Budapest - Eine Schönheitsklinik im westungarischen Sopron weist österreichische Vorwürfe zurück. Denen zufolge sollen in dem grenznahen Spital Genitalverstümmlungen an weiblichen Patienten durchgeführt werden. Krisztina Nemet, Generalkonsulin der ungarischen Botschaft in Wien, übermittelte die Antwort des Soproner Schönheitscenters. Wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Sonntag zitierte, könnte es sich um einen Irrtum handeln, der aus einem "Übersetzungsfehler" auf der Webseite der Schönheitsklinik resultiere.
Der Klinikchef wies jegliche Vorwürfe zurück und erklärte, es gebe für weibliche Patienten ein Angebot für Schönheitseingriffe hinsichtlich der äußeren Geschlechtsorgane. Doch diese Eingriffe hätten nichts gemein mit der in afrikanischen Kulturen verbreiteten Verstümmelung der Genitalien, betonte der Klinikchef. Übliche Schönheitsoperationen seien unter anderem Wiederherstellung der Jungfernhaut oder Korrekturen an der Klitoris, doch keinesfalls deren Entfernung.
Die Polizei in der westungarischen Stadt Sopron hat keinerlei Kenntnisse über ein Verfahren gegen eine Schönheitsklinik der Stadt, in der angeblich Genitalverstümmelungen durchgeführt werden sollen. Das berichtet die Ungarische Nachrichtenagentur MTI und bezieht sich auf die Aussage des Polizeioffiziers Gabor Farkas.
Vorwürfe gegen die Soproner Schönheitsklinik kamen von Petra Bayr, Initiatorin der österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung und entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ. Bayr hatte erklärt, in besagter Klinik würde weibliche Genitalverstümmelung als "Schönheitsoperation" angeboten. "Weibliche Genitalverstümmelung bekämpfen wir seit Jahren als grausame Menschenrechtsverletzung, die wir aus dem afrikanischen und asiatischen Kulturraum kennen. Aber auch in Europa gibt es derart Unfassbares, wie uns der neueste Skandal aus einem ungarischen 'Schönheits-Center' zeigt - einfach ungeheuerlich", so Bayr in einer Aussendung vom Sonntag. Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) sei eine jahrtausendalte Praxis, die Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt, welche lebenslange Schmerzen und psychische Traumata verursache.
Der Präsident der Ungarischen Ärztekammer, Istvan Eger, forderte Beweise, mit denen die österreichische Politikerin ihre Anschuldigungen untermauern solle. "Solche Anschuldigungen dürfen nur dann erfolgen, wenn sie auch belegt werden können", so Eger. Der Kammerpräsident fordert zugleich auf, "im Besitz von Beweisen Anzeige zu erstatten". Falls diese Beweise nicht vorlägen, solle der Betreffende "schweigen und keine Verleumdungen aussprechen". (APA)
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endlich legen sich diese Populistischen HeuchlerInnen ein dickes Ei.....
da hatte wohl die Frau Bayr in bester Politikermanier mal wieder keine Ahnung worums genau geht...
und wie immer in der Politik wirft man erstmal einem Sündenbock Dreck in die Fresse bis irgendwas kleben bleibt....
oder wie in diesem Fall man festellen muss, daß man sich ins Knie geschossen hat ^^
erstaunlich wie unglaublich kompetent Fr. Bayr in Sachen Frauenpolitik hier erscheint, wenn ein kosmetischer Eingriff an den primären Geschlechtsorganen automatisch zur FGM wird.....
ist bei Ihnen eine Bypass-Operation auch ein vorsätzlicher Totschlag den das Opfer glücklicherweise überlebt?
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