"Was ist denn ein richtiger Mann?"

09. Februar 2010, 07:00
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"Männer können töten, saufen und eine Hure vögeln. Aber ab und zu möchte ich wissen: 'Was ist denn ein richtiger Mann?'"

Tori Amos (1963) in einer Coverversion von Joe Jacksons "Real man"
am. Musikerin

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Amy4 
29.07.2010 23:47
`feine` männlichkeit im zeitgeist der geschichte

danke für diese zitate. diese klugen frauen haben genau den zeitgeist getroffen und zeigen bzw. haben gezeigt, wie mann das patriarchat gestaltet/e.
eben auch dieses zitat von Sheila Jeffreys ist so passend für unsere pornofizierte, sexualisierte umwelt mit dem prägesiegel `männlichkeit`:
"die sexuelle benutzung von frauen ist identitätsstiftend für männer , durch sex schaffen sie sich ihre männlichkeit."
auch deshalb sind all die fem. bemühungen gegen pornographie, prostitution, sexismus, gegen die übermacht der bestens florierenden, gut organisierten, kommerz. sexindustrie (einhergehend mit frauenverachtung, verletzung d.menschenwürde, frauenhandel) so ungeheuerlich schwierig durchzuführen . d. frauenbe/nutzer bestimmt den markt..

kame
22.03.2010 16:05

Habe diese Zitatensammlung sehr interessant gefunden, vielen Dank. :)
"Schwarz lässt Weiß glänzen, und 'Weibliches' macht 'Männliches' deutlich: Männer schätzen Weiblichkeit, denn durch den Gegensatz wirken sie männlicher". (Susan Brownmiller, Bild 10) - das erinnert mich an das Prinzip von Yin und Yang - so wie auch das wunderschöne Zitat von Susan Sontag (Bild 12).

Michael Aires
11.03.2010 17:03
No seavas.

Männerfeindlicher geht's nimmer oder?
Allerbesten Dank!

Kleine Retourkutsche: Diese "aggressiven" grässlichen abscheulichen Individuen haben halt leider auch Kunstwerke, Bauten und alles erschaffen, was wir heute so als Kulturgüter hochhalten.
So was aber auch.

m kubik
03.06.2010 13:36

1. Denken, 2. Sprechen, 3. Handeln

okami
11.03.2010 15:53
Da wurde eine Chance verschludert.

Die Chance zukunftsgestaltend aus Frauensicht zu beschreiben, wie der 'richtige' Mann sein könnte. Ich glaub, das hätte recht viele Männer motiviert.

Stattdessen wurde daraus ein historisches Panoptikum von Vorwürfen, mit Zitaten die zumindest bis 1939 zurückreichen. Als ob sich seither nichts verändert hat.

Da liegt die Frage nahe, was sollte mit dieser Zitatensammlung erreicht werden?

m kubik
03.06.2010 13:38

Warum sollte Frau wieder in diese Mutterrolle schlüpfen um Mann den (richtigen) Weg zu zeigen?

Galina Ulanowa
04.03.2010 19:29
selten soviel sexismus auf einen haufen gesehen


ist ja teilweise ein ausflug ins feministische gruselkabinett. und teilweise auch noch voll transphob und zwangs-homosexuell ;-) http://en.wikipedia.org/wiki/Shei... a_Jeffreys

bitte liebe typen: seids nett und respektvoll zu den mädels, sonst seid ihr nur wasser auf den mühlen solcher spinnerinnen. echt, grad bei den älteren zitaten kann ich das teilweise noch als reaktion auf patriarchale zustände verstehen. bei der schwarzer eigentlich nicht mehr....

0602
21.02.2010 04:05
O.o

Recht provokative Zitate, eine schon unüberschaubare Menge an Beiträgen.

Bloß passiv-aggressive Hinterhältigkeit habe ich zu bemängeln, und zwar bei allen Geschlechtern, kulturell bei Frauen nachvollziehbarER. Die werden nämlich beim leisesten Anflug von Zorn (in und von der Öffentlichkeit) genüsslich der Lächerlichkeit preisgegeben. (tollwütig, rabiat, unbefriedigt) das hat nicht nur Implikationen, sondern auch handfeste Auswirkungen (für, nicht durch Frau).
Ich selbst habe hochkonservative Männer in der Familie (und als Vorgesetzte gehabt) und empfinde die Realität der auf diestandard logierenden Männer recht fantastisch (nicht wertend).
Sorry für den gemeinen Erstbeitrag.

rowantree 
19.02.2010 23:18
Sind Frauen dumm und schwach?

Lautet die Antwort auf diese Frage "nein" (und ich denke, wir sind uns einig, dass sie das tut), stellt sich eine andere: Wie habe Frauen es geschafft, sich über Jahrtausende von der anderen Hälfte der Menschheit - den Männern - unterdrücken zu lassen? In fast allen Kulturen auf allen Kontinenten dieser Welt.

Männer für die patriarchale Gesellschaftsordnung schuldig zu sprechen erscheint mir eine verdammende Kritik an der Intelligenz der Frauen. Oder ein großes Lob der Macht der Männer, die ihre Vorherrschaft - egal, ob mit Gewalt oder Hinterlist - über einen historisch so unendlich langen Zeitraum aufrecht erhalten konnten.

Colette
22.02.2010 10:32

körperlich schwächer sind Frauen im Durchschnitt schon.Schwangerschaften, früher 10 und mehr. In Gesellschaften, wo der Stärkere recht behält, also schwer für Frauen, sich gegen Unterdrückung zu wehren.

die rote baronin
27.02.2010 12:34
Wann immer Frauen in der Geschichte (auch heute noch - z.B. in anderen Kulturen aber auch bei uns)...

... für Frauenrechte (Wahlrecht, Bürgerrecht,...) oder gegen Frauenunterdrückung aufgestanden sind, sind sie von der Mehrheit der anderen Frauen beschimpft, belächelt, gedemütigt,... worden.

Tricky Woman
27.02.2010 19:00

Also ich habe gestern endlich von meiner Energiearbeiterin erfahren, was ein richtiger Mann ist: er hat nicht nur Seele und Geist, sondern auch einen Körper.:)

zwergleviathan
18.02.2010 15:23
tolles Beispiel

für unreflektiert nachgebeteten weiblichen Sexismus

aber ich bin mir sicher die Lebenserfahrungen von Frauenrechtlerinnen aus dem vorigen und vor-vorigen Jahrhundert sind sicherlich in gleichem Umfang auch heute gültig, genauso wie sie es damals waren.

schliesslich baden wir ja alle noch in DDT und geistig hat sich die westliche gesellschaft in den letzten 70 Jahren ja auch kein bisschen geändert.

und genau deshalb breiten wir Frauen halt dumme Vorurteile und Platitüden über den bösen Geschlechtsfeind Mann aus, denn ein guter Kompromiss wird nunmal erzielt indem man auf den anderen heftig einschlägt!

und das zeigen uns ja die bösen patriarchalischen Regierungen jeden Tag! (Siehe Palästina, Ex-Yu, Kosovo, etc....) gut erlernt mes dames!

Tricky Woman
27.02.2010 19:01

Ist ja eh kein Problem. Hauptsache ihr Männer emanzipierts euch endlich, weil mir geht dieses Luschitum schon mächtig am Geist.

Wie wäre es mit Sex, weil der Rest ist mir schon so zu fad.

andreas lamers 
15.02.2010 16:00
komentar zu bild 21

nein er ist nicht weniger mann, nur leider ist er dann nicht der mann den frauen im bett haben wolle, (oder mit dieter nur zu sagen: schatz ich finde das toll das du den haushalt machts, das du so gut kochen kannst, das du so einfuehlsam bist. ich bin sicher du bist ein hervorragneder vater, das problem ist nur das ich mit so einer lusche keine kinder haben will) und das ist nachgewiesen. maenner mit sanften charakter habe geringere chancen eine partnerin zu finden, und wenn auch zu behalten als welche mit aggresieven charakter.

die rote baronin
17.02.2010 11:58

Ich habe das (scheinbar seltene) Glück, bescheidene, sanfte und liebvolle Männer zu kennen - die absolut nicht unterwürfig oder schwach sind, sondern - ganz im Gegenteil - schon deshalb persönliche Stärke zeigen, weil ihre Männlichkeit nicht darunter leidet wenn sie auf Gewaltverherrlichung, Frauenfeindlichekeiten, Sexismus usw. verzichten, kein Problem damit haben mal mit dem Kinderwagen rumzulaufen, Frauen (auch in der Partnerschaft) als Gleichwertig betrachten usw.
Wenn sich ein Mann nach einem fremddefinierten Männlichkeitskonstrukt richtet - dann ist er schwach und eine Lusche. Egal wieviel Frauen er verdrischt , wie gut er Gefühle verbergen oder wieviel er Saufen kann.

25:25:50 2:1
17.02.2010 15:02
Klar, diese Glück scheinen doch fast alle hier anwesenden Damen zu haben, wenn man die Posting so liest.


Vielleicht gibt es halt wesentlich mehr solche Männer, als die Feministinnen immer behaupten. ;-)

Fragt sich, wieviele Männer das Glück haben, eine bescheidene, sanfte und liebevolle Frau zu kennen, oder eine solche als Partnerin zu finden.

Beim "bescheiden" hpperts mal am gewaltigsten. Ständig irgendetwas zu fordern, ist ja wohl kein Zeichen von Bescheidenheit.
Und ob gerade Feministinnen sanft und liebevoll sind? Siehe "So sehen FeministInnen aus...". Da ist aber nix dergleichen zu sehen. ;-)

Na logischerweise sucht die Frau sich den großen, starken, männlichen Partner nicht dafür aus, dass er sie verprügeln kann. Allerdings kommen die kleinen, schwachen, unmännlichen Typen aber auch nicht gerade gut an. ;-) Warum wohl?

andreas lamers 
15.02.2010 15:55
kommentar 10 finde ich gut

die rakete als phalussymbol. weil die physik von den maenner geschrieben wurde. liegt nicht an der luft oder der atmosphaere das ein langes spitzes objeckt besser fliegt als was rundes sonder an der verschwoehrung der maenner. weil wenn frauen die physik erforscht haetten wuerden rackenten wie eine vagina aussehen oder eine brust???? nur so als hinterfragung. und auch den obelysken als pahlussymbol zu sehen muss ein wenig masochistisch sein. selbst in kleinausgabe wuerde der wohl weh tun mit den kannten. (die aegypter hatten sehr wohl auch phalussymbole aber die sahen anders aus.)nebenbei haben die japner ein eigenes penisfest, und den frauen dort gefaellt es. was machen die dort falsch???

miranda7
11.02.2010 16:23
"Was ist denn ein richtiger Mann?"

Ja, und was ist ein falscher? Und wie verhält sich eine "richtige Frau" oder ein "richtiger Mann"? Diese Fragestellungen sind meiner Ansicht nach eher kontraproduktiv für die individuelle Identitätsfindung und sie setzen unter Druck, sich einem Rollenbild zu unterwerfen, weil man sonst vielleicht "nicht dazugehört". Ich kann mich fragen: Wer bin ich und was sind meine Prioritäten in meinem Leben? Und davon ausgehend: Was erwarte ich von meinem Partner oder von meiner Partnerin? Das würde Sinn machen.

ardilla
11.02.2010 09:42

Zu Bild 1: Übrigens eine weitere Textzeile aus dem Lied ist "If there's war between the sexes then there'll be no people left"

Mac Smith
11.02.2010 10:37
Passt hier aber nicht in die Agenda, sorry.

Hier wird der Geschlechterkrieg propagiert, nicht die Folgen.
Mit denen dürfen sich die Töchter/Söhne/Enkelinnen/Enkel rumschlagen.

die rote baronin
17.02.2010 11:45
Nein, hier wird kein Geschlechterkrieg propagiert.

Es geht hierbei nur um die Hinterfragung von Männlichkeitskonstrukten, welche - nebenbei - viele Opfer fordert/e: Gewaltanwendung, Vergewaltigungen, ewiger Wettbewerb z.B. beim Alkoholkonsum...
Es gibt tausende solcher Beispiele.

25:25:50 2:1
17.02.2010 15:34
Warum hinterfagen wir denn nicht genauso Weiblichkeitskonstruktionen?


Welche, nebenbei gesagt, auch Opfer fordert.

Konstruiren denn nicht Frauen die Männlichkeit mindestens genauso stark, wie Männer das (nach feministischen Ansichten angeblich) selbst tun?

Colette
18.02.2010 14:39

aber natürlich werden auch Weiblichkeitskonstruktionen hinterfragt, wenn Sie jemals irgend etwas Inhaltliches vom Feminismus gehört hätten, müssten Sie das wissen...

25:25:50 2:1
18.02.2010 16:12
Welche denn?


Die, die Frauen auch zugeben wollen oder nicht ins Konzept der freine Wilden passen. ;-)

"Die sexuelle Benutzung von Frauen ist identitätsstiftend für Männer ..."

Und was ist die sexuelle Benutzung von Männern für Frauen dann?

"... durch Sex erschaffen sie sich ihre Männlichkeit"

Welche Männlichkeit erschaffen sie sich damit?
Die Art von Männlichkeit, die die Frau dann verabscheut? ;-)
Oder die Art von Männlichkeit, die sie eh haben wollen. ;-)

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