Frauen und Formeln

20. April 2010, 18:38
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    foto: petra spiola

    Katharina Mader kämpft gegen Diskriminierung.

Katharina Mader wurde für ihre Arbeiten zur feministischen Ökonomie geehrt

"In der Ökonomie brauchen wir Feminismus ganz dringend. Es gibt genug zu tun, Stichwort bezahlte und unbezahlte Arbeit, die Höhe der Löhne, die Art der Arbeitsplätze", formuliert Katharina Mader ihr Credo. Seit 2007 arbeitet die Volkswirtin am Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien zu Themen wie Gender Budgeting, Flexibilisierung am Arbeitsmarkt oder Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Mit dem Rezept "Gender und Frauen, umrühren, fertig" gibt sie sich nicht zufrieden. Die feministische Ökonomie geht davon aus, dass Diskriminierung von Frauen eine Realität ist, weshalb aus der Perspektive von Frauen und für sie gearbeitet werden müsse. Ziel ihrer aktuellen Forschung, finanziert vom Jubiläumsfonds, ist die Theorie zur feministisch politischen Ökonomie, ausgehend von typisch weiblicher Pflege- und Versorgungsarbeit (Care).

Anfang 2010 wurde die 29-Jährige für ihre Doktorarbeit zum Thema "Gender Budgeting als emanzipatorisches, finanz- und demokratiepolitisches Instrument" mit dem Gabriele-Possanner-Förderpreis des Wissenschaftsministeriums gewürdigt. Seit 2009 ist die Gleichberechtigung in der Haushaltsführung von Bund, Ländern und Gemeinden Gesetz und kein Gedankenexperiment mehr. Guten Einblick in die Vorarbeiten gewann sie als Teilzeitbeschäftigte in der Wiener Magistratsdirektion und der Frauenabteilung. Mit etwas Abstand zu den erlebten Widerständen während der Arbeit an der Dissertation freut sie die Anerkennung umso mehr. Das Preisgeld wird sie in ihre geplante Habilitation investieren.

Das Alleinsein mit ihren Gedanken in der Forschung schätzt sie ebenso wie den Austausch in der Lehre. In ihren Seminaren fragen sie junge Frauen oft: Wozu brauchen wir das noch? Für Katharina Mader liegt es daran, dass propagiert wird: Jede ist ihres Glückes Schmied. Wenn eine Frau dreimal so viel arbeitet, sich anpasst, verzichtet, kann sie alles erreichen. Wenn sie heute versagt, liegt es also an ihr selbst. Wenn Mader als Vortragende an der WU Wien und der Uni Linz dann aber diskriminierende Strukturen aufzeigt, erinnern sich fast alle Frauen an konkrete Erfahrungen. Eine neue Frauenbewegung ist für die Volkswirtin noch nicht in Sicht.

Mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der WU begab sich die Wienerin mit Faible fürs Mathematische ursprünglich auf die Suche nach Welterklärungen. Rasch wurde ihr dort klar, dass "das Gelehrte mit meiner weiblichen Lebensrealität nur bedingt zu tun hat". Frauen und Formeln passen nicht zusammen, hat sie während des Studiums oft genug gehört - und sich eingemischt.

Aus den Erfahrungen in ihrem unmittelbaren Umfeld heraus sei es klar gewesen, dass aus ihr eine Feministin werden musste. Die Aussicht auf viele Kämpfe und wenig Karrieremöglichkeiten kommentiert sie trocken: "Weltveränderung braucht Reibung." Einstweilen hat Katharina Mader als Mitglied der Watchgroup "Gender und öffentliche Finanzen" und als Vorstandsmitglied des Beirats für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen ein Auge darauf, wie sich die Bedingungen für Frauen in der Gesellschaft entwickeln.(Astrid Kuffne/DER STANDARD, Printausgabe 21.04.2010)

Macho04
511
21.4.2010, 08:33
Kampf gegen Diskriminierung

* Ungleiches Pensionsantrittsalter
* Präsenzdienst
* Bauarbeiterquote
* Diskriminierung von Männern im öffentlichen Dienst

Die Lady soll einmal für einige Monate am Bau arbeiten, damit sie weiß, wovon sie redet.

Sexiest Hexy
42
21.4.2010, 14:20

Ich glaube, der einzige der hier nicht weiß, wovon er spricht, bist du Macho.

Alles, was du da aufzählst, ist mit Sicherheit nicht auf dem Mist der Frauen gewachsen. Wer hats erfunden? Die Männer warns.
Unrecht wird nicht dadurch behoben, indem man anderes relativiert oder herunterspielt.

Ein_Mann
23
21.4.2010, 18:04

klar, die maenner sind an allem schuld. frauen, die mehr als die haelfte der bevoelkerung stellen, sind arme opfer-hascherln und nie schuld.

ausser, wenn sie andere gerade "macho" schimpfen, dann sind sie ganz coole, starke frauen.

Sexiest Hexy
31
21.4.2010, 20:30

Der besagte Herr "schimpft" sich selbst Macho.
Beim anderen sollten sie vielleicht auch genauer lesen.

tear us apart
11
22.4.2010, 12:32
Na Sie sind aber kleinlich und oberflächlich.

Hätte er sich Feminist "schimpfen" sollen?

Wer sich selbst als Sexiest Hexy sieht, ist doch genau das weibliche Abbild eines echten machos. ;-)

Sexiest Hexy
30
23.4.2010, 19:27

Seh ich nicht so. Und jetzt?

tear us apart
01
24.4.2010, 12:23
Sie sehen es nicht so

ich schon. Und jetzt?

Quintus Beckloeffel
11
21.4.2010, 14:02

Und:
* eigene Redaktionssparte im "Standard"!

Schrumpfschlauch
22
21.4.2010, 11:54
Das Nest lässt man andere bauen


Immerhin könnte man als Frau ja Kinder bekommen.

Die Supraleiter!nnen haben den verlustfreien Berufsalltag erfunden.

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