Ausstellung

Uferlos und andersrum

12. Februar 2010, 18:41
  • Artikelbild: Ausstellungsplakat von "l[i]eben. uferlos und andersrum" - Foto: Volkskundemuseum

    Ausstellungsplakat von "l[i]eben. uferlos und andersrum"

  • Artikelbild: Maria Froihofer, Elke Murlasits, Eva Taxacher (Hg.)l[i]eben und Begehren zwischen Geschlecht und IdentitätLöcker Verlag, 240 Seiten, 22 EuroISBN 978-3-85409-545-3 - Foto: Volkskundemuseum

    Maria Froihofer, Elke Murlasits, Eva Taxacher (Hg.)
    l[i]eben und Begehren zwischen Geschlecht und Identität
    Löcker Verlag,
    240 Seiten,
    22 Euro
    ISBN 978-3-85409-545-3

Die Bestände des Grazer Volkskundemuseums werden erstmals unter dem Blickwinkel les_bi_schwulen Begehrens sichtbar gemacht

Pünktlich zum Valentinstag wurde in der steiermärkischen Landeshauptstadt das schwul-lesbische Begehren vor den Vorhang gezogen - oder sollte man besser sagen, aus dem Versteck geholt? In jahrelanger Recherche hat das Büro der Erinnerungen des Joanneums Zeitdokumente, Gespräche und Bildmaterial zu les/bi/sschwulem Leben in der Steiermark der vergangenen Jahrzehnte zusammengetragen - entstanden ist daraus die Ausstellung "l[i]eben. uferlos und andersrum", die derzeit im Grazer Volkskundemuseum zu sehen ist.

Sexualität und Geschlechterrollen

Die Ausstellung ist in erster Linie eine Auseinandersetzung mit Liebe, Begehren und Geschlechterrollen, die u.a. auch neue Blicke auf die Sammlung des Volkskundemuseums gewährt. Sie zeigt, wie aus gesellschaftlichen Definitionen Urteile und Vorurteile werden und hinterfragt die Festlegung, Einübung, Zuschreibung und Dekonstruktion von Geschlechterrollen.

Les_bi_schwule Geschichte der Steiermark

Begleitend zur Ausstellung erscheint das Buch von Elke Murlasits, Maria Froihofer und Eva Taxacher "l[i]eben und Begehren zwischen Geschlecht und Identität". Die Situation von Lesben und Schwulen in der Steiermark wird mit dieser Publikation erstmals umfassend von den frühesten Zeugnissen bis in die unmittelbare Gegenwart nachgezeichnet und kritisch erforscht. Das Buch beinhaltet Interview-Auszüge von ZeitzeugInnen und zahlreiche Abbildungen aus Privatbesitz ebenso wie historische, soziologische, philosophische, juristische, kriminalpsychologische bzw. politik- und kulturwissenschaftliche Texte zur anderen Sexualitätsgeschichte der Steiermark.

Musikzeugnis "Capo der Grazer Schwapo"

Als besonderes High-Light der Ausstellung gilt die musikalische Neu-Interpretation des Couplets "Capo der Grazer Schwapo" von Lothar Lässer. Das Spottlied über den Chef der "Grazer Schwanzpolizei" wurde in den 1950ern in der Schwulen Szene gesungen und für die Ausstellung eigens neu aufgenommen. (red)

Ausstellung:

"l[i]eben. uferlos und andersrum"
Ausstellungsdauer: 16. Februar bis 16. Oktober 2010

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12 Postings
Sigrun1
13.02.2010 10:24

so ganz unnötig erscheint mir das nicht, wird doch darauf hingewiesen wie sich die Betrachtung des Schwulseins mit der Zeit geändert hat

gärtner
13.02.2010 12:47

a geh! das kann man sich bloss einreden.
das interessiert bestimmt nicht einmal schwule.
hier geht es in wirklichkeit um subventionen für ...
naja die personen, die im artikel vorkommen halt.

schafmeister
13.02.2010 08:00
Unnötig wie ein Kropf

Das ganze interessiert doch keinen Hund!

jutta.zalud
15.02.2010 08:18

Scheint nicht so. Bei der Eröffnung gabs ziemlichen Andrang.

merz1 
14.02.2010 19:27

im gegensatz zu deiner meinung-die wir alle wahnsinnig "interessant" finden....

Dante Alighieri
13.02.2010 18:51

Einen Hund vielleicht nicht, und einen Schafmeister und Gärtner anscheinend auch nicht, aber einen Menschen schon!

Mac Smith
14.02.2010 16:14
"aber einen Menschen schon!"

Ob sich allerding für EINEN Menschen eine ganze Ausstellung lohnt, ist Ansichtssache. :o)

Ernsthaft: mich interessiert's auch nicht, aber was soll's.

gärtner
14.02.2010 21:57

naja das ganze spektakel wird mit ihrem steuergeld finanziert.
also sollte es schon was wichtiges sein.

merz1 
15.02.2010 13:05

aha was wichtiges-so wie der opernball zb? bei ihnen hab ich den eindruck sie sind grad mords beleidigt wegen irgendeiner absage die sie bekommen haben....also -was macht sie bissig, rauss mit der sprache???

Mac Smith
14.02.2010 22:14
"naja das ganze spektakel wird mit ihrem steuergeld finanziert."

Zum Glück nicht. :)

gärtner
15.02.2010 11:20

und sie glauben in ihrem land werden solche "kulturprojekte" privat finanziert?

Die dritte Seite der Medaille
13.02.2010 09:37

Dich doch schon so mindest soweit, dass du den Artikel angeklickt hast und was geschrieben hast..

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