EU-weite Hotline für weibliche Opfer von Gewalt und Gleichstellung am Arbeitsmarkt Punkte auf Madrid-Agenda
Wien - Lob für Spanien nach dem ersten Monat EU-Vorsitz kommt von der Sonderbeauftragten des Außenministeriums für internationale Frauenfragen, Ursula Plassnik. "Als Motor in der Frauenpolitik" und "mit beeindruckendem Engagement" arbeite Madrid an der Umsetzung der frauenpolitischen Vorhaben, meinte Plassnik am Mittwoch.
So ist Spanien entschlossen, mit effizienten Maßnahmen die Gewalt gegen Frauen einzudämmen. "Dafür braucht der EU-Vorsitz die tatkräftige Unterstützung der EU-Partner", so Plassnik. Geplant ist die Einführung einer in der gesamten Europäischen Union gültigen einheitlichen telefonischen Hotline, um weiblichen Opfern von Gewalt Beratung und Hilfe zu bieten. Die Sonderbeauftragte sieht hier raschen Handlungsbedarf: "Bürokratische Hindernissen oder Verzögerungen aus technischen Gründen sind im Informationszeitalter nicht glaubwürdig." So habe sich auch die allgemeine europaweite Notrufnummer bewährt, die für das Hotline-Projekt nun technisch ein Anknüpfungspunkt sein könne.
Spaniens Augenmerk auf die Gleichstellung von Frauen und Männern ist für Plassnik ebenfalls ermutigend: "Das Gleichheitsprinzip soll nach entsprechenden Beschlüssen des Europäischen Rates im März Teil der Strategie Europa 2020 werden. Ziel ist, Gleichheit in allen Bereichen des Arbeitsmarktes durchzusetzen", unterstrich Plassnik.
Außerdem hat sich Madrid der Förderung der Frauen in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Friedenssicherung zugewandt. "Die 27 EU-Staaten werden ermutigt, auch über Europa hinauszuschauen und auf überfällige Fortschritte bei der Verwirklichung der UNO-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit hinzuarbeiten", so Plassnik abschließend. (red)