Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Außer bei den Grünen sind Frauen nicht mal annähernd zu 50 Prozent im Parlament vertreten. Liegt es an mangelnder Leistung von Frauen?
Letzte Woche wurde einmal mehr die "Entdeckung" gemacht, dass Frauen auch in der Politik nicht in gleichem Maße vertreten sind wie Männer (SPÖ: Roter Frauenaufstand wegen verfehlter Quoten). Nur bei den Grünen, die beim Thema Gleichberechtigung nach Ansicht vieler völlig übertreiben, nehmen im Nationalrat zur Hälfte Frauen Platz. Bei allen anderen Parteien sind Frauen nicht mal annähernd zu 50 Prozent vertreten, dennoch werden verpflichtende Maßnahmen mit hysterischem Gestus niedergemacht. Erstaunlich, angesichts dessen, dass die Übermacht von Männern von jedem/jeder mit freiem Auge beobachtet werden kann: Egal ob frau in die Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft oder in die Politik schaut, Männer haben die gut bezahlten Machtpositionen inne. Auf Grund ihrer Leistung? Glaubt man diesem am häufigsten genannten Argument gegen verpflichtende Maßnahmen müsste die Antwort lauten: Ja.
Legitimationsarbeit
Irgendwie ist es ja verständlich, dass die, die es "ganz von allein geschafft haben" weiterhin Legitimationsarbeit leisten (müssen). Somit haben sie das hohe Gehalt natürlich in erster Linie den eigenen großartigen Leistungen zu verdanken, die sonst keine/keiner erbringen kann. Dass das nicht ganz stimmt, können manchmal sogar die BestverdienerInnen selbst zugeben. So meinte Brigitte Ederer in einem Interview einmal, dass ihren Job auch einige Tausend andere gut erledigen könnten, so die Managerin, die eher die Ausnahme als die Regel darstellt. Die Regel nämlich ist, dass viele andere - weitgehend bekannte - Faktoren kräftig mithelfen, die mit Leistung nichts zu tun haben: Soziale oder ökonomische Umstände und eben auch der Faktor Geschlecht - all das spielt völlig unabhängig von "Können" eine Rolle. Dass eine gutausgebildete Frau auf Quotenregelungen nicht angewiesen sei und sich eher dafür blamiert, wenn sie in die Räder von verpflichtenden Maßnahmen gerät, verkennt die Homogenität der sogenannten Eliten. So sinkt etwa die Chance auf einen Hochschulabschluss, wenn die eigenen Eltern keine Matura haben und aus welcher Gegend der Welt dieselben stammen ist leider ebenso wenig belanglos wie Ermutigungen durch Identifikationsfiguren im privaten und öffentlichen Raum.
Gleichförmigkeit
Über verpflichtende Maßnahmen, damit Frauen gleichermaßen vertreten sind und damit sie endlich auch gleich viel verdienen, wird noch viel gestritten werden. "Leistung" als die Bedingung anzugeben, warum Frauen in so vielen Bereichen noch immer fehlen, transportiert aber nicht nur die sexistische Position, dass es Männer wohl einfach besser können, sondern auch, dass es Menschen mit familiären Wurzeln innerhalb der EU und/oder aus einer bildungsnahen Schicht kommend, einfach besser können.
Solange jene gut ausgebildeten Menschen, die die gut bezahlten Jobs machen, eine derart gleichförmige Gruppe bilden, braucht niemand Panik bekommen, dass aufgrund von "zu viel an Regelungen" ein vermeintliches Leistungs-Gleichgewicht aus den Fugen gerät. Mann wird noch lange genug "unter sich" bleiben. (dieStandard, 20.4.2010)
Was gehen uns ihre Brüste an? Die Schauspielerin verletzt damit ihr Image der "Über-Frau"
Margaret Thatcher wird posthum als "Hexe" oder "Bitch" beschimpft – So muss der Wut auf ihre Politik nicht Ausdruck verliehen werden
Zwischen Macht und Ohnmacht des Mutterseins: Geschlechterforscherin Petra Unger plädiert für eine feministische Aneignung des Muttertags
Zu Thomas Petersens "statistischen Taschenspielertricks": Die Frauenquote ist verfassungskonform und nicht männerfeindlich - Von Brigitte Hornyik
Die neue Dove-Werbekampagne gibt den Frauen Zuckerbrot und Peitsche
Die Rede vom Ideal der traditionellen Familie oder vom natürlichen Aufwachsen ist kein Argument, sondern Ressentiment
Es muss nicht alles Blödsinn sein, was in den Werbeblöcken läuft – die aktuelle Snickers-Werbung ist der beste Beweis
Deshalb müssen wir ganz grundsätzlich um das Recht auf Einkommen kämpfen - Von Gastautorin Gerlinde Knaus
Die Berichterstattung über den neuen Papst Franziskus I. übersieht, dass diskriminierende Positionen nicht für alle selbstverständlich sind
Die kulturelle Definition von Männlichkeit muss hinterfragt werden - Von Laura Wiesböck
Ja, Sexismus kann sich auch gegen Männer richten, wie die neue Kampagne der Wiener Linien beweist
Frauenrechtliche Argumente für die Umstellung auf ein Profiheer - Von Renate Partei
Frauen schaffen es dank Twitter, Alltagssexismus zu skandalisieren - Dennoch ist die Hoffnung gering, dass sich bald etwas ändert
... und dann die ganze Hand - Der Papa-Monat würde Jung-Väter auf den Geschmack bringen und Mütter entlasten
Beharrlich weigert sich der junge Pop-Star, dem klassischen Bild des Gewaltopfers zu entsprechen
Zuerst das Betreuungsgeld, jetzt die Quoten: In der deutschen CDU tobt der politische Kampf um die Frauen- und Familienpolitik
Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau - und als solche soll sie auch sprachlich sichtbar sein - eine Replik auf Karin Fleischanderls Kommentar
Über Moral und Unmoral im Gesundheitsbereich - Von Christian Fiala
Warum Theaterregisseurin Angela Richter Täter und Opfer verwechselt und im Bett nur Konsens wirklich sexy ist
Das Frauenmagazin "Brigitte" shootet wieder mit Profi-Models - Vom Durchschnitt waren die "Bio"-Models ohnehin weit entfernt
In der Beschneidungsdebatte bei Burschen kommen derzeit weniger aufklärende Argumente zur Sprache, dafür umso mehr die Haltungen von Religionsvertretern
Ein Beispiel aus Frankreich zur Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare
Nun gibt es also den "Gender Award Werbung" - Doch auch der wird an dem beliebten Sport, diskriminierende Bilder zu verbreiten, nichts ändern
Sexuell völlig frei, sehnen sich die ProtagonistInnen des Erotikknüllers letztendlich doch nach Liebe und Vertrauen, meint Volkmar Sigusch
Die Frauenministerin präsentierte einen Plan zur Frauenförderung - Oder waren damit doch Unternehmer gemeint?