Club Hertzbeat

"Von jungen Partytrupps bis zu alten Bobos"

von Beate Hausbichler   |  17. März 2010, 07:00
  • Artikelbild: Der nächste Club "Hertzbeat" findet am 9. April statt. - Foto: Flyer Hertzbeat
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    Der nächste Club "Hertzbeat" findet am 9. April statt.

  • Artikelbild: Für die Veranstalterinnen war die erste "Hertzbeat"-Party zwar "purer Stress", vom Tanzvolk gab es aber viele positive Rückmeldungen. - Foto: Hertzbeat

    Für die Veranstalterinnen war die erste "Hertzbeat"-Party zwar "purer Stress", vom Tanzvolk gab es aber viele positive Rückmeldungen.

Der neue Club "Hertzbeat" füllt sein "hochkarätiges Line-Up" mit Musikerinnen und weiblichen DJs

Vergangen Freitag ging zum ersten Mal der neue Club "Hertzbeat - the frequency that moves you"
im Wiener Planetarium an den Start, der vorwiegend auf Musikerinnen, weibliche DJs und VJs setzt. "Sowohl Underground-Nachwuchs als auch Performerinnen aus dem female:pressure-Netzwerk, VJs und Live-Acts geben dem Line-Up einer Hertzbeatnacht den letzten Schliff", kündigt die Website des Clubs an, der einmal pro Monat stattfinden wird. Als "feministischen Club mit Frauenquote" will sich "Hertzbeat" aber nicht "outen", so die Veranstalterinnen Vivian Thiele-Orberg und Elisabeth Falkensteiner gegenüber dieStandard.at. "Sonst wäre dieses Thema das Einzige, worüber in unserem Zusammenhang geredet und geschrieben wird. Hertzbeat ist eine Veranstaltung mit hochkarätigem Line-Up und international erfolgreichen Produzentinnen. Es gibt viele männerdominierte Partys, dort fragt niemand nach: 'Aha, ihr bucht also nur Männer, setzt ihr damit ein Statement?'. Wir wollen als DJs und Veranstalterinnen in der DJ-Szene nicht auf den Gender-Aspekt reduziert werden", erklären die zwei Hertzbeat-Macherinnen.

"Ich lad dich ein und du mich"

Dass in der Szene aber Geschlecht doch nicht ohne Relevanz ist, haben die Veranstalterinnen zu Genüge beobachtet: "Tatsache ist, dass die meisten Clubs von Männern organisiert und bespielt werden. Zu Bekanntheit gelangt man allgemein mit dem System 'Ich lad dich ein und du mich'. So entwickeln sich Netzwerke über die man auch die meisten Gigs bekommt. Man braucht auch nicht dazu sagen, dass in männlich dominierten, nicht-professionellen Kreisen von jungen DJs, Männergehabe eine wichtige Rolle spielt. Frau hat da oft mit Sexismen zu kämpfen, wobei ich nicht für alle female DJs sprechen will", erzählt Vivian Thiele-Orberg, die alias Thielephon künstlerisch tätig ist und erste Erfahrungen mit Mischpult und Kabelsalat 2007 in einem Djane Workshop machte. 

Obwohl elektronische Musik ein männerdominiertes Feld ist, gibt es mittlerweile auch eine große Riege an Künstlerinnen. Das hat spätestens das Projekt female:pressure, eine Online-Datenbank mit über 150 Künstlerinnen allein für den Raum Wien, gezeigt. female:pressure ist ein Pool aus Musikerinnen, Produzentinnen und weiblichen DJs, aus dem sich die Macherinnen von Hertzbeat in Zukunft wohl noch kräftig bedienen werden. Das Bild einer DJ könnte so gängiger werden, und Mann muss sich nicht mehr bemüßigt fühlen,"fachlich" einzugreifen: "Bei Frauen wird genau hingeschaut und -gehört wie der Sound ist und ob die Technik passt, so als würden sie auf Fehler warten, um dir als DJ-Obermacker erklären zu können, wie es läuft und dabei den paternalistischen Besserwisser raushängen lassen. Solche schick ich immer gleich weg", beschreibt Thiele-Orberg den kurzen Prozess, mit dem sie so manchem "Gschaftlhuber" begegnet.

Von Bobo bis Partytrupp

Mit der ersten "Hertzbeat"-Party zeigen sich die Veranstalterinnen zufrieden, obwohl es für sie selber "purer Stress" war, "aber wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen und hatten den Eindruck, dass die meisten sehr viel Spaß hatten. Electric Indigo hat eine super Performance hingelegt und auch mit der Wahl der VJs c++ und Laterna Magika waren wir sehr glücklich. Das Publikum war ziemlich gemischt und ging von jungen Partytrupps, StudentInnen bis zu alten Bobos", beschreiben die Hertzbeat-Veranstalterinnen die Mischung ihres Publikums. Über kommende Veranstaltungen können Vivian Thiele-Orberg und Elisabeth Falkensteiner schon einige musikalische Details verraten: "Die Hauptacts bis Sommer stehen fest, da können die technophilen WienerInnen einiges erwarten: Jennifer Cardini (April), Cio d'or (Mai), Camea (Juni), Miss Jools (Juli) und Xenia Beliayeva beehrt uns im August." (beaha, dieStandard.at, 17.3.2010)

 

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22 Postings
pfeffergurke
22.03.2010 17:26
super line-up!

weiter so!

m3a
21.03.2010 18:44
also: zusammenfassung

sie wollen sich nicht als "feministischen club mit frauenquote" outen. hmmm... ob sie das dadurch nicht gerade tun? ist so als würde brad pitt aus heiterem himmel bei einer pressekonferenz von homosexuellen sagen: und ich bin nicht schwul.

"Von Bobo bis Partytrupp" - also wir wollen eigentlich alle leute, und zielgruppe haben wir an und für sich keine.

Wunderbare Welt 
19.03.2010 17:26
"wobei...

ich nicht für alle female DJs sprechen will"

zwei englische wörter in einem deutschen satz, so schick

Klaus aus Haus
19.03.2010 21:07
....künstlerisch tätig ist und erste Erfahrungen mit Mischpult und Kabelsalat 2007 in einem Djane Workshop machte.


also quasi gendergeekig eine n00bIn ist

scnr

Gefräßige Gebärmutter
19.03.2010 18:04

Mal ehrlich, sagst du "Plattenaufleger/in"???

Wunderbare Welt 
24.03.2010 13:17
nein, aber ich sag

weibliche dj´s und nicht female

Gefräßige Gebärmutter
24.03.2010 13:38

Inkonsequent ;)

Wunderbare Welt 
28.03.2010 12:46
bäääh

*zungezeig*

OGG Vorbis  |  
27.03.2010 21:30
naja.

"dj" ist seit vielen jahrzehnten im deutschen sprachgebrauch, was "female" in ebensovielen jahrzehnten _nicht_ sein wird...

Gefräßige Gebärmutter
29.03.2010 12:39

Oh, du kannst in die Zukunft sehen. Wie praktisch ;)

Hättest du mal eben die Lottozahlen der nächsten Jahrzehnte für mich?

OGG Vorbis  |  
12.05.2010 14:49
also die zahlen vom 4.4. sind:

15, 28, 29, 31, 34, 41; zusatzzahl: 39...

werwolfi 
22.03.2010 22:33

"plattenreiter" ;o)

AlBundyFan 
17.03.2010 09:33
Hertzbeat klingt ziemlich dämlich

dieses denglische konglomerat.
sowohl die rein englische als auch die rein deutsche version wären sehr viel besser.

werwolfi 
22.03.2010 22:34

Hertz <> herz ....

Herb Kindas
17.03.2010 14:34
Aufpassen!


Sonst kommt die Thielephon und haut eana ausse.

brand
17.03.2010 10:02

Hertz ist ein Eigenname. Es kommt zwar aus dem Deutschen, wird aber als Einheit für die Frequenz weltweit benutzt.
Somit kann Hertzbeat einfach als englisches Kunstwort gesehen werden.

Jene Grüne Straßenkatze
17.03.2010 10:01
...

Denglish ist es nur insofern, als das Wortspiel nur im Deutschen funktioniert; die SI-Einheit heißt im Englischen genauso.

Und ich finde, das Wortspiel und das Plakat zeigen doch etwas mehr Geist, als man ihn von der DJ-Szene gewohnt ist. Klar, dass viel Englisch drauf ist - das Publikum braucht das halt, um sich cool zu fühlen, und könnte mit anderen Sprachen vermutlich auch gar nichts anfangen.

AlBundyFan 
17.03.2010 10:28
okay

jetzt, nachdem ich mich informiert habe, stimmt es, daß die bezeichnung ansich richtig ist und auch als rein englisch durchgeht.

aber blöd klingen tut es immer noch.

Lines Peanut
21.03.2010 12:58

sagt jemand mit albundyfan als nick ...

ruzika
17.03.2010 22:24
was blöd klingt

und was nicht ist wohl eine frage des geschmacks. die veranstalterinnen scheinen den ihres publikums jedenfalls getroffen zu haben. darauf kommts an.

super sache jedenfalls.

Kirath
17.03.2010 09:50

Das Wort Hertz wird auch im Englischen benutzt.

Kräuterpfarrer Escobar
17.03.2010 21:06

Yep, vorallem bei Mietwagen.

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