Thema: Sexuelle Gewalt

Frau sein in Kamerun ist ein Vergehen

Viviane Tassi Bela, 10. März 2010, 17:19

In einem Land, in dem Schweigen als die bessere Antwort auf Gewalt gilt, bleiben die Opfer allein zurück - In Workshops sprechen Frauen erstmals über ihre Erfahrungen

Oft finden sie nur in statistischen Zahlen von NGOs und UNO-Berichten den Weg an die Öffentlichkeit. Die erlebten Traumata von Frauen werden aber von der Gesellschaft, in der sie leben, nicht wahrgenommen. Viele sind stigmatisiert, anonymisiert und ausgeschlossen. Wie eine Strafe, die den Opfern das Vergehen vor Augen führen soll: in Kamerun eine Frau zu sein.

Schweigen als bessere Antwort

Carine lebt in Yaoundé, in einem Armenviertel am Rand der Hauptstadt. Sie wurde, als sie gerade 13 Jahre war, mehrmals von ihrem Schwager vergewaltigt. Die "Ehre der Familie" zwang sie zum Schweigen, denn die Verwandtschaft wollte von den Vergewaltigungen nichts bemerkt haben. So lernte das Mädchen mit ihrer schrecklichen Erfahrung irgendwie alleine zu leben.

Jeannette ist 17 Jahre und lebt in Kribi. Hier sind die Menschen stark von Armut betroffen, dennoch entwickelte sich das kleine Fischerdorf in den letzten Jahren zu einer touristischen Attraktion. Entlang der schönen und naturbelassenen Küste treffen die vielen Neureichen aus Kamerun auf westliche Touristen, die nicht nur zum Zweck einer Kultur- und Entdeckungsreise gekommen sind. Auch die minderjährige Jeannette wurde von der eigenen Familie hierher geschickt, in der Hoffnung auf finanzielle Erträge aus der Prostitution. "Meine Familie ist sehr arm. Meine Mutter konnte nicht mehr alleine für uns sorgen. So wurde ich zu Touristen in Hotels geschickt. Was sie mit mir dort gemacht haben...."

Das Schweigen scheint hier die bessere Antwort zu sein, die geeignetere Erklärung für ihre täglich wiederkehrende traumatische Erinnerung. "Als ich schrie kamen die Leute vom Hotel ins Zimmer. Nach einigen Minuten Diskussion mit den Tätern haben sie mich einfach aufgefordert, nach Hause zu gehen, ohne meine Schmerzen und Verletzungen zu beachten." Dabei war sie zum Sex gezwungen worden, als sie sich weigerte, "das Spielchen" weiter zu machen. Die lokale Behörde wollte ihr nicht helfen, weil sie - so die offizielle Begründung - keine Anzeige erstattet hatte.

Aufgaben einer Ehe

Habiba ist heute 26 Jahre alt. Sie lebt als alleinerziehende Mutter mit ihren vier Kindern im Norden Kameruns. Mit 13 war sie bereits verheiratet. Mit einem mächtigen und 40 Jahre älteren "Aladji". Aufgrund dieser Ehe hatte sie ihr Studium frühzeitig beendet, um sich ihren neuen und unbekannten Aufgaben als Ehefrau widmen zu können. Allerdings gehörten dann Vergewaltigungen, ungewollte Schwangerschaften und psychische Gewalt zu ihrem Alltag. Nachdem sie nicht mehr dem lokalen Verständnis einer guten Ehefrau folgte und ihrem Mann "gehorsam" diente, wurde sie rechtlos geschieden. Auch Habiba hat seither gelernt, mit den täglichen Schmerzen umzugehen. Wer in dieser Gesellschaft einmal verheiratet war, findet nur schwer wieder einen Mann und gilt für immer als "schlechte" Frau. Die größte Schwierigkeit sei es, meint Habiba, von der Gesellschaft so schnell verurteilt zu werden. "Ich wurde oft gefragt, warum ich trotz allem so viele Kindern mit ihm gemacht habe. Es fällt mir jedes Mal schwer zu erklären, dass jedes Kind, das ich von meinem ehemaligen Ehemann ausgetragen habe, die Frucht einer systematischen Vergewaltigung war."

Sich von einem Mann scheiden lassen, ist hier noch ein Tabu. Das bestätigen die Richterin Beatrice Ntuba und die Staatsanwältin Vera Ngassa durch ihr Engagement als Anwältinnen von Frauen, die Opfer von Gewalttaten werden. Die Beispiele sind sicherlich nicht repräsentativ für die problematische Lage zahlreicher junger Frauen in Kamerun. Sie versuchen jedoch, die Realitäten der veröffentlichen Statistiken durch persönliche Schilderungen näher zu kommen.

Über 400.000 Vergewaltigungsopfer

Sexuelle Ausbeutung zählt zu den schwerwiegendsten Verletzungen von Frauenrechten in Kamerun. Dem UN-Informationsdienst IRIN zufolge sind in Kamerun in den vergangenen 20 Jahren 432.000 Mädchen und Frauen vergewaltigt worden. Diese offizielle Angabe spiegelt nicht das gesamte Ausmaß des Problems wider, weil viele Daten aufgrund der mangelhaften Infrastruktur im Land unzugänglich sind.

Viele der sexuell ausgebeuteten und verletzten Frauen wissen meist nicht, wie sie mit ihrem Trauma umgehen sollen. Oft fehlt neben der psychologischen Betreuung nach so einer Gewalterfahrung der Zugang zu rechtlichen Informationen. Der Mangel an frauenpolitischer Bildung sowie eine unzureichende Sensibilisierungsarbeit durch staatliche Institutionen bzw. auch von Menschenrechtsinitiativen scheinen daran mit schuld zu sein. Einige der betroffenen Frauen geben an, dass sie dem Umgang mit Behörden lieber aus dem Weg gehen und mit ihrem Schweigen zusätzlichen Ärger vermeiden wollen.

Kein Schutz trotz Gesetzen

Die in Kamerun beschlossenen Gesetze gegen Vergewaltigung und sexuelle Gewalt an Frauen bieten keinen tatsächlichen Schutz für die Opfer. Ihre mangelhafte Durchsetzung sowie das Fehlen von Sanktionen und die Legitimierung traditioneller Zwangsheirat sind Hürden, die beseitigt werden müssen. Billé Siké, Soziologin und Mitgründerin der Frauenorganisation ALFV in Maroua (Nordkamerun), fordert unbedingt Maßnahmen gegen die "Kinder-Ehe". Bei Veranstaltungen der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) kommen Opfer erstmals zusammen und enttabuisieren damit Vergewaltigung und sexuelle Ausbeutung in Kamerun. Die persönlichen Berichte der Opfer sollen dazu beitragen, ihre Stigmatisierung in der Gesellschaft abzubauen. Eine begrüßenswerter erster Schritt, der alleine noch nicht die Lösung ist. (Viviane Tassi Bela, dieStandard.at, 11.03.2010)

Veranstaltungshinweis:

Viviane Tassi Bela leitet am Samstag, 13. März 2010, ein Seminar zum Thema "Kamerun: Kulturelle Images und die Situation der Frauen";
10.00 bis 14.00 Uhr; AAI Wien,  Großer Saal
Türkenstraße 3
1090 Wien

Links

www.tassi-bela.net

AAI Wien

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 28
1 2
Amy4
02
11.3.2010, 11:06

ich finde dieStandard.at supra - selten bekommt frau so viel gute und wichtige informationen zu themen für frauen in dieser fülle geliefert. ich habe schon eine menge davon profitieren können und bin begeistert über die menge an aktuellen infos - ein ausgezeichnetes netzwerk für frauen/feministInnen. danke!

Ich B. Sisyphos
 
221
10.3.2010, 23:36

diestandardIn zieht das Niveau dieser Onlinezeitschrift runter. Kann man irgendwo seine Meinung als Leser anbringen?

Entweder man trennt die beiden überhaupt oder man weist die Artikel auf der richtigen Hauptseite so deutlich aus, das man nicht mehr unabsichtlich drauf klicken kann.

frank rosner
00
12.3.2010, 06:50
es ist doch soooooooooo einfach

schauen und adnn klicken, und wieder mal beweist ein gechelchtsgenosse sei überragende intelligenz

sylvia29
10
11.3.2010, 15:32
schauns

die meisten leut klicken artikel weder zufällig an, noch deswegen, weil sie die meinung der leser besonders interessiert.

wofür es insbesondere auf diesen seiten einen guten grund gibt, denn diese erschöpft sich hier noch mehr in pubertärem gebrabbel und gestänkere als in anderen threads eh schon.

Gilgamesch
02
11.3.2010, 14:12

was sind sie denn für ein a....?

danieladuemila
02
11.3.2010, 12:44
so ein schwachsinn.

und soll dann auch zu allen texte, in denen es um männer geht auch ein entsprechender hinweis? vielleicht himmelblaue oder rosa mascherl? oder würden warnsignale für texte, die auf diestandard.at führen, reichen? damit ja niemand beim klicken auf einen interessanten teaser in einem ressort landet, das ein*e leser*in vorsätzlich schmähen wollte? könnte ja schwerwiegende folgen haben..

Simba
05
11.3.2010, 08:29

was passt dir an dem Artikel nicht?

Amy4
05
10.3.2010, 20:40
misogynie, gewalt gegen frauen hat tradition

es ist grauenhaft und ausdruck von misogynie, welche verbrechen durch männer/gewalt rein durch sexuellen machtmissbrauch an mädchen, frauen weltweit begangen werden - ob in friedens- oder kriegszeiten sie werden opfer von massen/ vergewaltigungen als kriegswaffe, frauenhandel, prostitution, sog. ehrenmorde, sex. belästigungen, genitalverstümmelungen u.v.m. - in vielen ländern werden jungen den mädchen vorgezogen - in einigen ländern weibl. embryos gezielt abgetötet, wodurch weltweit 6o mio frauen fehlen (china, indien ..) im namen v. traditionen, kulturelle/religiöse vorstellungen werden viele brutalitäten gegen frauen offiziell gerechtfertigt. weiter wird gemordet, vergewaltigt, gewalt gegen frauen zelebriert i.d. virtuellen welt.

Bethany
12
11.3.2010, 11:24

das ist eine Tatsache, leider ...
aber bedenkt bitte auch, daß nicht alles von Männern ausgeht ...

zB: Genitalverstümmelung - wird vorrangig von anderen Frauen ausgeführt (egal, ob die Männer das dort wollen oder nicht)
es ist wie überall so, daß Frauen auch schön mitmischen ...
bei vielen mag es sein aus Tradition oder "ihr wurde das gleiche angetan" ...

Amy4
00
11.3.2010, 20:07

Teil 2) diese weibl. alibi-folterknechte werden von den männern benutzt, um die (männliche) treibende kraft hinter d. genitalverstümmelung zu verschleiern.
dass den herren diese verschleierung gelingt, sehen wir a.d. frage, die zum ausgangspunkt dieser überlegungen wurde: wer verstümmelt denn den kleinen mädchen die genitalien? frauen!
(quelle: glosse "der mann als risikofaktor teil 2, LFP)

das böse Binnen-I
02
11.3.2010, 11:58
Ganz und gar nicht "egal"!!

Die Frauen tun das den Mädchen an, weil diese sonst "nicht verheiratbar" - und somit sozial und ökonomisch am Ende - wären. "Unbeschnittene" Mädchen gelten als unrein - bei den Männern. Diese grausame Praktik ist das Ergebnis zutiefst misogyner Sexualvorstellungen.

Amy4
00
11.3.2010, 19:50

menschen werden zu dem, was die kultur von ihnen erwartet. die kultur bestimmen und formen weitgehend diejenigen, die die macht haben. und das sind nun einmal auch i.d. ländern männl. menschen. zur genitalverstümmelung stellt Mary Daly in gyn/ökologie fest `der gedanke, dass solche prozeduren oder auch nur teile davon von frauen erdacht sein könnten, ist nur denkbar in der phallokratie, denn in wirklichkeit ist es undenkbar. das ganze ritual ist a.d. mann bezogen. männer sind es, die die weibl. kastration verlangen u. i.d. gesellschaft ist f.e. frau die voraussetzung z. überleben, dass sie eheliches besitztum ist. die scheinbar aktive rolle d. frau ist in wirkl. passiv u. instrumental. (auszug a.d. mann als sicherheitsrisiko v. LFP)Teil

andreas lamers
 
00
14.3.2010, 21:28
nun ich habe mir die zeit genommen

den von ihnen angefuehrten artikel zu lesen. und musste feststellen das er bei weitem zu kurz greift. nicht nur die kultur sondern vor allem die notwendigkeit der evolution bestimmen unsere verhalten. was sinnlos ist merzt sie aus. und der vorwurf darin ist insofern schon ein wenig laecherlich weil man im westen von einer vaterlosen gesellschaft spricht. aber FMG ist nur eine art von verstuemmelung von menschen, die langhalsfrauen ist ein anderes beispiel. auch wenn es vielen frauen missfaellt, aber auch in kamerun freuen sich maenner uber eine frau die spass am sex hat und keine schmerzen. unter der beschneidung leiden die maenner wie die frauen am ende. nebenbei sei erwahnt 2 xx chromosome zu haben macht einem noch nicht zu einem besseren

Bethany
02
11.3.2010, 13:04

Korrektur ... es gibt auch in diesen Kultur-Kreisen viele Männer die lieber eine unbeschnittene Frau haben wollen - aber einfach keine bekommen, weil die Gesellschaft eben die Beschneidung als "Allheilmittel" ansieht.

anna saringer
02
11.3.2010, 12:46

trotzdem werden solche "traditionen" durchaus von frauen mitgetragen. wie auch eine betroffene beschreibt, die im artikel zitiert wird, wurde sie offenbar von ihrer mutter in die prostitution geschickt.

das löst das zugrundeliegende problem nicht, aber nur "die männer" dafür verantwortlich zu machen, greift leider zu kurz. gewalt an frauen ist ein gesamtgesellschaftliches problem.

-ReliefpfeileR-
01
11.3.2010, 14:23
aha

Können Sie mir bitte noch einmal genau erklären, warum zB das Verprügeln od. Vaginalverstümmeln v. Frauen ein gesamtgesellschaftl. Problem ist, es also auch ohne ganz bestimmte Männerinteressen existieren würde?

stopfgm
01
11.3.2010, 12:39

die tradition der weiblichen genitalverstümmelung ist einfach ein dynamischer teufelskreislauf. beide geschlechter sind dabei beteiligt, ich würde hier nicht mann oder frau als ursache bzw. motor ansehen. männer sowie frauen müssen dagegen antreten, damit sich etwas ändert. (wie's aber im übrigen sowieso bei jeglicher benachteiligung eines gesamten geschlechtes, sei's männer oder frauen, der fall ist.)

-ReliefpfeileR-
01
11.3.2010, 14:19
also BITTE

NATÜRLICH sind Männer die Ursache. Warum zum Teufel sollten Frauen bitte diese extrem patriarchale Unart eingeführt haben, eine Frau vaginal zu verstümmeln? Wie kann man nur so naiv sein?

andreas lamers
 
10
11.3.2010, 18:32
haben sie eine ahnung warum frauen beschnitten werden?

nach ihren postings augenschienlich nicht. nebenbei werde auch maenner beschnitten dort , leider hat man wie man das eingefuehr that keine ahung von der tieferen anatomie gehabt.
im grunde hat alles mit der verbloedeten sexualmoral der meisten menschen zu tun. und so nach ihren postings gehe ich mal auch genz schwer davon aus das sie ebenfalls ein problem mit dem maennlichen geschlecht per se haben.
aber ein wichtiger rat bevor sie sich ereifern informieren sie sich erst mal darueber. und das von jemanden der seit jahren in organisationen taetig ist die frauen vor dieser unart schuetzen wollen(Ps: weibliche beschneidung gibt es in europa auch, was sagen sie jetzt?)

-ReliefpfeileR-
01
12.3.2010, 21:53
hä??

also bei allem Respekt, ihr wirres Geschreibsel und dessen Sinn zu entwirren ist nicht einfach. Mich würde zB interessieren, warum Sie mich eigentlich für eine Frau halten (bin ich zufällig nicht)??
Und was soll an der Erkenntnis, dass durch die Immigration der letzten Jahrzehnte dieses kranke Ritual auch nach Europa "importiert" wurde, so verblüffend sein?
Und was reden Sie da von "tieferer Anatomie" d. Mannes? Was soll das sein? Und wo werden Männer beschnitten (sie werden doch nicht "die" Beschneidung meinen wie zB bei Juden od. Vorhautverengung udgl?? Denn dann hätten Sie überhaupt nicht begriffen, worum es hier geht)? Und zu Ihrem Kindergartenschluss "verblödete Sexualmoral" braucht man nichts mehr sagen.

andreas lamers
 
10
13.3.2010, 01:59
ungebildeteheit hilft zwar weiter

aber informieren auch, der witz an der sache ist das die beschneidung der frau ebenso wie des mannes ihren ursprung im judentum haben, nur wurde das bereits seit jahrhunderten dort abgelegt einige aber wollen lieber die regeln abrahams.
und nachdem ich in der zwischenzeit seit mehr als 10 jahren in ngos zum schutz von frauen gegen diese unart bin und auch dafuer das das als asylgrund akzeptiert wird habe ich wohl einiges mehr verstanden. abgesehen davon habe ich schon mit taetern und opfern gesprochen.

-ReliefpfeileR-
00
14.3.2010, 19:57
ich gebs auf

Sie belehren mich stets wie ein altkluges Kind und mit schlechter Rechtschreibung über Dinge, die jeder Trottel weiß (Asylgrund, jahrhundertealte Trad., Verbote etc.) und die überdies meiner Argumentation überhaupt nicht widersprechen, zB alte Religiöse Riten vs. mein Vorwurf patriarchaler Härte.
Wollen Sie mich viell. nur provozieren, sind einer dieser "Trolle", wie es im Internetjargon heißt, denen es nur darum geht, irgendjemandem aus dem Netz irgendwas reinzudrücken? Na dann bin ich ja schön darauf reingefallen.

andreas lamers
 
00
14.3.2010, 21:17
schoen wenn sie es aufgeben

und moegkicherweise auch eines tages die ansicht das es sich hier um ein patriachatisches ritual handelt. denn das ist es mittnichten.

und zum thema rechtschreibung hier nur meine normale signatur:Alle Rechtschreibfehler sind ein Ausdruck meiner Kreativitaet und urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne schriftliche Zustimmung weder öffentlich Vorgeführt, noch vervielfältigt werden !!!

-ReliefpfeileR-
00
14.3.2010, 14:28
???

Tut mir leid, aber Sie reden sich hier um Kopf und Kragen (liegt vielleicht an Ihrer, wie Sie sagen, "Ungebildeteheit" - Sie meinen wohl Unbildung).
WAS Sie verstanden haben, wird wohl ewig im Dunkeln bleiben.
Dass Sie das unglaublich grausame Ritual FGM mit dem dagegen winzigen Eingriff der Beschneidung des Mannes gleichzusetzen scheinen, ist höchst verstörend.
Ich kann nur hoffen, dass es sich hier um ein Missverständnis aufgrund Ihrer beschränkten Ausdrucksfähigkeit handelt.

Julius Pokorny
00
11.3.2010, 16:09
Wenn wir uns anschauen...

....wer diese Unart aufrechterhält und die Verstümmelung aktiv ausführt, dann sind ältere Frauen als Systemträgerinnen allerdings massiv involviert. Ohne ihr Zutun könnte sich diese Tradition nicht halten. Und damit ist das Problem sehr wohl ein gesamtgesellschaftliches. Das wegzuleugnen, bringt uns nicht weiter und schützt heutige und zukünftige Opfer nicht.

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