Vancouvers Sexarbeiterinnen fürchten, dass sie die Nachfrage der Olympia-Touristen nicht befriedigen können. "Uns wurde gesagt, dass wir tausendmal mehr zu tun haben werden, als wir es uns vorstellen können. Ich habe ein wenig Angst, dass meine Leute ein Burn-out bekommen", sagte Brandy Sarionder, die in der Stadt der Winterspiele einen Strip-Club und einen Massage-Salon betreibt, der kanadischen Tageszeitung "Vancouer Sun".
Der Andrang bei Olympia werde den bei der Weltaustellung um ein Vielfaches übertreffen, mutmaßte Sarionder: "Das wird wie Expo auf Steroiden". Um alle Wünsche der Kunden erfüllen zu können, will die Geschäftsfrau die Öffnungszeiten ihrer Läden ausweiten und Personal zusätzlich einstellen.
Safe Games
Die Behörden reagieren gelassen auf den bevorstehenden Boom. "Prostitution auf der Straße gab es vor den Spielen, wird es während der Spiele geben und danach", sagte Polizistin Lindsey Houghton. Aufklärungskampagnen sind allerdings geplant. Freiwillige HelferInnen sollen mit 20.000 Päckchen, die Kondome und Infobroschüren enthalten, für "Safe Games 2010" werben. (SID)
Bußgeld schon bei Kontaktanbahnung und generelles Verbot von Straßenprostitution gefordert - SPÖ plant Gesetzesnovellierung im Herbst
Behörden greifen hart durch: Aktivistin engagierte sich öffentlich für Legalisierung von Sexarbeit
In der Politik würden Prostitutionsgesetze beschlossen, ohne die Betroffenen nach ihrer Meinung zu fragen, meint ein Insider
Anti-Prostitutionshaltung des US-HIV-Programms im Visier: "PEPFAR kills People"
Das Pilotprojekt im 15. Wiener Gemeindebezirk ist laut den Grünen ohne rechtliche Grundlage
FPÖ Rudolfsheim-Fünfhaus fordert SPÖ-Stadträtin auf, "sofort und unverzüglich" Pläne umzusetzen
"Sexarbeiterinnen brauchen Rechte": Prekäre Situation der Prostituierten werde ausgenützt und begünstige Gewalttaten
Steuerpflichtig, aber sittenwidrig: Beratungsstellen und selbstorganisierte Prostituierte fordern den Schutz und rechtliche Anerkennung
Gewalttätige Übergriffe sorgten schon immer für große Betroffenheit am Strich - Hinter den aktuellen Verbrechen wird weder ein normaler Kunde noch ein Zuhälter vermutet
Politischer Hintergrund und Entwicklung des Aktionstages der Sexarbeiterinnen
Ob vor gewalttätigen Freiern oder Krankheiten: Etwa 5.000 Prostituierte arbeiten in Wien, 60 davon sind Männer
Neues Gesetz im Kampf gegen Gewalt, Missbrauch und Menschenhandel sieht neben Anhebung des Mindestalters auch nationales Sexarbeiterinnen-Register vor
Sexarbeit geschieht im Verborgenen. Prostitution wäre zwar in Bordellen erlaubt, Bordelle werden aber nicht genehmigt. Beim Seelax-Festival wurde über die Folgen der Illegalität diskutiert
Vana bezeichnet Ankündigungen von SPÖ und FPÖ in diese Richtung als "billigen Wahlkampfpopulismus" - 24-Stunden-Notruftelefon als Gegenvorschlag
Novellierung des Prostitutionsgesetzes samt flankierender Maßnahmen: Kondompflicht für Freier, Anlaufstellen für AnrainerInnen, deklarierte Areale für Prostituierte
UMP-Plan für größere Rechtssicherheit kommt bei Betroffenen nicht gut an: Prostituierte wollen nicht für eine "Firma" arbeiten
Was genau ist ein Bordell, wer darf es wo betreiben? Die Wiener VP fordert dafür rechtliche Grundlagen. Ein "Bordellgesetz" ist laut SP nicht geplant - die Situation der Prostituierten soll aber verbessert werden.
Hintergrund ist hohe Quote von Migrantinnen, die sich aus Armut als Tänzerin verdingen und oft in Zwangsprostitution landen
Sex mit einer Prostituierten, die zu ihrer Tätigkeit gezwungen wird, ist im Vereinigten Königreich nach einem neuen Gesetz strafbar
Im kolumbischen Bogota wurden Freier und Sexarbeiterinnen zu ihren emotionalen Verhältnissen befragt - Fast ein Viertel der Freier war schon einmal verliebt
Prostitution soll in Nachtlokalen und Bars vor sich gehen um sie transparenter zu machen
Frauenservicestelle "Frau & Arbeit" neuer Trägerverein - Mobile Beratung "PiA" erhält Subventionen
Großteil des Budgets zur Bekämpfung der Sexarbeit bleibt ungenutzt: Man habe im Alltag eben oft Wichtigeres zu tun, erklären hohe Polizeibeamte dazu
Abschaffung oder Anerkennung? Eine lange Diskussion
In Deutschland hat sich eine hitzige Diskussion darüber entsponnen, ob Flatrate-Angebote frauenfeindlich sind
Sexarbeit ist in Österreich so geregelt, dass sich Prostituierte nur entwürdigt vorkommen können, beklagen ExpertInnen - Der Gesetzgeber drückt sich vor Maßnahmen
Können Prostituierte autonom sein? - Ausschnitte eines feministischen Diskurses
Einige historische Spuren zur Geschichte der Prostitution in Europa
Im England des späten 19. Jahrhunderts engagierten sich Abolitionistinnen für die Abschaffung der Prostitution
Von 1000 Euro bis zu 10 Jahren
Zitate prominenter Frauen zu Prostitution und Frauenhandel in Geschichte und Gegenwart
Solche Erwartungen gab es auch vor der Fußball-WM in Deutschland und auch vor der EM in Wien wurde davon geredet. Viel zu sehen war dann weder von den tausenden zusätzlich eingereisten Prostituierten noch von der großen Nachfrage. Sporttouristen haben ein anderes Freizeitverhalten.
Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.