
Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 statt.
Frankfurt/Main - Der erste Internationale Frauentag fand am 19. März 1911 statt. In Berlin gab es 40 Veranstaltungen und 45.000 TeilnehmerInnen. Ähnliche Veranstaltungen gab es in Österreich, der Schweiz, Dänemark und den USA. Insgesamt beteiligten sich Millionen Frauen, zentrale Forderungen betrafen das Wahlrecht, Mindestlöhne und die gleiche Bezahlung von gleichwertiger Arbeit.
Beschlossen wurde der Tag auf Initiative der deutschen Feministin und Sozialistin Clara Zetkin bei der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen 1910. Zwei Jahre später kamen Schweden, Frankreich und die Niederlande dazu, 1913 Russland und die Tschechoslowakei. Später wurde der 8. März als Termin festgelegt.
Datum ist historisch nicht eindeutig belegt
Der Ursprung des Datums ist historisch nicht eindeutig belegt. Einigen Quellen zufolge geht das Datum auf eine Demonstration russischer Frauen am 8. März 1917 in St. Petersburg zurück; nach dem alten russischen Kalender war es allerdings der 23. Februar. Vier Tage später führte die Regierung nach dem Sturz des Zaren das Frauenwahlrecht ein.
In Deutschland erstritten die Sozialdemokratinnen zusammen mit bürgerlichen Frauenstimmrechtsverbänden im November 1918 das Wahlrecht für Frauen. In der Zeit des nationalsozialistischen Regimes war der Frauentag offiziell verboten. In der Nachkriegszeit begingen ihn besonders die kommunistischen Staaten Europas als Tag der Befreiung der Frauen. Blumen oder andere kleine Geschenke für die Frauen waren an diesem Tag obligatorisch.
Wiederbelegung
In Westdeutschland war das Interesse am Frauentag, der anfangs im Zeichen von Friedensdemonstrationen stand, zunächst verschwindend gering. Erst in den späten 1960er Jahren wurde der 8. März von der jungen Frauengeneration wiederbelebt. Die Frauenbewegung kämpfte unter anderem für den straffreien Schwangerschaftsabbruch und die Einrichtung von Selbsthilfeprojekten.
Die Grundforderungen sind seit den Anfängen erhalten geblieben: gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen, soziale Sicherung von Frauen, politische Gleichberechtigung und Frieden. (APA)
... nicht ganz! Die Sozialdemokratie erstritt nach dem Kriege in Deutschland gar nichts. Die SPD-Männerriege hätte ja am liebsten den Kaiser behalten.
Es waren Komunistinnen wie Klara Zetkin, die letztlich die SP zwangen das Frauenwahlrecht einzuführen.
Literaturblogs "Duftender Doppelpunkt" - 12 E-Cards zum „Internationalen Frauentag“.
Sie zeigen Fotos von Rosen, die dazugehörigen Zitate stammen von Frauen: Calamity Jane, Coco Chanel, Emmeline Pankhurst, Hedwig Dohm, Heidi Kabel, Johanna Dohnal, Maria Ebner-Eschenbach, Olympe de Gouges, Rosa Mayreder, Simone de Beauvoir.
Die Fotografien knüpfen an den Titel des Liedes "Brot und Rosen" aus dem Jahre 1912 an.
http://literaturblog-duftender-doppelpunkt.at/2010/03/0... m-8-maerz/
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