Polen

AbtreibungsgegnerInnen protestieren mit Hitler-Plakat

04. März 2010, 11:35
  • Artikelbild: Großflächig und grafisch wie inhaltich nicht "sanft": Der Anti-Abtreibungs-Protest in Polen wird noch radikal-populistischer. - Foto: APA/AP/Remigiusz Sikora

    Großflächig und grafisch wie inhaltich nicht "sanft": Der Anti-Abtreibungs-Protest in Polen wird noch radikal-populistischer.

Aus für "sanfte Methoden": "Die Abtreibung für polnische Frauen wurde am 9. März 1943 von Adolf Hitler eingeführt"

Warschau - Mit einem großflächigen Hitler-Plakat haben AbtreibungsgegnerInnen in Polen gegen Schwangerschaftsabbruch protestiert. Wie polnische Medien am Donnerstag berichteten, wurde der 200 Quadratmeter große Aushang an einer Hauswand in der Stadt Poznan (Posen) im Westen des Landes befestigt. Auf dem Plakat ist ein Porträt Adolf Hitlers neben abgetriebenen Föten zu sehen, in einem Schriftzug heißt es: "Die Abtreibung für polnische Frauen wurde am 9. März 1943 von Adolf Hitler eingeführt."

Die "sanften Methoden" hätten im Kampf gegen die Abtreibung keinen Effekt mehr, verteidigte Mariusz Dzierzawski, Organisator der Aktion, das Plakat in der Zeitung "Gazeta Wyborcza". "Wir als Abtreibungsgegner haben keine Wahl mehr." Während Abtreibungen für Deutsche unter dem NS-Regime verboten waren, hatten die Nationalsozialisten Schwangerschaftsabbrüche bei von ihnen als "Untermenschen" angesehenen Frauen erlaubt.

Illegale Abtreibungen tabuisiert

Polen hat eine der striktesten Abtreibungsregelungen in Europa. Schwangerschaftsabbrüche sind in dem katholischen Land nur bei Vergewaltigung, Inzest sowie Gefahr für die Gesundheit der Mutter erlaubt. Nach amtlichen Statistiken werden in Polen jedes Jahr nur 200 bis 300 Kinder abgetrieben. Frauenrechtlerinnen gehen allerdings von bis zu 180.000 illegale Abtreibungen pro Jahr aus. (APA/AFP)

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BFR_strikes_back
11.03.2010 23:32
Ich bin zwar nicht gerade für Abtreibung...

...aber es sollten nur Kinder auf die Welt kommen, die wirklich geliebt und gewollt werden.

concept of the enemy
05.03.2010 15:44
Fast hätt ichs vergessen....dieses mal passt es sogar zum Artikel ;-)


http://de.wikipedia.org/wiki/Godw... 80%99s_law

;-))

das 7te geislein
05.03.2010 12:56
schwangere sollen ihre kinder gebären, und sie den

herrschaften, die so vehement für das "leben" eintreten, vor die tür legen. SIE sollten sich um diese "gewollten" kinder kümmern, ihnen ein wertvolles leben bieten , sich um ausbildung und erziehung kümmern und dann bloß nicht jammern, sie hätten kein geld, zeit oder was auch immer.

eigentl. müßten diese herrschaften mit einer solchen lösung zufrieden sein.

Die Gezeichneten
05.03.2010 14:20

Frage: wenn eine Frau aus all den von Ihnen vorgebrachten Gründen kein Kind möchte, warum wird sie dann schwanger?

Gefräßige Gebärmutter
05.03.2010 18:22

Weil sich der Samen eines Mannes, mit dem sie Geschlechtsverkehr hatte, mit einem ihrer Eier vereinigt. Lernt man heutzutage schon in der Volksschule.

alehopp
05.03.2010 15:23
sei bitte ruhig und mach dich nicht lächerlich

schon irgendwann mal von sog. 'pillenkindern' gehört bzw. dem pearl-wert der Verhütungsmethode mit Pille (Angabe über Anteil von Frauen, die TROTZ Verhütung schwanger werden)?

Tethys
05.03.2010 14:25

Aber Poster "das 7te geislein" hat kein Wort von Frauen oder deren Gründen geschrieben. Wo sehen Sie in diesem Posting "Gründe kein Kind zu wollen"?

Gefräßige Gebärmutter
05.03.2010 14:15
Soweit kommt's noch.

Früher hatten die Bürgerlichen Ammen, die ihre Kinder stillten, damit sich die feinen Damen ihre Brüste nicht "ruinieren" mussten. Heute lassen sie schon gebären, weil sie's versäumt haben, rechtzeitig Kinder zu kriegen oder Angst um ihre Vaginas haben.

griasdi
05.03.2010 12:33

wie immer völlig unsachlich, die abtreibungsgegner.

Freigeistin1
05.03.2010 10:59

Abtreibung ist etwas ganz schreckliches. Allerdings ist die Fristen"lösung" wohl besser als x illegalen Kindstötungen.
Ich finde allerdings dass es eine Statistik geben soll bzw. die betroffenen Frauen angeben sollen, wieso sie abtreiben - und natürlich soll es Grenzen geben.
Schlimm dass diese "Industrie" jährlich Millionen/Mrd. verdient.
Es ist traurig dass wir in so einer kinderfeindlichen Gesellschaft leben wo "Karriere" manchen leider wichtiger ist als Leben.
Eine Bekannte von mir hat 2 mal abgetrieben, jetzt wünscht sie sich mit ihrem Mann sehnlich ein Kind und es klappt nicht - tja, ist wohl die gerechte Strafe. So hart das klingen mag.

NUAZO
06.03.2010 15:32

gerechte strafe von wem? gott?
aber das wort freigeistin find ich köstlich

Reisebegleiterin
06.03.2010 14:17
gerechte strafe

..ernsthaft drüber nachgedacht?!

Tethys
05.03.2010 14:22

"die betroffenen Frauen angeben sollen, wieso sie abtreiben"

Warum sollten sie das tun?

"Strafe für Abtreibung"? Na das ist mehr als geschmacklos. SIE können für Ihr Leben Entscheidungen treffen wie sie können und wollen - niemand darf Ihnen daraus einen Vorwurf machen. Aber Sie dürfen anderen nicht die Entscheidungsfreiheit nehmen, deren Gründe nach IHREN Maßstäben beurteilen und dann auch noch hämisch ein Unglück belächeln. Es ist nicht IHR Leben. Sie können leben wie SIE es für richtig halten - andere leben anders.

Bruno der Bär1
05.03.2010 00:22
Noch ist Polen nicht verloren, aber wir arbeiten hart daran

Vor gut 500 Jahren zählte Polen zu den fortschrittlichsten und tolerantesten Ländern der Welt. Die Krakauer Uni ist die zweitälteste Mitteleuropas. Seither gings bergab. Warum sich das Land ständig gegen jegliche Modernisierung wehrt, ist rätselhaft. Heute ist ja sogar der Vatican fortschrittlicher und toleranter als ein Großteil der polnischen Gesellschaft. (Es gibt tatsächlich regelmäßig Schimpfe vom Ratzinger für die faschistoid-katholischen Eiferer dort.) Für Künstler und Intellektuelle, und da gibt's ja nicht grad wenige im Land, muss das ja ein Horror sein. Ich empfehle eine Plakataktion, die die Polen darüber aufklärt, dass Frauen Menschen sind und mehr als Gottes Gebärmutter für die Schöpfung. Oder Frauen ins TV: "Wir sind Menschen!

concept of the enemy
04.03.2010 22:13
Hitler führte in Österreich den Rechtsverkehr ein.


Der muss sofort abgeschafft werden! *Ironie off*

Meine Wenigkeit mit viel Senf
05.03.2010 12:45
Das stimmt nicht

Da die Verkehrsordnung Ländersache war war je nach Hoheitsgebiet in der k.u.k-Monarchie da mal Links-, dort Rechtsverkehr.

Nach Gründung der Ersten Republik beschloss man, die Verkehrsordnung zu vereinheitlichen, und zwar bis 1940. Die Bundesländer mit Linksverkehr stellten also nach und nach um; zuletzt waren Wien, Niederöstereich und die Steiermark (soweit ich weiß) übrig. Somit war man durchaus im "Plan".

Der Anschluss sorgte lediglich für eine Vorverlegung um zwei Wochen, von Anfang Oktober auf 18. September 1938.

concept of the enemy
05.03.2010 14:41
Danke für diese interessante Information.


wenngleich...Sie wissen worauf ich hinauswill. Nur weil detwas unter dem unmenschliche Diktator Adolf Hitler eingeführt wurde, ist das noch kein sachliches Argment für die Abschaffung der selben Sache.

Cassius 
04.03.2010 16:20
Ich sehe hier wird viel das

Wort holocaustverharmlosung benutzt. Das zeigt wie verhärtet die Fronten sind.
Abtreibungsgener sehen Embryos ab einem gewissen Entwicklungsstadium als Menschen. Für die sind 9 Millionen Abtreibungen 1 Million mal schlimmer als der Holocaust. Das einzige was Abtreibungsbeführworter dazu zu sagen haben ist, dass Abtreibungsgegner nicht diese Sichtweise haben sollen und dürfen.

So kann kein Dialog zustande kommen und am Ende gewinnt wer am lautesten brüllt.

Tethys
05.03.2010 10:09

"Für die sind 9 Millionen Abtreibungen 1 Million mal schlimmer als der Holocaust. "

Und genau DAS ist Verharmlosung der Shoa!!!!! Das ist weder ein Argument noch eine Sichtweise, das ist schlicht DUMMHEIT.

yoghurtinator 
04.03.2010 22:22
Dann sollten sich die Abtreibungsgegner vielleicht einmal an der eigenen Nase nehmen

denn wie wollens mit jemandem diskutieren, der sagt "niemand soll ein ander Sichtweise haben als ich" ???

Berta von Hinnen heller von Sinnen
04.03.2010 16:55
gut erkannt

...und eine aufweichen von fronten in anderen fällen möglich, in diesem hier kaum. hier gibt's nur entweder abtreibung oder keine abtreibung, kaum etwas dazwischen, deshalb auch kaum kompromissmöglichkeiten. deshalb ist es eine frage der sicht/position/sein, wer sich wo dazu gesellt, weil eine frage des eigenen lebens, und der konsequenzen, die zu tragen sind, eigenes leben grundlegend bestimmend.
und ein nein zu fremdbestimmung.

Toeris 
05.03.2010 00:40

Ich hab jetzt auch noch deine anderen Postings gelesen. Kannst du bitte klarstellen, was du hier meinst?
Das mit Selbstbestimmung ist schon klar, dacore.
Sorry, für mein etwas giftiges Posting, aber irgendwie wird man daraus nicht schlau.

platz, hirsch!
05.03.2010 12:29
was meinst du mit "dacore"?

ich nehme an, "d'accord" also "einverstanden" auf französisch?

Toeris 
05.03.2010 00:33

>entweder abtreibung oder keine abtreibung, kaum etwas dazwischen,<

Frage: Was sollte dazwischen liegen? Eine halbe Abtreibung? Und wie sollte die aussehen? Das Kind kommt auf die Welt ohne dass die Mutter schwanger ist oder wie oder was?

Berta von Hinnen heller von Sinnen
05.03.2010 01:15

es gibt nur abtreibung oder keine abtreibung, ein JA oder ein NEIN, im endergebnis. bei vielen anderen themen gibt es eine annäherung zwischen JA und NEIN im ergebnis. hier ist dieser kompromiss nicht möglich.
das kaum bezog sich eher auf sonderfälle, auch wenn es davon viele gibt. so werden in USA und UK bspw. diskussionen geführt, was mit befruchteten eizellen passiert, die, "überbleibsel" einer künstlichen befruchtung, über jahre eingefroren sind. manche spenden sie der wissenschaft, andere eizellen können zu einem späteren zeitpunkt eingepflanzt werden... ob und was als abtreibung gilt, ist definitionssache, und diese wiederum eine frage der politischen positionierung (abhängig auch von gesellschaftlichem sein)

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