Bis zu 8000 Beschneidungsopfer leben in Österreich

05. Februar 2010, 18:43

Informationskampagnen zeigen langsam Wirkung

Wien - In Österreich gilt die weibliche Genitalverstümmelung als schwere Körperverletzung und wird mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft. Die Zahl der in Österreich lebenden Frauen und Mädchen, die Opfer solcher brutalen Eingriffe geworden sind, wird zwischen 6000 und 8000 angesetzt - man sei, erklärte die Initiatorin der österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung, die SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr, allerdings auf Schätzungen angewiesen.

"Viele Eltern glauben, sie tun den Mädchen mit der Verstümmelung etwas Gutes", erklärt Bayr. Der einzige Weg, dieses Denken zu ändern, sei Bewusstseinsbildung: Man müsse den Eltern erklären, dass Genitalverstümmelung weder von der Religion verlangt wird, noch Voraussetzung für einen Ehemann ist. Vielmehr handle es sich um eine Menschenrechtsverletzung, unter der die Mädchen und Frauen ihr Leben lang leiden.

Angesetzt werde bei der Aufklärungsarbeit aber auf unterschiedlichen Ebenen - etwa bei Gesundheitspersonal, in den Migrantengemeinschaften oder bei religiösen Führern. Und auch wenn es keine offiziellen Zahlen gibt, ist Bayr überzeugt, dass die Arbeit auch Früchte trägt: Beratungsangebote würden verstärkt in Angriff genommen. Eltern kämen auch, um sich zu informieren, ob und wie Verstümmelungen zumindest zum Teil rückgängig gemacht werden könnten.

Die Grünen verlangten anlässlich des Jahrestages des vor sieben Jahren proklamierten "International Day of Zero Tolerance to FGM", dass Genitalverstümmelung in Österreich als Asylgrund anerkannt werden solle.

Die FPÖ sprach sich umgehend dagegen aus: Es gelte, die Täter zur Verantwortung ziehen - die Verstümmelung könne schließlich auch in Österreich vorgenommen werden. Zuwanderern aus fremden Kulturkreisen müsse daher nachdrücklich klargemacht werden, dass "ihre tradierten Familienstrukturen" in Europa nicht geduldet würden. (APA, red, DER STANDARD/Printausgabe 6.2./7.2.2010)

weitersagen:
drucken
Kommentar posten
13 Postings
Queen of Sheba 
06.02.2010 14:47
Der verharmlosende Begriff "Beschneidung" wird längst durch "Verstümmelung" ersetzt.

gerhard nussbaumer1 
06.02.2010 09:49
FGM

Man sollte vielleicht auch die Juden dazunehmen, werden die doch auch beschnipselt.

angus1
11.03.2010 16:18

Junger Mann
es werden auch bei den Moslems die Männer beschnitten, auch ein großer teil der Amerikaner ist beschnitten und bei den Afrikanern kommt auch die Vorhaut weg. Vielleicht ist auf der Welt sogar die Mehrheit der Männer "entvorhautet".
Es gibt auch Studie, die die prävalenz von Gebärmutterhalskrebs davon beienflusst halten.

Also wenn sie was gegen die Juden suchen, bitte wo anders...

Allt sem ég fæ í dag, farið burt á morgun..
07.03.2010 19:10

wollen sie witzig sein??? im judentum werden nur die männlichen säuglinge beschnitten, und das ist kein vergleich mit der beschneidung eines mädchens!!

zwergleviathan
08.03.2010 12:31
sind sie lernresistent oder geistig benachteiligt?

männlichen säuglingen ohne Betäubung oder Desinfektion die VOrhaut abzuschneiden ist nicht weniger traumatisch, der Säugling kann sich weniger damit "auseinandersetzen" als ein jugendliches Kind

NICHTS VON BEIDEM IST OK, aber keines von beiden ist weniger abzulehnen als das andere.

da sieht man so richtig schön wie verständnisvoll FRAUEN für das andere Geschlecht sind.... genau 0 wenn sie keinen Vorteil draus haben....

bleak_vision
05.02.2010 19:06
Welche Religiösen Führer?

Wer, was, wie, warum? Nur dieStandard schafft es tatsächlich über FGM deren religiöse Begründung und "andere Kulturkreise" zu schreiben, ohne das Wort ISLAM zu verwenden.

Reinstes Nebeldeutsch, schändlich und feige zugleich.

zensur passiert
06.02.2010 04:13
naja, FMG gab es schon vor dem Islam und wird

heute noch auch in nichtislamischen Gebieten praktiziert. Insofern ist die geographische Deckung mit dem Islam Zufall, andererseits war Mohammed der Meinung: "schneidet nicht zu tief", also hatte er nicht wirklich was dagegen, Jesus meinte zur Bubenbeschneidung, die wäre nicht notwendig, gleiches hätte man sich von Mohammed gewünscht.

zensur passiert
08.02.2010 09:36
nicht muselmanische fmg länder

http://tinyurl.com/yetlfbe

Hans Vogel
05.02.2010 19:00
Wenn es nach unseren Multikulti Fanatikern geht,

haben wir bald 800.00 Beschneidungsopfer in Österreich.

roperato
07.02.2010 15:21
Bis gerade eben war mit nicht bewusst,

dass es im Österreich auch etwas derartiges gibt:
Gehirnverödung.
Soll aber gar nicht weh tun.

GENDERLOS
10.02.2010 22:17

Wenn du keine Schmerzen gespürt hast, dann wird das wohl so sein.

Ava Tar
06.02.2010 11:06
Wenn es nach unseren Xenophoben geht

haben wir bald alle einen Vogel

Kiembeni
05.02.2010 19:27
Na sicher

ist ja weit verbreitet in der Kultur die Sie ansprechen.

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.