USA

Filmförderung in Florida nur für "traditionelle Familienwerte"

10. März 2010, 10:39

Konservative wollen "Diskriminierung mit Steuergeldern": Schwule oder lesbische Charaktere "nicht gerade das, wofür wir unsere Steuer-Dollars investieren wollen"

Miami - Abgeordnete im US-Bundesstaat Florida wollen Filme und Fernsehserien mit homosexuellen Charakteren bei der staatlichen Filmförderung benachteiligen, um "traditionelle Familienwerte" zu fördern. In einem von der republikanischen Mehrheit im Landesparlament vorgelegten Entwurf für ein 75 Millionen Dollar (55 Millionen Euro) schweres Paket sollen nur jene Produktionen in den Genuss einer bis zu fünfprozentigen Steuererleichterung kommen, die als "familienfreundlich" eingestuft werden. Produktionen mit schwulen oder lesbischen Figuren seien "nicht gerade das, wofür wir unsere Steuer-Dollars investieren wollen", sagte der republikanische Abgeordnete Stephen Precourt der "Palm Beach Post" vom Dienstag.

"Diskriminierung mit Steuergeldern"

Eine Sendung ist dem Entwurf zufolge dann familienfreundlich, wenn sie "verschiedene Generationen anspricht" und "die verantwortungsvolle Lösung von Problemen" zeigt. Nicht förderungswürdig seien hingegen Filme, in denen geraucht und geflucht werde und in denen nackte Menschen oder Sexszenen vorkämen. Ziel des Gesetzes soll es sein, mehr Jobs in der Filmindustrie in Florida zu schaffen. Bürgerrechtsgruppen lehnen den Entwurf entschieden ab und argumentieren, er fördere Diskriminierung mit Steuergeldern. (APA/AFP)

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