch nie an die sonn´!
ergaebe das praktische problem, dass z.b. in unserer stadt das beste gymnasium, das natuerlich rein zufaellig katholisch ist, geschlossen werden muesste. fuer mich als mutter kaeme es nicht in frage, die bildung, und damit die zukunft meiner kinder, ideologischer engstirnigkeit zu opfern.
im uebrigen: konfessionelle schulen und ganzkoerperverschleierung einfach gleichzusetzen, ist ziemlich schlicht gedacht.
Guter Anfang! Und als nächste bitte hart durchgreifen bei Zwangsbeschneidung von Frauen in Europa (tausende auf Küchentischen oder beim "Urlaub" im Heimatland), bei pyhsischer Gewalt gegen Frauen, und Ehrenmorde präventiv verhindern (bei Drohungen Frauen Schutz gewähren, Drohungen strafrechtlich verfolgen und ausweisen). Zero Toleranz gegenüber den Intoleranten!
Evtl sollte eine räumliche Trennung zwischen Moslems und Dhimmis/Harbis zum Schutz der Ethnien vor Konflikten aus einander widersprechenden Interessen/Werten a la emanzipierte Säkulargesellschaften vs. patriarchalische extremistische Islamapologetik vorgesehen werden.
Das soll in letzter Konsequenz dazu führen daß kulturelle Identitäten und religiöse Eigenheiten nicht unreglementiert als Gewohnheitsrechte "exportiert" und ausgelebt werden (Stichwort Ehrenmord, religiöser Extremismus). Die lokalen Werte sollten nach einer Integration maßgeblich sein, nicht die mitgebrachten.
naja, es gibt auch genug frauen, welche die unterwürfige rolle der frau verteidigen und von ihren töchtern einfordern (wer "einschlägig" erzogen wurde und keinerlei "positive" einflüsse kennenlernte, passt seine einstellungen der erziehung an - ist für viele zu schwer, anzuerkennen, dass ihre erziehung schlecht für sie war, ist ähnlich wie mit gewalt in der erziehung). deshalb unbedingt her mit dem verbot.
auch das kopftuch sollte meiner meinung nach an der schule verboten werden, ebenso wie die befreiung vom schwimmunterricht oder "burkini"-schwimmunterricht. als erwachsene können sie immer noch selbst entscheiden, aber bis dahin soll sie niemand zwingen können.
was ein Verbot von Burka und Ganzkörperverschleierung bedeutet?
Diese Mode bestimmen nicht die Frauen, sondern sie wird ihnen meist von den Männern aufgezwungen. Wenn das in der Öffentlichkeit verboten wird, kommen diese Frauen überhaupt nicht mehr aus dem Haus.
Viel gescheiter wäre es, diese Frauen direkt anzusprechen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich von ihren Männern zu trennen und ihnen (die meist keine Ausbildung, oft aus religiösen Gründen auch keine Schulbildung haben) und ihren Kindern eine gesicherte Existenz zu ermöglichen.
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