Frauenrechte weltweit

Plassnik: Islamische Führer in die Pflicht nehmen

12. März 2010, 11:57

Ex-Außenministerin bei Vortrag "Zukunftsmacht Frauen": Universalität der Menschenrechte muss durchgesetzt werden

Wien - Angesichts der Benachteiligung von Frauen in der muslimischen Welt hat die frühere Außenministerin Ursula Plassnik dazu aufgerufen, die islamischen Führer stärker in die Pflicht zu nehmen. "Was ist Tradition und was ist Religion?", fragte Plassnik am Mittwoch bei einem Vortrag in Wien zum Thema "Zukunftsmacht Frauen".

Die Politik müsse ihren Druck verstärken. So werde die weibliche Genitalverstümmelung weltweit in 30 Ländern praktiziert. Und auch Österreich sei mit dem Thema konfrontiert. Es gebe eine eigene Ärztin am SMZ-Ost, die sich mit solchen Fällen beschäftige. "Es sind schärfere Mittel notwendig, um diese Grausamkeiten abzuschaffen", forderte Plassnik. Gerade deshalb auch müsse die Rolle der Frauen im interreligiösen Dialog gestärkt werden.

Frauenanliegen stärker in Außenpolitik einbinden

Außerdem forderte die ÖVP-Abgeordnete und Sonderbeauftragte des Außenministeriums für internationale Frauenfragen, Frauen besonders in geo- und sicherheitspolitischen Fragen stärker einzubinden. Nicht nur die Innenpolitik, insbesondere auch die Außenpolitik müsse sich verstärkt um Frauenanliegen kümmern.

"50 Prozent der Bevölkerung erziehen 100 Prozent - über Frauen läuft die Entwicklung der Rollenbilder, sie entscheiden, ob ihre Söhne Krieger oder Mediziner werden", wies Plassnik auf die Schlüsselrolle von Frauen im Kampf gegen Extremismus hin. Doch nach wie vor seien Frauen in internationalen Verhandlungen nicht - oder zumindest nicht sichtbar - eingebunden. Nur auf vier Prozent aller UNO-Friedensabkommen befänden sich die Unterschriften von Frauen.

Gegenwehr islamischer Staaten

Als besonders "hartes Thema, das die Außenpolitik noch stark beschäftigen wird" identifizierte Plassnik die Durchsetzung der universellen Geltung der Menschenrechte. Dagegen würden sich islamische Staaten extrem wehren, stellte die Ex-Außenministerin fest. Unter dem Deckmantel von Religion, Geografie, Tradition oder Kultur würden Frauen ungerecht behandelt. So seien etwa nach iranischem Recht Mädchen mit neun Jahren strafmündig, Buben erst mit 15. Auch die Zeugenaussage einer Frau sein laut Gesetz nur halb so viel wert wie die eines Mannes. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, so die Ex-Ministerin. (APA)

 

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14 Postings
standardabweichung
00
15.3.2010, 10:03

ja ja religion und tradition. soziale phänomene deren pervertierung frau plassnik ihren job verdankte

1116er
00
15.3.2010, 09:56
schöne worte

allein: wo sind die taten?

ich kann mich nicht erinnern, dass fr. plassnik seinerzeit als aussenministerin amtskollegen aus den betreffenden staaten die leviten gelesen hat, dass sie treffen mit ihnen verweigert hat, dass sie IRGENDWAS unternommen hat.

warum sollte in diesen staaten sich etwas ändern, wenn der moralisch so überlegene westen sich tagtäglich als mordlüstern und kinderschändend entpuppt und ausser schönen worten eh nichts auf die reihe bekommt (weder bei den eigenen defiziten noch in bezug auf konsequentes handeln anderen gegenüber)?

johann potakowskyj
 
00
14.3.2010, 23:41
also erstens verteidigen alle politiker islamischer staaten die menschenrechte

allerdings nicht die von helsinki sondern die von Kairo. Die von Kairo sind mit dem islam abgestimmt. ... und ddaheben wir's: die gleichheit der geschlechter vor dem recht, wird durch die gleiche würde vor allah ersetzt.


also gehts euch dich alle brausen!
irgendwelche scheichs und politiker islamischer länder könnts schon in die pflicht nehmen, die werden jederzeit gern ihre stamdpunkte gegenüber ungläubigen frauenrechterInnen in bekannter vernebelnder sprache erklären, damit sie seelig und würdig wieder nach hause fahren können-

Lichtfreak
02
12.3.2010, 16:29
Vorallem der letzte Abschnitt

da hat sie recht!

Ava Tar
142
12.3.2010, 12:57
Na so etwas

Ich dachte sie hätte einen Job gefunden ?

d_parker
02
14.3.2010, 20:01
Hihihi, der Islamistenversteher vom Dienst ist verärgert, dass Fr. Plassnik da sehr unschöne Aspekte der "Religion des Friedens" beim Namen genannt hat...

johann potakowskyj
 
00
15.3.2010, 09:19
islamversteher

kommen da gar nicht zu wort, die werden zensuriert. das widerspricht dem hierigen pragmantismus.

Slatin Pascha
02
12.3.2010, 21:41
3 KM daneben

MiNeum71
 
110
12.3.2010, 15:08


... was man offensichtlich von Ihnen nicht behaupten kann.

Ava Tar
41
13.3.2010, 11:32

Ich hab gestern bei zwei Kunden die Einbauküche montiert, inklusive Gerätemontage, mein Lieber. Ich hab schon Küchen gebaut da war die Dame noch Assistentin vom Schüssel.

Gerry Mander
04
13.3.2010, 22:22
bahh du bist voll super

2 einbauküchen an einem tag, wahnsinn! Wir reden hier aber u.a. von genitalverstümmelung, herr küchenexperte!

Keep up the good work!

Ava Tar
43
14.3.2010, 16:43

Ja, und genau da ist die gute Frau auf dem Holzweg:

Genitalbeschneidung kannst du zurückdrängen, indem du den INTRAreligiösen Dialog förderst, INNERHALB des Islam, wie es ein Österreicher ja bereits (Afrika, erfolgreich bearbeitete Zielgruppe >1Mio. Menschen) vorgemacht hat. Und die Fatwa gegen FGM transportierst

Das "Politik müsse ihren Druck verstärken" der Frau Plassnik bringt genau das Gegenteil, nämlich Gegendruck und die Reaktion "mischt's euch nicht ein, was glaubt's ihr denn"

Das sollte eigentlich jeder vernünftige Mensch bereits verstanden haben. Es wäre besser, sie kümmert sich um die Einbauküchen und ich mache ihren Job. Daß man mit solchen dummen Meldungen noch in die Zeitung kommt ist ja der beste Witz überhaupt

johann potakowskyj
 
00
15.3.2010, 09:17
die fatwa eines fernen scheichs

ist so gut wie nichts wert, wenn der lokale prediger eine andere anbietet. moslems sind immer ihrem lokalen imam verpflichtet. dessen religiöser führung müssen sie sich unterwerfen (das ist islamsich richtig).

was sie hier beschreiben ist lft theater für den westen. der freut sich und es kann weitergemacht werden, wie bisher.

marillensuppe
02
14.3.2010, 20:22
"So seien etwa nach iranischem Recht Mädchen mit neun Jahren strafmündig, Buben erst mit 15.

Auch die Zeugenaussage einer Frau sein laut Gesetz nur halb so viel wert wie die eines Mannes."

und das wird wahrscheinlich auch sofort besser,
wenn man den INTRAreligiösen dialog fördert, gell?
diese intrareligiösen sind bloß bislang noch nicht auf die idee gekommen, dass sie mal darüber plaudern könnten. sonst hätten sie die sache natürlich längst erledigt.
zum wohle ihrer frauen selbstverständlich.
die sind ja bloß zu ihrem eigenen schutz mit neun strafmündig. selbstverständlich werden sie auch bloß zum eigenen schutz als kind verheiratet. und auch ihre zeugenaussagen sind bloß zu ihrem eigenen schutz nur halb so viel wert wie die eines mannes.

unsere kirche hat ja auch völlig von selber auf rechtliche machtbefugnisse verzichtet....

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