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Riad - Ein bekannter Islam-Gelehrter in Saudi-Arabien hat gefordert, jeden Muslim zu töten, der sich für die Aufhebung der Geschlechtertrennung in Saudi-Arabien ausspricht. In einer "Fatwa" (islamisches Rechtsgutachten), die am Dienstag auf der Website des Religionsgelehrten Scheich Abdurrahman al-Barrak veröffentlicht wurde, hieß es, wer erlaube, dass Männer und Frauen am Arbeitsplatz oder in den Universitäten des Königreichs zusammentreffen, sei "ein Ungläubiger, der getötet werden muss".
Bisher werden Mädchen und Burschen in dem islamischen Königreich strikt getrennt unterrichtet. In Büros und Banken arbeiten Frauen in eigenen Abteilungen. Mit ihren männlichen Kollegen haben sie meist nur telefonischen Kontakt. Der einzige Ort, an dem die Geschlechtertrennung aus praktischen Erwägungen aufgehoben wurde, sind die Krankenhäuser.
Außerdem war im vergangenen Jahr auf Initiative von König Abdullah die nach ihm benannte König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie (KAUST) eröffnet worden, an der Studenten und Studentinnen gemeinsam unterrichtet werden. Einige der konservativen Religionsgelehrten des Landes haben diese vom König veranlasste Neuerung kritisiert.
Staatsreligion ist der Wahhabismus, eine extrem puritanische Interpretation des Islam. Der König beansprucht den religiösen Ehrentitel "Hüter der heiligen Stätten" von Mekka und Medina, seitdem Ibn Saud, der Reichsgründer und Vater des jetzigen Königs, in den 1920er Jahren die Haschemiten aus Mekka vertrieb. (APA)
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Auch SIE zeigen die typische Arroganz, wenn Sie sagen:
Zitat:
"Er spielt seine Überlegenheit gegenüber den einheimischen Hobbits von Staat und Kirchen souverän."
Seine "Überlegenheit" in WAS ?
Was soll "einheimische HOBBITS" heissen, ich glaube Sie meinen "Zwerge".
Was impliziert, daß Ihr favorisierter Mann, der einen "Imam-Kurs" besucht hat (uiiii, wie überaus qualifiziert" !), kein "Zwerg" ist, kein "Hobbit", er ist viel "höher" und spricht "hinunter" zu diesen Zwergen...
Eine sehr interessante Geisteshaltung die SIE hier so anschaulich zur Schau stellen...
Das läßt tief blicken !
Ich meine, iss ja okay, daß der in Österreich irgendein "islamisches Amt" bekleidete, wie ich lese, aber...
In Sachen "Islam" generell ist der Mann doch völlig unbedeutend.
Und was er da in seinem Buch sagt, spiegelt eher den traditionellen Hardcore Islamisten wieder, also durchaus auf der Linie der Wahabisten, der Ikhwanis, der "Bruderschaft"...
Mit dem Begriff "aufgeschlossen" oder "modern" hat das ja wohl NIX zu tun.
der einzigen staatlich anerkannten Vertretung der Muslime in Österreich. Er ist ein staatlich von unserem Herrn Bundespräsidenten abwärts hochgeehrter Mann. Hochintelligent und Eloquent. Ein Psychologe und Diplomat. Denen, die ihn ehren, um Häuser überlegen. Er weiß, was er will und dass das, was er vertritt gegenüber seinen Gegnern, die nicht einmal schnallen, dass er ihr Gegner ist, sich durchsetzen wird.
Es gibt keine UMMAH !
Wenn er z.B. Sunnit ist werden sich ALLE anderen schon mal gegen ihn aussprechen, und umgekehrt auch.
SO ist es und NICHT anders.
Außer sie hängen irgendwelchen absurden Träumen nach...
Was ist mit den Alevis, den Ahmadiya, den Bahai, den Drusen, den Sufi, den Ismaili... nur so "zum Beispiel"...
Hören all diese Gruppen auf den von Ihnen propagierten Mann ?
Antwort: Nein, tun sie nicht !
Außerdem, wenn man die Ansichten dieses Mannes genauer ansieht, so sind sie von Rückständigkeit und vom Festhalten an den alten Dogmen gezeichnet.
Mit dieser verknöcherten und überholten Ideologie holen sie keinen Hund hinter dem Ofen hervor.
Dialog mit der Moderne sieht anders aus.
Er spielt seine Überlegenheit gegenüber den einheimischen Hobbits von Staat und Kirchen souverän. Mir persönlich ist aber leid um den Untergang von Literatur, bildender Kunst, Musik, Theater, Oper, Tanz, Gasthäusern und den Anblick leicht bekleideter Menschen im Frühling.
der Diskussion mit fundierten Beiträgen. Es herrscht ein flächendeckendes Missverständnis zur Frage "gibt es DEN Islam überhaupt?". In der in Österreich veröffentlichten Meinung lautet die Antwort "DEN Islam gibt es nicht, denn da gibt es so viele verschiedenen Strömungen und Interpretationen...". Ich zitiere Anas Schakfeh: "Es gibt einen Hauptstrom des Islams, aber am Ufer hat er Verzweigungen". Meine Bücher der Islamgelehrten sagen alle, dass Körperverhüllung und Geschlechtertrennung Wesensmerkmale des Islams sind. Laut Anas Schakfeh dienen die Vorschriften zur Bewahrung der Keuschheit. Damit das Kapitalverbrechen der Unzucht verhindert wird. Es gibt klare Regeln im Islam. Die Praxis variiert.
Interpretationen gibts wie Sand am Meer.
Und ja, es gibt eine Hauptströmung (Sunniten), und innerhalb dieser Grenzen ist die Hauptströmung "Wahabismus", aber nicht einmal die Wahabis, geschweige denn die Sunniten und schon gar nicht alle anderen Sekten im Islam, sind einer Meinung.
Es gibt keine einheitliche Meinung oder Richtung im Islam.
Dies ist auch der Grund warum "Islam" z.B. in Deutschland noch nicht mal den Status einer ankerkannten Religion inne hat.
Tatsache (und ich meine an dieser Stelle TATsache) ist, daß sich Muslime mit Vorliebe gegenseitig umbringen. Für jeden"Muslim" ist der nächste Muslim ein potentieller KUFR, ein Ungläubiger, und somit dem Tod geweiht, denn er/sie begeht SHIRK (Glaubensverfälschung).
"Meine Bücher der Islamgelehrten sagen alle, dass Körperverhüllung und Geschlechtertrennung Wesensmerkmale des Islams sind. "
Überlegen Sie: gibt es auch weiterhin die Religion Islam, wenn Frauen die Kopftücher ablegen und Frauen und Männer gemeinsam am öffentlichen Leben teilnehmen?
"Damit das Kapitalverbrechen der Unzucht verhindert wird. "
Kein Kleidungsstück der Frau kann "Unzucht" verhindern, da der Täter aus seiner Verantwortung genommen wird und so ein Signal setzt. Werden Frauen in islamischen Ländern seltener vergewaltigt?
Das weiß ich nicht.
ich weiß nur, daß sie (die frauen) dafür (nachdem sie verg. wurden) öfter schuldig gesprochen werden.
Ich versteht Ihr Anliegen, der Rel.Islam (wie jeder Rel) zuzugestehen bzw von ihr zu hoffen, daß sie sich reformiert bzw. an der Entwicklung der Welt positiven Anteil nimmt. Ich sehe leider nur Anzeichen für das Gegenteil. Es ist zu hoffen, daß ich eine verblendete dumme Person bin.
offen und ohne Emotionen, beginnend mit einer Bestandsaufnahme der Fakten, zu diskutieren. Ganz ohne Vorwürfe und Herabwürdigungen und ohne Zensur von belegbaren Tatgsachen. Es ist wichtig die innere Logik von Systemen zu verstehen. Im zweiten Schritt kann man sich dann aufregen.
findet ihr nicht auch, daß ein System in dem die verschiedensten Glaubensführer irgendwelche Regeln für Gläube erstellen dürfen und wo sich die Gläubigen selbst aussuchen dürfen, was für sie in Ordnung ist und was nicht...naja - zumindest fragwürdig wenn nicht sogar dämlich.
damit ist ja Streit zwischen den Gläubigen vorprogrammiert bzw. sogar provoziert.
Eine Reform so eines Systems sollte doch auch jedem Muslimen ein Anliegen sein - schon allein zur Sicherung des Friedens innerhalb der Gemeinschaft.
p.s.Ich spreche hier nicht vom Inhalt sondern allein von der Organisation.
Es gibt den Heiligen Koran und die Überlieferung der Sprüche und des beispielhaften Lebens des Propheten Mohammed. Der Konsens der Rechtsgelehrten ist praktisch die wesentliche Quelle. Denn diese können sie auch als Österreicher auf Englisch lesen. Versuchen sie niemals den Koran zu lesen oder zu glauben, ihn als Nichtislamgelehrter mit Koranarabisch zu verstehen. Was die Islamgelehrten sagen, ist recht einheitlich. Z.B., dass sich alle einig sind, dass auf Abfall vom Glauben die Todesstrafe steht oder islamische Frauen nur islamische Männer heiraten dürfen und Sex ausserhalb der Ehe schon im Diesseits mit Peitschenhieben oder Steinigung zu bestrafen ist. Das stimmt wirklich so.
also, in bosnien habe ich das nie so erlebt. "Das stimmt wirklich so" ist also zu relativieren. im übrigen auch was verhüllung anbelangt. grad letzte woche war ich wieder in sarajevo und hab gerade mal eine einzige frau verschleiert gesehen. und das, obwohl sarajevo von den serbischen kampfpostern hier gerne als "islamistischer moloch" bezeichnet wird.
eine offene und tolerante form des islam ist möglich. sie wird aber bedroht durch radikale formen, die im vormarsch sind. die gilt es zu stoppen, und man wird das nicht dadurch machen können, indem man alles in einem topf wirft.
Sie schreiben von Beobachtungen in der Praxis, ich schreibe von den Regeln des Buches. Es gibt eine große Bandbreite der Befolgung. Gudrun Harrer zitierte eine Ägypterin mit den Worten, diese wünsche sich "so frei zu sein wie meine Großmutteres war". Weithin nimmt die Strenge der Befolgung der islamischen Regeln zu. Mehr Körperverhüllung. Verbot für Christen in Malaysia, Gott mit "Allah" zu bezeichnen, z.B. Und danke an die Redaktion und alle hier für die Diskussion. Ist meist viel eingeschränkter.
Die Saudis sind ein Problem, ok. Für Frauen und Männer in diesem Land ist kein normales Leben möglich. Benzin 4 Eurocent pro Liter, Kino und Theater verboten (es gibt keine Kinos oder Bühnen im Land), am Freitag nach dem Gebet öffentliche Enthauptungen, Glaubenswächter (Muttawa), die einen belästigen...
Eh klar, dass die unter anderem Frauen unterdrücken, aber die Probleme greifen tiefer. Einmal eine vernünftige Reportage in der Wochenendbeilage vom Standard erspart uns dieses nutzlose Geplänkel - Religion ist ein Problem, für Frauen oft mehr als für Männer, aber nicht zwingenderweise. Wir wissen es alle, Botschaft angekommen.
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