Spanien: Kirche plant Protestaktionen

26. Februar 2010, 11:03
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Bischöfe fordern Rücknahme des neuen Abtreibungsgesetzes, das sie als "Lizenz zum Töten" bezeichnen

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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NUAZO
06.03.2010 15:40

die spanier überraschen mich immer wieder positiv. ud wenn die katholen einen rückschritt sehen ist das in meinen augen so gut wie immer ein fortschritt.

humanitas
03.03.2010 20:23
Sehr geehrte UserInnen!

Ich bin aus beruflichen Gründen die nächsten 4 Wochen außer Landes, und werde viel zu tun und auch nur beschränkten Zugang zu Internet haben.

Ich werde mich daher an diesem Punkt aus der Diskussion ausklinken.

Bei allen UserInnen welche versucht haben fair und sachlich zu argumentieren möchte ich mich für die interessante Diskussion bedanken.
Falls ich in meinen Postings jemandem zu nahe getreten bin, oder selbst einmal emotional oder unfair geschrieben habe, möchte ich mich entschuldigen - ich wollte niemanden persönlich angreifen.

Allen welche in ihren Postings mehr unfair, gehässig und unsachlich waren, möchte ich noch eine Frage stellen:
Wen denken sie dass sie damit mehr schaden - mir? oder ihrer Glaubwürdigkeit? ;-)

lg, humanitas

Samthand Schuh
04.03.2010 13:50
Noch schnell die Antwort zu Ihrer allein entscheidenden Frage

Danke, dass Sie uns darüber informieren, dass wir bald wieder auf Sie zählen können. Ich weiß aber nicht, wie ich es vier Wochen ohne Sie aushalten soll. Niemand hat es besser auf den Punkt gebracht: "Wer abtreibt, könnte genauso gut seine Eltern umbringen." Keiner hat so wie Sie, die Abtreibungsdebatte auf die "entscheidende" Frage reduziert: "Ist die befruchtete Einzelle ein Mensch?" Leider muss ich Ihnen die Antwort mitteilen: Nein. Eine befruchtete Eizelle ist kein Mensch, sondern eine befruchtete Eizelle. Und da sie blöde Vergleiche lieben: Die Planzeichnung eines Hauses ist noch kein Haus, auch nicht die Aushubarbeiten und nicht die Fertigteile sowie Dachziegeln und Regenrinnen. Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben! Gute Reise!

Asklepios
04.03.2010 20:50
Auch wenn es nicht "mein" Posting ist, dass hier Thema ist, würde mich doch interessieren, womit sie ihre Meinung, dass "eine befruchtete Eizelle kein Mensch ist, sondern eine befruchtete Eizelle"

Meines Wissens wird in den versch. Ethikkommissionen von Ethikern, Philosophen, Medizinern und anderen Fachleuten heftig darüber diskutiert, wann menschliches Leben beginnt.
Daher finde ich ihre so absolut vorgebrachte Behauptung
"Ist die befruchtete Einzelle ein Mensch?" Leider muss ich Ihnen die Antwort mitteilen: Nein."
ziemlich gewagt - besonders, weil sie sie nicht begründen.

Es wäre also schön, wenn sie ihre Meinung nicht einfach "dogmatisch" festlegen, sondern sachlich begründen würden, wie es in einer fairen Diskussion üblich ist.

Meine Argumente, warum ich der Meinung bin, dass ein Embryo ein menschliches Wesen ist, habe ich schon ein paar Postings weiter unten versucht darzulegen. (zur Zeit auf der 3.Seite ganz oben)

Samthand Schuh
05.03.2010 12:02
Der Standpunkt der Kirche ist absurd.

Jeder Versuch, den Zeitpunkt zu bestimmen, ab wann ein Mensch ein Mensch ist, ist willkürlich. Auch in der katholischen Kirche, ist das nicht einfach mit der Befruchtung der Eizelle festgelegt, denn aus dem Verbot der künstlichen Verhütung resultiert, dass der Mensch schon beim Geschlechtsverkehr und nicht erst mit der Befruchtung gezeugt wird - möglicherweise sogar schon allein durch das Begehren des Geschlechtsverkehrs. Das Verbot der Onanie oder des Coitus interruptus zeigt, dass die Kirche dem Menschen nicht das geringste Maß an Entscheidungsfreiheit über den Nachwuchs zubilligen will. Diese Einstellung erscheint mir als völlig absurd. Genauso willkürlich kann auch ich und jeder Andere den Beginn des menschlichen Lebens festlegen.

Asklepios
05.03.2010 16:15
Standpunkt der Kirche ist, dass das menschliche Leben mit der Befruchtung der Eizelle beginnt

Wenn sie andere Quellen haben, die ihre Aussage belegen, würden mich diese interessieren.

Gehört oder gelesen hab ich noch nie davon, dass schon der Geschlechtsverkehr der Beginn menschlichen Lebens sein soll. (Wobei ich nicht ausschließen möchte dass irgendein Angehöriger der r.k. einmal diesbezüglich etwas geäußert hat.)

Es kommt mir auch nicht darauf an was die Kirche dazu sagt oder denkt. Sondern einzig auf sinnvolle Argumente für und wider, welche ich auch einige Posts weiter unten gebracht habe.

Sie können den Beginn des menschl. Lebens schon festlegen - müssen das aber auch begründen können!
Doch genau das fehlt hier im Forum - Argumente!

Hier wird viel polemisiert und gestritten, aber nur selten werden Argumente genannt.

Toeris 
03.03.2010 21:58

Deine grenzenlose Selbstüberschätzung in Ehren, aber nerv bitte hier nicht auch noch mit deiner Abwesenheit. Die interessiert niemanden.

di`Luca
01.03.2010 21:50
bevors gegen abtreibung von föten mobil machen

solltens vorher das psychische zerstören von LEBENDEN jungen buben unterlassen die alten herren.

humanitas
01.03.2010 22:48
Ich gebe ihnen völlig recht, dass diejenigen, die Kinder missbraucht haben

das nicht mehr tun sollen (können)!
Und auch zur Verantwortung gezogen gehören!

Nur wo genau liegt hier das Argument pro Abtreibung?
Kurz - wieso sollte der Umstand, dass es Menschen gibt die Kinder missbraucht haben, Abtreibungen ethisch legitimieren?

Black Widdow
04.03.2010 15:34
Bemerkung am Rande

Ein Kollege von mir (er ist der Sohn eines kath. Priesters) verdankt sein Leben der strikten Weigerung seiner Mutter, die vom Bischof befohlene Abtreibung durchführen zu lassen.
In der ORF-Sendung "Priesterkinder" kam dieses auch zur Sprache, falls sie mir nicht glauben.

Asklepios
04.03.2010 21:07
Wissen sie zufällig welcher Bischof das war?

Das würde mich sehr interessieren. Ich hab im www gesucht, aber leider nichts zu dem Fall oder der Sendung gefunden. Wann wurde die ca. ausgestrahlt?
(nicht weil ich ihnen nicht glaube, sondern weil es mich interessiert)

Mein höchster Respekt vor der Mutter ihres Kollegen - dazu gehört eine Menge Mut und Kraft. Nicht nur dass ein Bischof sie zur Abtreibung überreden wollte, ist das ja auch der Vorgesetzte des Vaters - da sind Probleme vorprogrammiert.

Ich finde die Reaktion des Bischofs sagt einiges über seinen Charakter aus (so a la "Wasser predigen und Wein trinken")

Trotz der unmoralischen Haltung des Bischofs, ist das aber natürlich weder ein Argument für oder gegen das allg. Recht auf Schwangerschaftsabbruch.

Black Widdow
05.03.2010 15:47
Der Kollege ist Mitte 40

Sie können sich daher den betreffenden Bischof ausrechnen.
Die Sendung wurde in FS2 ausgestrahlt, als sich so eine Initiative zur Abschaffung des Zölibats gebildet hatte. Den genauen Zeitpunkt weiß ich leider nicht mehr, aber ich glaube, im ORF kann man diesbezüglich nachfragen.

Asklepios
05.03.2010 16:18
können sie mir noch sagen wo das ganze war?

Wenn es in Wien war weiß ich wer damals Erzbischof war, aber ich müsste erst suchen wer damals Weihbischof war. Und auch die Bischöfe der anderen östrr. Diözesen Mitte der 60er Jahre kenne ich nicht.

Black Widdow
08.03.2010 15:15
Am besten sie fragen im ORF nach, die haben sicher eine Aufzeichnung der Sendung

ich möchte mich nicht ohne Einverständnis der betreffenden Person mit persönlichen Daten hier im Netz so detailliert ausbreiten, aber diese Tatsache wurde jedenfalls in der Sendung von der Mutter bestätigt.
Und noch etwas: Wie in unserem Kuhdorf noch zu Zeiten des §144 mal die Pfarrersköchin schwanger wurde, war es für den dortigen Gemeindearzt kein Problem, da effektiv zu "helfen". Soviel nur zur unglaublichen Heuchelei damals im Umgang mit diesem Thema.

Lord Chaos
03.03.2010 17:23


Das Argument liegt darin, dass es weder Dich noch irgendeinen Bischof etwas angeht was eine Frau mit ihrem Körper macht.

humanitas
03.03.2010 20:35
Das eine muss ich noch los werden ... ;-)

Stimmt - das geht mich nichts an was eine konkrete Frau macht oder nicht macht.

Aber:
1) Es geht mich etwas an, welche Werte dieser Staat vertritt, da ich Teil dieses Staates bin und das Recht auf Meinungsäußerung habe (ist sogar ein Grundrecht!)

2) Es "geht mich auch nichts an", wenn jemand seine Eltern tötet. Trotzdem möchte ich nicht in einem Staat leben, in dem so eine Handlung legal ist

3) Ihre Posting ist keine Antwort auf meine o. gestellte Frage, wieso der Umstand, dass es Menschen gibt die Kinder missbraucht haben, Abtreibungen ethisch legitimieren sollten?

Aber am Wichtigsten: 4) es geht nicht alleine um den Körper der Frau, sondern - vor allem - um das Leben des Embryos. Und das sollte IMO geschützt werden.

Maria Lacina 
03.03.2010 19:22
naja..

mit IHREM Körper nicht, aber mit dem Fötus drinnen...?

di`Luca
01.03.2010 23:58

weil der ganze verein eine ansammlung von heuchlern ist. ungeachtet dessen, weder die pfaffen im namen gottes als auch irgendwer anderer dritter hat zu entscheiden was eine frau für sich für richtig hält.

wenn ich, wie im artikel beschrieben, geldstrafe oder gar gefängnis lese, dreht sich mir der magen um

humanitas
03.03.2010 09:07
der ganze Verein eine Ansammlung von Heuchlern

Bitte keine Pauschalurteile - damit sind sie nicht besser als jene, die sie kritisieren!

Sie sind nach wie vor das ARGUMENT(!) schuldig, wieso aus dem Umstand, dass es Menschen gibt die Kinder missbraucht haben, folgen sollte, dass Abtreibungen ethisch legitim sind?

Anschuldigungen alleine sind (selbst wenn sie wahr wären) kein Argument!


Argumente wären zB:
Das Genom des Embryos ist der Spezies nach menschlich.
Die Entwicklung geht kontinuierlich bis zum erwachsenen Menschen - ohne Sprung in der Entwicklung.
Der Embryo ist ein Individuum - unterschiedlich zu ALLEN anderen Menschen - und damit Person.

Das sind - nicht nur meine - Argumente, warum ich der Meinung bin, dass Abtreibung nicht ohne "Wenn und Aber" erlaubt sein sollte.

di`Luca
03.03.2010 11:55
nungut

eine frau, nach meinem pragmatischen verständnis, hat als bereits lebendes individuum und trägerin des embrios das uneingeschränkte recht dies selbst zu entscheiden

niemand anderer hat sich hierbei einzumischen, NIEMAND!!! denn man sei sich gewiss dass im falle einer abtreibung besagte frau ohnehin bis an ihr lebensende mit diesem schritt zu kämpfen haben wird. es ist IHR leben und nicht das des embrios und schon gar nicht dritter

Maria Lacina 
03.03.2010 18:24
Irrtum ..

es ist das Leben des Embryos!

Asklepios
03.03.2010 15:28
es ist ihr Leben und nicht das des Embryos

Und welches Leben wird hier beendet? Ihr Leben? Oder das Leben des Embryos?

Nur zum Verständnis meiner Position:
Ich bin nicht dafür Frauen, welche sich zu so einem Schritt entscheiden, zu kriminalisieren oder zu verurteilen.
Das steht mir nicht zu, weil ich weder sie noch die Umstände kenne.

Man sollte den betroffenen Frauen aber WIRKLICH helfen. Wenn sie so verzweifelt sind, dass sie sich nicht mehr zu helfen wissen, außer durch eine Abtreibung, dann gehts ihnen danach auch nicht besser - wie sie ja richtig sagen.
Wir stehlen uns aus der Verantwortung durch so eine "bequeme" Lösung. Anstatt wirklich zu helfen, beseitigen wir ein menschliches Leben.

Antwort auf meine oben gestellte Frage:
Es das Leben des Embryos das hier beendet wird!

di`Luca
04.03.2010 23:06
ich bin auch voll dafür wenn man hilft!!

aber mobilisierende pfaffen wie in diesem artikel oder sonstige "strafen" sind einfach menschenverachtend (betonung auf mensch, nicht embryo)

Asklepios
05.03.2010 08:31
Ich gebe ihnen da vollkommen recht, wenn sie der Meinung sind, dass die Forderung nach einem Gesetz, dass Abtreibung in jedem Fall bestraft nicht sinnvoll - ja in vielen Fällen sogar Menschenverachtend ist!

Auch dass viele Priester und Bischöfe aus falsch verstandenem Einsatz für den Lebensschutz Ungeborener dabei die "schon Lebenden" übersehen ist leider wahr.

"Die Kirche" besteht aber zum Glück nicht nur aus einigen reaktionären Bischöfen, sondern es gibt auch hier vernünftige Menschen - auch wenn das viele nicht glauben können ;-)

Wir haben als Gesellschaft auch eine Verantwortung gegenüber jenen Menschen, die in Not geraten sind - konkret zu diesem Thema - gegenüber schwangeren Frauen in Notsituationen.
Durch solche Gesetze schieben wir IMO die Verantwortung aber wieder auf die Betroffenen ab, anstatt wirklich zu helfen.

Wir "stehlen uns aus der Verantwortung".

Lectrice
03.03.2010 15:10

Zu Ihrer Enttäuschung kann ich Ihnen sagen, dass nicht jede Frau bis ans Lebensende mit dieser Entscheidung kämpft. Möglicherweise religiös u. ideologisch in diese Richtung eingestellte. Mag auch sein, dass es früher so war, weil die Umgebung entsprechend drauf einwirkte und Frauen in diese Ecke stellte. Genauso wie Scheidungskinder keine Opfer sind, soferne sie nicht von der umgebenden Gesellschaft u. streitenden Eltern dazu gemacht werden, sind es Frauen, die diese Entscheidung für sich/mit ihrem Partner treffen.

Es gibt genug Frauen, die eben (zu diesem Zeitpunkt/generell) kein Kind wollen und dem auch nicht nachtrauern, sondern (und das auch noch 30 Jahre später) froh sind damals so entschieden zu haben.

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