Clinton sieht Fortschritte bei Frauenrechten

12. März 2010 22:42

"Das ist aber nicht das Ende der Geschichte"

New York - Der weltweite Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen ist nach Ansicht von US-Außenministerin Hillary Clinton in den vergangenen 15 Jahren erheblich vorangekommen. "Seit der UN-Weltfrauenkonferenz in Peking gehen deutlich mehr Mädchen zur Schule und deutlich mehr Frauen zur Arbeit. Frauenrechte werden in einigen Ländern zumindest diskutiert, wo sie damals noch völlig unbekannt waren", sagte Clinton zum Jahrestag der Pekinger Konferenz von 1995 am Freitag im UN-Hauptquartier in New York. "Zu verdanken haben wir das der harten Arbeit mutiger Frauen und Männer. Das ist aber nicht das Ende der Geschichte. Es ist höchstens das Ende des Anfangs."

Obwohl Frauen keine Minderheit seien, würden sie wie eine solche unterdrückt. "Sie sind in der Mehrheit bei den Armen, den Unausgebildeten und den Unterdrückten. Sie werden von Regierungen und von ihren Vätern, Männern und sogar Söhnen beherrscht. Sie führen selten Kriege, leiden aber darunter. Frauen werden in Bordellen wie Sklaven gehalten und die Polizisten schauen weg." Es gebe enorme Unterschiede unter den einzelnen Ländern. "Die Fähigkeiten von Frauen sind universell, ihre Chancen nicht."

Dabei seien Frauen auch ein ökonomischer Faktor. "Wie kann die Welt Fortschritte machen, wenn selbst im 21. Jahrhundert die Fähigkeiten von Frauen noch unterdrückt werden?" Die Wirtschaften vieler Länder seien auf Frauen angewiesen, gerade in der Dritten Welt. "Die meisten Nahrungsmittel auf der Erde werden angebaut, gehegt, geerntet und verarbeitet von Frauen. Wenn all diese Frauen morgen nicht mehr arbeiten würden, bräche alles zusammen." (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.